00:00:00: Heute mit Katharina Sichler.
00:00:02: Jetzt so, kurz vor dem neuen Jahr überlegen sich ja viele, was sie im Jahr im Jahr ist, alles anders machen wollen.
00:00:09: Besser.
00:00:10: Und da gibt es jetzt natürlich kein Patentrezept.
00:00:14: Oder vielleicht doch?
00:00:16: Warum Dankbarkeit der Schlüssel zu einem schöneren Leben sein kann und was das alles mit einem Fitnessstudio zu tun hat?
00:00:24: Meine Kollegin Linderburg hat mit ein paar Antworten.
00:00:28: Ja, einfach mal beschließen ab morgen.
00:00:30: Da bin ich dankbarer.
00:00:32: Klingt zu gut, um wahr zu sein und ist es auch.
00:00:35: Dankbarkeit braucht Training, sagt Bestseller Autor Dominik Spenst.
00:00:39: Ich glaube, der beste Vergleich ist einfach wirklich der Muskelenk für
00:00:42: den Studio.
00:00:42: Der muss
00:00:43: auch trainiert werden oder
00:00:43: er verkümmert und genauso ist es auch mit Dankbarkeit.
00:00:45: Es gibt keinen Menschen quasi, der das nicht in irgendeiner Form regelmäßig machen muss, damit diese Dankbarkeitsmuskeln
00:00:52: auch
00:00:52: den positiven Einfluss auf uns haben im Alltag.
00:00:54: Und Teil des Trainings ist es auch, dass ich nicht nur beschließe, dafür bin ich jetzt dankbar, sondern ich muss es tatsächlich fühlen.
00:01:16: Ja, also denke hin kann damit nichts anfangen, weil Emotionen entstehen quasi da, wo die Einkaufsliste endet.
00:01:23: Nämlich über Details und die sind bei jedem anders.
00:01:26: Was aber helfen kann, sagt Dominik Spenst, ist ein Dankbarkeitsritual.
00:01:31: Wie beten mit Kindern.
00:01:32: Ich glaube, ritualisierte Dankbarkeit ist schon der beste Weg und vielleicht sogar
00:01:36: auch der einzige
00:01:37: Weg.
00:01:37: Man muss es halt nur irgendwie hinbekommen, dass man es wirklich auch fühlt und dass es nicht nur was ist.
00:01:41: Vor allen Dingen für die Kids in der Familie, was ist, was man nur abhakt.
00:01:45: Aber warum ist Dankbarkeit denn der Schlüssel zu mehr Glück und Achtsamkeit?
00:01:49: Was den meisten Leuten passiert ist, wir laufen irgendwelchen Sachen hinterher.
00:01:52: und wenn wir die erreicht haben, merken wir, die fühlen sich einfach
00:01:54: leer an.
00:01:55: Der nächste Karriere schritt irgendwie in ein Auto, was wir uns kaufen und dann haben wir das.
00:01:58: Aber wir wissen ja gar nicht, ob es cool ist und meistens ist es gar nicht so cool, wie wir dachten.
00:02:02: Dankbarkeit.
00:02:03: Das zeigt uns, aber das macht uns jetzt schon glücklich.
00:02:04: Und es zeigt uns, wovon könnte
00:02:06: mehr in Zukunft
00:02:07: uns auch glücklich machen.
00:02:08: Beim Dankbarkeitstraining helfen zum Beispiel speziell entwickelte Tagebücher.
00:02:13: Eines der erfolgreichsten ist von Dominic Spenst.
00:02:16: Sechs Minuten am Tag reinschreiben reicht, dann vielleicht bald schon feststellen, es gibt so viele Dinge, für die ich dankbar bin und mein Leben, das ist viel besser, als ich dachte.
00:02:27: Linda Burkhardt für das MKR.
00:02:33: Auch dieses Jahr saß Pfarrer Rainer Maria Schießler am Sternstunden Spendentilifon.
00:02:39: Die letzte Anruferin war ein kleines Mädchen und die hat dem Pfarrer tief berührt.
00:02:45: Warum?
00:02:45: Das hören Sie heute in Schießlers Woche.
00:02:52: Ein Podcast präsentiert von der Anwaltskanzlei Rainer.
00:02:56: Ihre Experten für Vorsorge und Erbrecht in Ulching.
00:03:00: Sie war mir eine letzte Anruferin an diesem Tag.
00:03:02: Als ich bereits seit vierzehn Stunden am Spendentelefon der Sternstundenaktion des Bayerischen Rumpfungs saß.
00:03:09: Eine lange Zeit, viele Stimmen, viele Geschichten.
00:03:12: Und da meldete sich diese eine liebenswert klingende Kinderstimme, die gern fünfzehn Euro von ihrem Taschengeld spenden wollte.
00:03:21: Ganz automatisch fragte ich nach, ob ich die junge Dame dennoch duzen dürfte.
00:03:26: Sie lachte herzlich.
00:03:27: Ein nettes zwölfjähriges Mädchen aus der Urpfalz, beschlossen und gemeinsam mit mir diesen außergewöhnlichen Spendentag, an dessen Ende über dreizehn Millionen Euro wieder für Kinder zusammengekommen waren, für Kinder, die dringend Hilfe brauchen.
00:03:43: Und mittendrin ihre fünfzehn Euro.
00:03:45: Still, selbstverständlich, ohne großes Aufheben.
00:03:49: Solche Gespräche fertigt man nicht einfach ab, auch nicht nach so vielen unzähligen Telefonaten davor.
00:03:57: Also erzählte sie mir von ihrem Leben, in welcher Kleinstadt sie wohnt, auf welche Schule sie geht, dass sie tolle Freundinnen und Freunde hat, eine gute Klasse, ein sicheres Umfeld, eine tolle Familie.
00:04:09: Und beim Zuhören würde mir klar, wie geborgen und zum Frieden diese junge Mensch doch leben darf.
00:04:15: Und dann sagt sie plötzlich ganz nebenbei, fast beiläufig, Und weil es mir doch so gut geht, möchte ich jetzt auch etwas von meinem Taschengeld für die Kinder geben, die es viel schwerer haben, als ich es mir eigentlich nur vorstellen kann.
00:04:29: Kinder finden manchmal wirklich Worte, die jede noch so ausgefeilte Erwachsenenformulierung mühelos übertreffen.
00:04:35: Ich erklärte ihr, wie wichtig gerade ihr erspartes für unsere Sternstundenaktion ist.
00:04:42: Während dem Studio des Millionen Endergebnis über die Bildschirme lief, alle Jugendinnen und Applautierten durfte ich diesen Mädchen mein ganz persönliches großes Kompliment machen, dass all das auch wegen ihrer scheimer Geringen Spende möglich sei.
00:04:59: Dass wir zusammenhalten, füreinander einstehen und den anderen nicht übersehen, darum geht es doch.
00:05:04: Und um nichts anderes, sagt ich ihr, und du bist eine von uns.
00:05:10: Dieser Moment hat mich tief berührt.
00:05:12: Einen so langen intensiven Tag, wenn einem solchen Gespräch beschließen zu dürfen, verändert etwas.
00:05:18: Denn ein ehrliches, freundschaftliches Kompliment ist vielleicht die kleinste, aber zugleich wirksamste Form von Zuwendung, die es gibt.
00:05:25: Und doch wird es im Alltag so oft übersehen.
00:05:28: Worte haben Gewicht.
00:05:29: Sie können aufrichten oder übergehen, wärmen oder kühlen.
00:05:33: Die Psychologie spricht in diesem Zusammenhang gern von den fünf Sprachen der Liebe, Lob und Anerkennung, Zeit, Hilfsbereitschaft, Geschenke und körperliche Nähe.
00:05:43: Theologisch betrachtet sind das Weib mehr als Beziehungstechniken.
00:05:48: Es sind Wege.
00:05:49: Wie Liebe überhaupt in unsere Welt kommt.
00:05:51: Und Sie erklären, warum manche Nähe uns tiefer reicht, wie ein andere, obwohl gut gemeint, wirkungslos bleibt.
00:05:57: Nicht jede Liebe klingt gleich, aber sie wird erst dann wirklich, wenn sie beim Gegenüber ankommt.
00:06:04: Im Glauben geht es um nichts anderes.
00:06:06: Auch Jesus überzeugt nicht durch große Reden, sondern durch Aufmerksamkeit.
00:06:11: Er bleibt stehen, hört zu, ist mit den Menschen, hilft ganz konkret.
00:06:16: Er schenkt Zeit, wo andere weitergehen würden, er richtet Menschen mit einem Satz auf und er ist da körperlich, greifbar, ohne Sicherheitsabstand.
00:06:26: Das wirkt erstaunlich modern, weil es nämlich genau dem entspricht, was Beziehungen heute brauchen.
00:06:31: Nähen steht nicht durch Absichtserklärungen, sondern durch passende Gesten.
00:06:36: Freundschaften, Partnerschaften, Familien, Scheitern selten an zu wenig Liebe, sondern eher daran, dass aneinander vorbeigesprochen wird.
00:06:45: Wir hatten uns nichts mehr zu sagen, hört man oft von denen, deren Liebe zu Ende gegangen ist.
00:06:51: Wie zeigt man eigentlich jemandem, dass er wichtig ist?
00:06:54: Ein Kompliment ist ja kein Zuckerguss.
00:06:56: Es ist Aufmerksamkeit mit Haltung.
00:06:59: Grüsslich gesprochen könnte man sagen, eine kleine Menschwerdung der Liebe.
00:07:03: Genau das, was wir im Weihnachten feiern.
00:07:05: Gott macht uns ein Kompliment der Liebe.
00:07:07: Er will ganz nah sein, ganz bei uns sein.
00:07:11: Dieser Gott wird, und das ist das Revolutionäre der Weihnachtserzählung, nicht dort der Farber, wo alles perfekt ist, sondern dort, wo Menschen sich bemühen, einander wirklich zu erreichen.
00:07:21: Echte Liebe beginnt eben selten spektakulär, aber sie beginnt genau dort, wo jemand dem Mut hat, den anderen zu sehen und es ihm auch zu zeigen.
00:07:30: Gott zeigt in diesen Tagen sehr viel Mut.
00:07:33: Er entäußert sich seiner Macht, seiner Hoheit, seiner Gewalt nur, um bei und mit uns Mensch sein zu können.
00:07:40: Was für ein Kompliment.
00:07:42: Wenn wir das ernst nehmen, dann hätte der Frieden vielleicht doch noch eine Chance unter uns.
00:07:48: Reden Sie ruhig weiter mit mir, sagt mir meine junge Anruferin aus der Urpfalz, die immer noch am Telefon ist.
00:07:55: Da kann ich heute nämlich noch länger aufbleiben als sonst.
00:07:58: Ich glaube, dieses Mädchen weiß gar nicht, welche Freude sie mir an diesem Abend geschenkt hat, welche Sternstunde sie mir gemacht hat.
00:08:07: Und vielleicht geht es Ihnen beim Zuhören ja ähnlich.
00:08:10: Vielleicht spürt auch Sie, dass es oft die kleinen, unscheinbaren Gesten sind, die mehr verändern als große Worte.
00:08:17: Darum möchte ich am Ende dieses Podcastes, am Ende dieses Jahres auch Ihnen ein Kompliment machen, dass Sie immer so treu zuhören, dass Sie sich die Zeit nehmen, dass Sie offen bleiben für solche Geschichten.
00:08:31: Das ist nicht selbstverständlich, es ist sehr wertvoll.
00:08:35: Ich wünsche Ihnen gesegnete, ruhige Tage zwischen den Jahren, Tage, in denen Platz ist für Dankbarkeit, für leise Gedanken und vielleicht auch für das eine oder andere ehrliche Kompliment, das jemandem gut tut und Ihnen selbst auch.
00:08:49: Einen behutsamen Übergang in das neue Jahr wünscht Ihnen Ehepfarrer Schissler.
00:08:55: Du weißt, was mir eingefallen ist.
00:08:57: Ich muss mich wirklich mal um mein Testament kümmern und um meine Immobilien.
00:09:00: Sag mal, hast du eine Ahnung, wen kippert eigentlich Fragen?
00:09:03: Grüß Gott,
00:09:03: ich bin Markus Sebastian
00:09:04: Reiner, Rechtsanwalt und Fachanwalt für
00:09:06: Erbrecht in Olchen.
00:09:08: Ich unterstütze sie mit meinem Team seit über zwanzig Jahren kompetent und zuverlässig, bei allen Fragen rund um Schenkungen, Erbschaftssteuer, Erbengemeinschaften
00:09:17: und Pflichtteile.
00:09:19: Mit unserer Erfahrung
00:09:20: sorgen wir
00:09:20: dafür,
00:09:21: dass
00:09:21: ihr letzter Wille rechtssicher
00:09:23: und klar formuliert wird.
00:09:24: Wir helfen Ihnen, Erbschaftsteuer und Schenkungssteuer
00:09:27: zu sparen.
00:09:54: Wer jetzt so zwischen den Jahren zum traditionellen Kripper schauen gehen möchte, der ist im Bayerischen Nationalmuseum genau an der richtigen Adresse.
00:10:03: Denn hier ist einer der größten Krippenausstellungen weltweit zu sehen.
00:10:09: Wir haben uns da auf Spurensuche gemacht und zwar nach Rekorden in der Ausstellung und wir haben auch einige gefunden.
00:10:17: Zum Beispiel die wahrscheinlich wertvollste Krippe der Welt, die Anbetung der Könige in einem Palast, mittendrin die heilige Familie.
00:10:24: Die Krippe stammt aus dem Besitz des früheren Königshauses Neapel, Sizilien und ist gut über zweihundertfünfzig Jahre alt, erzählt der Leiter der Krippenaustellung Thomas Schindler.
00:10:40: Die Perlenkettchen um die Hälse der Damen sind echte Perlen, was nach Edelstein oder wie Edelstein erglenzt.
00:10:46: Das sind Edelsteine.
00:10:48: Hier sind also nur die besten Materialien verarbeitet worden, und zwar von den besten Goldschmieden Europas.
00:10:54: Wir haben hier Schmiedemarken aus Mailand und aus Paris an den Objekten.
00:10:57: Die prächtigen Kleider der Figuren soll die Königin von Sizilien Neapel selbst geschneidert haben.
00:11:02: Bedienste demühen sich mit den Schätzen ab, die die heiligen drei Könige mitgebracht haben.
00:11:07: Und eine orientalische Kapelle marschiert vorbei.
00:11:09: Mit dem ärmlichen Stall mancher Krippendarstellungen hat das nichts zu tun.
00:11:14: spiegelt die gesamte Szenerie auch so ein bisschen, so etwas wie eine diplomatische Gesandschaft, beispielsweise aus dem Osmanischen Reich oder aus Nordafrika, die am Neabler Hof in ähnlicher Art und Weise auch auf Mission anzutreffen gewesen sein könnte und insofern repräsentiert diese Anbetung der Könige auch so ein bisschen das höfische Geschehen.
00:11:38: Wenn man es ganz pointiert sagen wollte, dann ist es das Heimatgripper, der königlichen Familie zu Neapel um siebzehntundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:12:07: künstliche Welt der Miniaturfiguren der Weihnachtsgrippe in die Topografie im Golf von Neapel zu zeigen.
00:12:16: Und das sollte maßstäblich so realistisch dargestellt werden, dass die Menschen, die davor stehen, wirklich glauben, man befindet sich eigentlich oberhalb von Neapel und die Geburt Christi findet oberhalb von Neapel statt.
00:12:27: Bei der Glasscheibe steht der Besucher, als wäre mitten unter den etwa einhundertfünfzig Menschen Hunden, Schafen und Eseln.
00:12:34: Im Prinzip das, was man in Neapel so in den Gassen auf den Straßen als Gewusel in dieser Zeit auch vorgefunden hätte und zeittypisch eingekleidet.
00:12:43: und auch mit nach unterschiedlichen Ständen.
00:12:47: Also die verheiratete Frau mit der Haube, die Unverheiratete eben mit dem Haarband und so weiter und so fort.
00:12:52: Es gibt diejenigen, die so ein bisschen mit Arbeitsschürzen ausgestattet sind und dann gibt es aber auch solche in Festtagstracht.
00:12:58: Und
00:12:58: diese Figurengruppen wurden so angelegt, dass man sich eigentlich eine idealtypische Bevölkerung inszenieren wollte.
00:13:06: Vielleicht nicht ganz reich, vielleicht nicht ganz ärmlich in der Darstellung, aber eben letzten eines glückliche Menschen, die vor allem auch christlich ehrliche Leute waren.
00:13:17: Wenn man sich die Figuren anschaut, alle sind irgendwie angetan vom heiligen Geschehen, sind inspiriert vom heiligen Geschehen und unglaublich viele lächeln.
00:13:25: Eine eher untypische Darstellung in der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts, romatisierend wie der Besuch der Neapolitaner selbst an der Krippe Jesu.
00:13:32: Die Krippe ist nach wie vor der Publikumsmagnet in der Ausstellung.
00:13:35: Wahrscheinlich noch vor der Krippenlandschaft des bömischen Künstlers Wenzel Fieger, um eighteenhundertneunzig, die ein bisschen etwas von modernen Wimmelbildern hat.
00:13:43: Ja,
00:13:43: unsere Papierkrippe von Wenzel Fieger umfasst ungefähr tausend einhundert Figuren.
00:13:49: Die meisten sind im übrigen Schafe, deswegen Schäfenzählen würde ich nicht machen.
00:13:52: Das hat etwas mit Einschlafen zu tun.
00:13:55: Aber es ist ein extrem attraktives Format, insbesondere auch deswegen, weil wir hier eine Figur drin haben.
00:14:02: die gedacht war, um Kinder besonders zu interessieren für das heilige Geschehen.
00:14:07: Und zwar ist hier untergebracht eine sich erleichternde Kuh, die pinkelt.
00:14:12: Und diese Figur sollte Kinder dazu ermutigen, gerade weil sie so derbzotig ist, sich genau auf die Suche zu begeben, wo findet sich diese Kuh?
00:14:21: Und über diese Suche sollten die letzten Endes die Kinder den Weg oder den Blick aufs heilige Geschehen richten.
00:14:28: Genauso bemerkenswert, die Papierkrippe mit ihren elfhundert Figuren gelangte in einem einzigen Garten.
00:14:34: Ende des Zweiten Weltkriegs nach Bayern.
00:14:36: So hat jede der Krippendarstellungen im Nationalmuseum ihre ganz eigene Geschichte.
00:14:41: Eine Spurensuche in der Weihnachtszeit lohnt sich.
00:14:43: Willi Witte für das MKR.
00:14:45: Die Krippenausstellung im Bayerischen Nationalmuseum ist auch an Silvester von zehn bis siebzehn Uhr zu sehen.
00:14:52: An Neujahr hat das Museum allerdings Ruhetag.
00:14:59: Sie hören das MKR an diesem Dienstag.
00:15:01: Schön, dass Sie mit dabei sind.
00:15:03: Seit einigen Wochen ist sie wieder zurück.
00:15:06: Die Debatte um die Werbpflicht.
00:15:08: Und die Frage, ob und in welcher Form ein verpflichtender Dienst für junge Menschen sinnvoll sein kann.
00:15:15: In welcher Form auch immer.
00:15:17: Auch in der neuen Ausgabe unseres Magazins Innerhalten dreht es sich um das Thema.
00:15:22: Innerhalten-Redakteur Joachim Buchhardt ist jetzt bei mir.
00:15:25: Joachim, mit wem habt ihr denn darüber gesprochen?
00:15:28: Wir haben drei ganz spannende Beiträge zur Werbpflichtdebatte gesammelt.
00:15:34: Der Hauptbeitrag, der stammt von einem bekannten Universitätsprofessor, das ist der Sozialetiker Markus Vogt hier aus München, der hat uns einen richtig spannenden Text über die Werbpflichtfrage geschrieben und da packt er auch wirklich heiße Eisen an und vieles dreht sich um die Frage, ob man als Christ zur Waffe greifen darf oder vielleicht sogar muss.
00:15:59: Und da kommt er richtig aus der Komfortzone heraus, der Professor Markus Vogt und bezieht ganz deutlich Stellung, wirklich spannend.
00:16:10: Und demgegenüber fallen die Positionen von Seiten der katholischen Jugend, wie auch der Organisation Pax Christi, ein bisschen anders aus.
00:16:20: Das klingt nach wirklich spannenden Sichtweisen zu dem Thema.
00:16:24: Wir machen jetzt einen heftigen Themensprung, denn im Magazin geht es auch um Pyramiden.
00:16:31: Und zwar nicht, wie man jetzt vermuten könnte in Ägypten, nein, sondern in München.
00:16:36: Ja, Joachim, wie kam es denn dazu?
00:16:39: Ja, ganz kurioses Sache.
00:16:41: Diese beiden Pyramiden könnte man auch als Obeliske bezeichnen.
00:16:47: Ja, es sind so steile, schlanke Pyramiden.
00:16:50: Und die stehen dort seit dem Jahr eighteenhundert zwei.
00:16:56: Die eine am Münchner Stadtrand, die andere im Erdinger Land in Aufkirchen.
00:17:02: Und das kommt daher, dass man damals, im Jahr davor war das, eighteenhundert eins mit der bayerischen Landesvermessung so richtig losgelegt hat.
00:17:13: Damals waren französische Militärs hier in Bayern und die haben die Vermessung des Landes so richtig vorangetrieben, erstmals wirklich mit wissenschaftlichen Methoden.
00:17:26: Es ist eine unglaublich spannende und kuriose Sache, denn man musste da, um das Land zu vermessen, zunächst mal eine lange Linie möglichst genau von Hand vermessen.
00:17:38: Und das hat man getan durchs Erdinger Moos über einundzwanzig Kilometer lang händisch vermessen.
00:17:44: Und um diese Linie zu markieren, wurden dann tatsächlich auch diese beiden Steinpyramiden errichtet, die heute noch stehen.
00:17:51: Und die ganze spannende Geschichte der Bayerischen Landesvermessung Die erzählen wir im neuen Magazin innehalten.
00:17:58: Und das Magazin, das bekommen Sie in vielen Kirchen im Erzbistum München und Freising.
00:18:03: Sie können es sich ganz bequem im Abo nach Hause liefern lassen oder digital in unserer Michaelsbund App lesen.
00:18:10: Viel Spaß dabei!
00:18:15: Gestern war es endlich soweit.
00:18:17: In Holzkirchen wurden die Sternensinger im Erzbistum München und Freising offiziell von Weibischof Rupert Graf zu Stollberg ausgesandt.
00:18:25: Rund fünfhundert Gruppen sind jedes Jahr im Erzbistum unterwegs und bringen den Häusern den Segen.
00:18:32: Aber die Sternensinger-Aktion ist natürlich weit mehr als das.
00:18:36: Das erklärt Jakob Stadler.
00:18:38: Er ist Diözusan-Vorsitzner vom Bund Deutscher katholischer Jugend.
00:18:43: Sternsing ist eine großartige Aktion, weil junge Leute
00:18:45: begeistert sind, dass sie vor Ort für ihre Dorf, für ihre Stadt unterwegs
00:18:48: sind, Segen bringen in die Haushalte, aber genauso auch dann Spenden sammeln
00:18:52: für Projekte weltweit von Kindern für
00:18:54: Kinder.
00:18:55: Dieses Jahr ist eine Aktion in Bangladesch im Fokus, Schule statt Arbeit.
00:18:59: Wir
00:18:59: wollen junge Kinder es möglichen,
00:19:01: dass sie
00:19:02: Schulbildung erhalten können, statt in Kleidungsfabriken
00:19:04: arbeiten zu müssen.
00:19:05: Tolles Projekt, wo gut begleitet wird, bundesweit auch, dass
00:19:08: wir
00:19:09: vor Ort mit den Leuten Kontakt sind und Spenden sammeln für Bangladesch.
00:19:12: Die Dürzelsahne-Aussendung ist aber nicht nur ein Gottesdienst.
00:19:16: Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es Workshops, Vom Kinobesuch übers Eislaufen bis hin zum Basteln.
00:19:24: Für Jakob Stadler ist das ein wichtiger Aktionstag.
00:19:27: Einerseits,
00:19:28: was heißt es, Sternsinger
00:19:29: zu sein, was heißt es für
00:19:31: mich, für die Gesellschaft zu engagieren, aber auch, wo geht das Geld hin,
00:19:34: was ich sammel.
00:19:35: und sie können aber auch erleben, welche
00:19:37: Sternsinger sind und so
00:19:38: noch dabei, aus der ganzen Diözese
00:19:39: und können diese Gemeinschaft
00:19:40: ganz hautnah erleben.
00:19:42: Ab jetzt sind also die Sternsinger wieder unterwegs.
00:19:45: Sie bringen den Segen und unterstützen dieses Jahr mit ihrer Sammel.
00:19:50: die Kinder in Bangladesh.
00:19:56: Auch in diesem Jahr haben bei uns in Bayern wieder tausende Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen.
00:20:02: Diesen Schülerinnen und Schülern, denen fällt das Lernen einfach schwer.
00:20:07: Auch weil sie oft keine Eltern haben, die sie dabei unterstützen.
00:20:11: Das Kolping-Bildungswerk versucht seit fünfzig Jahren, diese jungen Menschen aufzufangen.
00:20:17: Es hilft Jugendlichen, die einen Förderbedarf haben, zum Beispiel mit Einrichtungen wie dem Ausbildungshotel St.
00:20:24: Theresia in München.
00:20:25: Dort bekommen Jugendliche, die sich auf dem normalen Arbeitsmarkt schwer tun, eine zweite Chance.
00:20:32: Das sind ja benachteiligte Jugendliche, die auf dem ersten Arbeitsausbildungsmarkt sozusagen keine Chance hatten, die sozialpädagogische Betreuung und Begleitung brauchen.
00:20:43: Und die Jugendlichen werden im Bereich der Gastronomie, sprich im Bereich Küche und Bereich Service
00:20:48: ausgebildet.
00:20:50: Und
00:20:50: die Jugendlichen schließen dann aber wie jeder Jugendliche
00:20:53: auf dem
00:20:53: ersten Ausbildungsmarkt mit dem IHK Abschluss ab.
00:20:56: Wir haben eine Erfolgsquote von rund neunzig
00:20:59: Prozent.
00:21:00: So eine Quote
00:21:01: kann sich sehen lassen,
00:21:03: findet Katrin Raps.
00:21:05: Sie ist Vorständin beim Kolping-Bildungswerk und weiß, dass sie diesen Erfolg in erster Linie den Ausbilderinnen und Ausbildern zu verdanken hat.
00:21:14: Kein Azubi darf verloren gehen, heißt das Ziel, auf das alle gemeinsam hinarbeiten.
00:21:21: Diesen Ansatz, der ist auch für uns wichtig, dass den von den Mitarbeitern gelebt
00:21:26: wird.
00:21:26: Ich bin jetzt mittlerweile an siebzehn Jahre bei Kolping und ich habe es immer wieder
00:21:30: erlebt, dass da viel Freude
00:21:32: und Begeisterung auch von den Mitarbeitenden einfach zu spüren ist und die auch sagen, meine Arbeit macht
00:21:37: Sinn.
00:21:38: Auch wenn das dranbleiben
00:21:39: an den Jugendlichen
00:21:40: oft schwierig ist,
00:21:42: in den meisten
00:21:43: Fällen
00:21:43: lohnt es sich.
00:21:45: sagt Raps.
00:22:00: Viele Millionen
00:22:01: Euro
00:22:01: braucht es jedes Jahr,
00:22:02: damit junge Leute
00:22:03: auch unter schwierigen Bedingungen ihren Weg ins Arbeitsleben
00:22:07: finden können.
00:22:08: Fünfzig Jahre lang haben Kirche und
00:22:10: Staat deshalb auch
00:22:12: großzügig in die Bildungsarbeit von Kolping investiert.
00:22:16: Mittlerweile ist aber auch das Bildungswerk von Kürzungen
00:22:19: betroffen.
00:22:20: Weiteres Wachstum sei deshalb erst mal
00:22:23: kein Thema, meint Kathrin Raps.
00:22:26: die Einrichtungen, die Maßnahmen,
00:22:28: dass wir die behalten
00:22:29: können.
00:22:29: Ich
00:22:29: glaube, das muss erst mal unser Schwerpunkt auch
00:22:32: für die nächsten Jahre sein, um dann zu
00:22:34: schauen, wo können wir sozusagen unsere Kompetenzen
00:22:37: auch nochmal weiter ausbauen, sei es im Bereich Jugendwohnen
00:22:41: oder dass es eventuell
00:22:42: auch nochmal andere Regionen gibt, sozusagen in Oberbayern, in Münchner Umland, wo man sagen kann, da könnte aber Kolping auch nochmal mit seinen Kompetenzen
00:22:50: ansetzen.
00:22:51: Trotz allem wird das Kolping-Bildungswerk auch in den kommenden Jahren
00:22:55: ein
00:22:55: richtiger Player in der Bildungsarbeit in
00:22:57: München und Oberbayern
00:22:59: sein.
00:23:00: Davon ist Katrin Raps
00:23:01: felsenfest überzeugt.
00:23:04: Paul Hasel für das MKR.
00:23:09: Liebe Hörerinnen und Hörer
00:23:29: von MKR, mein Name ist Reinhard Marx.
00:23:32: Ich bin Erzbischer von München und Freising.
00:23:34: Gerade heute brauchen wir Hoffnung und Zuversicht.
00:23:37: Wir gehen in das neue Jahr hinein und wir beten darum, wir kämpfen darum, wir engagieren uns, dass es ein friedliches Jahr wird.
00:23:44: Und dafür sollten wir uns alle miteinander einsetzen im Kleinen und im Großen.
00:23:48: Ich wünsche allen Hörerinnen und Hörern des MKR ein gnadenreiches, friedvolles, gesegnetes neues Jahr.
00:23:54: Ihr Reinhard Marx.
00:24:13: Ein gutes neues Jahr wünsche ich Ihnen.
00:24:15: Heute ist der erste Tag des Jahres.
00:24:18: Neu Jahr.
00:24:19: Ich hoffe, Sie sind gut reingekommen.
00:24:22: Während wir uns gerade vom Feiern erholen, geht es für andere heute noch mal richtig los.
00:24:29: Viele griechisch-orthodoxe Christen feiern nämlich heute erst Bescherung.
00:24:33: Sie bekommen also jetzt erst ihre Weihnachtsgeschenke.
00:24:37: Maria Erdl hat für uns nachgefragt bei Archimandrit Georgius Siamos.
00:24:56: Weihnachten, also die Geburt Jesu, wurde am fünfundzwanzigsten Dezember natürlich auch gefeiert.
00:25:02: Eine intensive Zeit.
00:25:03: Es sind zwei Strafewochen, dieser Fokus auf die Familie und das gemeinsame Feiern und die Ruhe und Platz zu schaffen für die Familie ist für uns tatsächlich vom fünfundzwanzigsten bis zum sechsten.
00:25:14: Wenn heute erneuer der heilige Basilius gefeiert wird, gehört ein Gottesdienst auf jeden Fall dazu, erzählt Georgios Siamos.
00:25:21: Natürlich geht man in der Früh zum Gottesdienst.
00:25:24: Früh heißt in dem Fall tatsächlich in Griechenland meistens um sieben Uhr.
00:25:28: Und dann dauert er nochmal drei Stunden und dann geht man natürlich gemeinsam Kaffee, Trink und Essen bzw.
00:25:32: nach Hause und damit alles vorbereitet wird für das Festessen.
00:25:35: Tatsächlich ist Basilios auch ein sehr beliebter Name in Griechenland, das heißt viele feiern auch Namestag.
00:25:40: Noch dazu ist es natürlich ein neuer Jahr und dann gibt es natürlich Geschenke für alle.
00:25:44: Und neben den Geschenken stehen auch schöne Bräuche fürs neue Jahr an.
00:25:49: Wie der Basiliuskuchen.
00:25:50: Ein neues Kuchen, der angeschnitten wird und jeder bekommt ein Stück.
00:25:54: Es wird eine Münze mitverbacken in diesem Kuchen.
00:25:57: Und wer das Stück die Münze findet, der hat das Glück für das Jahr gepachtet.
00:26:02: Also warum nicht die Weihnachtsstimmung noch ein wenig behalten, wenn andere gerade erst richtig reinkommen ins Feiern?
00:26:08: Ja, während wir gerade ein neues Jahr starten, geht ein anderes zu Ende.
00:26:20: Nämlich das heilige Jahr in der katholischen Kirche.
00:26:24: Was so ein heiliges Jahr eigentlich ist und wieso die Bilanz ausgefallen ist, das wollte meine Kollegin Linda Burghardt wissen.
00:26:33: Viele Pilger fahrten nach Rom, aber auch viele große und kleine Aktionen in dem Pfarrei.
00:26:38: Das heilige Jahr geht zu Ende und Pfarrer Josef Raufer blickt noch einmal zurück.
00:26:42: Ein heiliges Jahr findet alle fünfundzwanzig Jahre
00:26:45: statt
00:26:45: und es dient
00:26:46: vor allem der Erneuerung des Glaubens.
00:26:49: Meistens gibt es irgendein besonderes Motto, das
00:26:52: war heuer.
00:26:52: Pilger der Hoffnung und vor allem zielt es auch auf
00:26:56: die Umkehr ab.
00:26:58: Darum ist ein Schwerpunkt immer
00:26:59: tatsächlich auch das Sackermenz
00:27:01: der Versöhnung, die
00:27:02: Beichte.
00:27:02: Raufer
00:27:03: hat im Erz bis zum alles rund um das Jahr koordiniert.
00:27:06: Schon zu Beginn hatte Kardinal Ranhard Marx sieben Kirchen zu Jubiläumskirchen gemacht und die Seelsager da ziehen positive Bilanz.
00:27:14: Es kamen
00:27:15: viele
00:27:15: Leute
00:27:16: und haben nach der Beichte gefragt.
00:27:19: Viele Einzelpilger sind auch
00:27:21: gekommen zu den Kirchen,
00:27:23: um einfach ihren Glauben zu erneuern.
00:27:25: Und diese Jubiläumskirchen
00:27:26: haben auch
00:27:27: einige Initiativen gestartet zum Thema dieses heiligen Jahres,
00:27:31: Pilger der Hoffnung.
00:27:32: Schon in der Bibel ist von Jubeljahn die Rede.
00:27:35: Aber gerade jetzt beim Bilanzziehen, sagt Partha Georg Löffler, Jubiläen wie das Heilige Jahr machen auch heute Sinn.
00:27:42: Ob jetzt im Kleinrahmen einer Pfarrgemeinde oder eines Pfarrverbundes oder eben auf der Weltebene der Kirche, das zumindest immer wieder da versucht wird, Menschen.
00:27:55: zusammenzuführen, dass sie merken und ich bin mit meinem Glauben und auf meinem Glaubensweg nicht alleine.
00:28:00: Wir sind als Gemeinschaft unterwegs und Gemeinschaft macht bekanntlich stark.
00:28:04: Und wie groß diese Gemeinschaft ist, zeigt auch diese Zahl.
00:28:08: Zum heiligen Jahr waren geschätzte thirty-two Millionen Pilger in Rom.
00:28:16: Winterzeit ist Lesezeit.
00:28:18: Vielleicht haben Sie ja auch rund um Weihnachten das ein oder andere neue Buch geschenkt bekommen.
00:28:23: Und Lesen lohnt sich richtig.
00:28:25: Das sagt meine Kollegin Susanne Stäufmehl, die macht hier bei uns beim Michaelsbund Buchberatungen und weiß ganz genau, welche Bücher gerade richtig Spaß machen.
00:28:36: unermesslich groß und es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas.
00:28:41: Und das Wichtigste ist ja, dass man erstmal den Wunsch hat, wieder ein Buch in die Hand zu nehmen und neuste Studien sagen, ja, dass Leute die lesen und sei es nur
00:28:51: fünf
00:28:51: bis zehn Seiten am Tag auch tatsächlich länger leben.
00:28:55: Das ist doch mal ein super Anreiz.
00:28:57: Sie sehen das jetzt nicht, aber Susanne Stäufmehl, die ist wie ganz oft übrigens mal wieder mit einem Buchstapel unterwegs.
00:29:05: Susanne, was wäre denn ein guter Einstieg, wenn ich jetzt sage, ich will wieder mehr lesen?
00:29:10: Ich würde vielleicht nicht unbedingt mit einem Buch von der Nobelpreis oder deutschen Buchpreisliste anfangen, wenn ich gerade wieder anfange.
00:29:20: oder wenn ich mir jetzt mal Zeit nehme zum Lesen, vielleicht wäre ein spannender Krimi gut, einer, der genau jetzt an den Feiertagen spielt, wie zum Beispiel das Buch Raunechte von Ellen Sandberg, eine ganz spannende Familiengeschichte, fast schon ein Krimi, der in dieser magischen Zeit zwischen Weihnachten und Breikönig spielt.
00:29:42: Aber das ist jetzt ja nicht alles, was du dabei hast und nicht jeder mag jetzt Krimis.
00:29:48: Ja, wenn man vielleicht so das aktuelle politische Geschehen in seine Lektüre einbringen will.
00:29:56: Dann kann ich Jonathan Co empfehlen, einer der bekanntesten britischen Autoren.
00:30:02: Und der hat mit seinem neuen Buch Beweis meiner Unschuld was ganz Tolles gemacht.
00:30:07: Er schreibt quasi drei bis vier Romane in einem Buch.
00:30:11: Klingt jetzt wahnsinnig kompliziert, aber das erschließt sich beim Lesen so schlüssig.
00:30:16: Es geht um einen Journalisten, der sich bei der Tagung einer rechtskonservativen Partei einschleicht und dabei zu Tode kommt.
00:30:27: Aber wie er das macht und wie er dieses Tori erzählt und wie die Lösung ist, das ist wirklich absolut vom Vereinsten.
00:30:35: Und dann hast du ja auch noch Teddy im Gepäck, also jetzt kein Kuscheltier, sondern ein Buch.
00:30:40: Das ist der Roman von Emily Dunley, eine amerikanische Autorin, die ihre Geschichte in das Ende der nineteenhundertsechziger Jahre schreibt und das ist eben ganz wichtig für die Entwicklung dieser weiblichen Hauptfigur, weil das ist so eine Zeit,
00:30:58: wo
00:30:58: eine Frau eigentlich nur was wert war in der Gesellschaft, wenn sie auch verheiratet war und das trifft jetzt hier auf Teddy zu.
00:31:05: Sie zieht mit ihrem Ehemann einem kleinen Diplomaten nach Rom und will da deutsche Vita genießen.
00:31:12: Sie wird da sehr, sehr schnell in sehr verwickelte Geschichten hineingezogen und sie hat selbst auch einige Geheimnisse und das Buch entwickelt sich zum Ende hin wirklich rasant und rasend gut geschrieben.
00:31:27: Und last but not least hast du uns eine deiner Lieblingsautorinnen mitgebracht.
00:31:32: Erzähl doch mal.
00:31:33: Wehrkaiser, junge österreichische Autorin, hat Fabula Rasa geschrieben oder die Königin des Grand Hotels und sie erzählt basierend auf einer wahren Geschichte die Story von Angelica Moser, die arbeitet sich aus kleinsten Verhältnissen
00:31:50: hoch
00:31:51: als Hotelmanagerin und weil sie nicht so viel verdient, wie sie glaubt, dass ihr zu steht, hat sie so erfunden, wie man die Bücher fällchen kann und dazu einiges für sich selbst auf die Seite geschafft.
00:32:06: Es sollten zuerst so kleine Beträge sein, es geht dann aber in die Millionen.
00:32:10: Was an diesem Buch toll ist, das wäre ja Kaiser, obwohl sie eigentlich viel zu jung ist, diesen Vibe, diese Stimmung der Nineteinundachtziger Jahre wunderbar eingefangen hat.
00:32:22: Und das ist, glaube ich, gerade für alle Leute so ab fünfzig super toll zu lesen.
00:32:27: Danke Susanne, für all deine Tipps.
00:32:29: Da sollte doch jetzt wirklich für jeden etwas dabei sein.
00:32:32: Vielleicht ja auch nochmal gut zum Büchergutschein einlösen oder Sie schauen einfach bei uns in der Buchhandlung Michaelsbund vorbei.
00:32:40: Da gibt es die beste Beratung und auch noch mehr Empfehlungen von den Kollegen.
00:32:44: Und wenn Sie nicht in der Münchner Innenstadt vorbeikommen können, wir haben auch einen Online-Shop.
00:32:49: Einfach reinklicken unter michelsbund.de.
00:32:52: Auch da gibt es richtig gute Infos zu den Büchern und wir schicken Sie dann liebevoll verpackt direkt zu Ihnen nach Hause.
00:32:58: Nur lesen müssen Sie bzw.
00:33:00: dürfen Sie noch selbst.
00:33:05: Neues Jahr, neues Ich.
00:33:08: Viele Menschen nehmen sich zum Jahreswechsel vor, einfach vieles besser zu machen, sich zu optimieren.
00:33:14: Wie man die beste Version von sich selbst herausholt, das machen Influencer in den sozialen Medien vor.
00:33:21: Schon um fünf Uhr morgens Eisbad fürs Gesicht, noch vor dem ersten Kaffee ins Fitnessstudio und auf den Teller kommt natürlich nur selbst gekochtes Essen.
00:33:31: Einerseits ist es ja gut, auf sich zu achten.
00:33:35: Aber immer das Optimum von sich selbst zu erwarten, das kann auch ganz schön Druck machen, sagt Psychologin Angelik Goldrian von der Ehe Familien- und Lebensberatung im Erzbistum München und Freising.
00:33:50: dass dieser Drang
00:33:52: zur Optimierung oft
00:33:54: einem ganz tiefen
00:33:55: Gefühl von
00:33:57: Mangel
00:33:57: vorausgeht, dass wir uns vielleicht nicht
00:34:00: gut genug fühlen,
00:34:01: dass wir
00:34:02: ein Selbstwertthema
00:34:03: haben.
00:34:04: Und da ist es
00:34:05: halt im Grunde viel sinnvoller mal hinzugucken und zu schauen, was ist mir denn wirklich
00:34:09: wichtig.
00:34:10: Die Psychologin
00:34:11: sagt, lieber Selbstliebe statt Selbstoptimierung.
00:34:15: Und wer sich verbessern möchte, der sollte das unbedingt für sich selbst machen und eben nicht für andere.
00:34:21: Wenn
00:34:21: die Motivation nicht mehr aus so einem liebevollen
00:34:24: Interesse zu sich selbst passiert, sondern mehr aus so einer Selbstkritik oder aus so
00:34:29: einer Entwertung raus passiert
00:34:31: oder aus Scham.
00:34:32: passiert, weil ich vielleicht nicht irgendwelchen
00:34:35: optischen Kriterien entspreche,
00:34:37: dann kann so ein Selbstverbesserungsprogramm
00:34:40: durchaus auch echt
00:34:42: toxisch werden.
00:34:43: Wer mehr zum Thema Selbstliebe erfahren möchte, ein ausführliches Gespräch mit der Psychologin Angelie Goldrian, hören Sie in unserem Podcast total sozial, hier bei uns im MKR ab neunzehn Uhr heute gleich nach dem Gottesdienst.
00:34:57: Den Podcast können Sie auch nachhören und zwar auf innehalten.de oder überall da, wo sie ihren Podcast hören.
00:35:09: Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben viele schon das Gefühl, die Weihnachtszeit ist vorbei.
00:35:15: Viele bereiten sich dann gleich auf Silvester vor und spätestens dann ist sie doch wirklich vorbei.
00:35:20: Dann ist Weihnachten Geschichte.
00:35:23: Oder vielleicht doch nicht?
00:35:24: Wir klären das jetzt in unserer Rubrik Stichwort Kirche.
00:35:32: Heute, wie lange dauert die Weihnachtszeit?
00:35:34: Erklärt von Pfarrer Stefan Hupperts.
00:35:37: Die Weihnachtszeit endet auf gar keinen Fall, schon am siebenzwanzigsten Dezember, auch bei den einige Denken,
00:35:42: jetzt ist cool, Weihnachtssprung
00:35:44: weg, Krippe raus, Baum raus.
00:35:46: Die Weihnachtszeit endet aber
00:35:47: auch nicht,
00:35:48: wie früher, am zweiten Februar, am Fest Aria Lichtmess, oder wie es eigentlich richtig heißt, Darstellung des Herrn.
00:35:54: Das war bis vor fast fünfzig Jahren
00:35:56: der Fall.
00:35:57: Jetzt ist es ganz einfach, die Weihnachtszeit endet am Sonntag
00:36:02: nach dem Fest der Erscheinung des Herrn, auch bekannt als Heilige Drei
00:36:06: Könige.
00:36:07: Das ist ein Fixdatum
00:36:09: jedes
00:36:09: Jahr, der sechste Januar und der Sonntag drauf, das Fest der Taufe des Herrn damit
00:36:15: endet.
00:36:15: Der weihnachtliche Festkreis, dann geht es wieder bis zum Aschermittwoch in den Jahreskreis.
00:36:20: Den Weihnachtsbaum kann man natürlich
00:36:22: so lange stehen lassen, wie es einem Gefällt, solange er noch ein paar Nadeln hat und mehr dekoriert als verschandelt,
00:36:29: gerne auch bis zum
00:36:30: zweiten Februar
00:36:31: spricht nichts dagegen.
00:36:35: In diesen Tagen sind sie wieder unterwegs, von Haus zu Haus, die Sternsinger.
00:36:57: Oft sind es Kinder verkleidet als Könige, die den Häusern den Segen bringen.
00:37:02: Etwas ganz Besonderes ist es, wenn man sein Bistum im Kanzleramt vertreten darf.
00:37:07: Maria Erdl hat die Gruppe getroffen, die dieses Jahr fürs Erzbistum München und Freising nach Berlin fährt.
00:37:13: Florian, Luisa, Charlotte und Moritz aus der Pfarreien Großhöhenrhein hat dieses Jahr das Losglück getroffen.
00:37:20: Am fünften Januar starten sie nach Berlin.
00:37:22: Mit Krone, Weihrauchfass und Stern im Gepäck versteht sich.
00:37:26: Ich habe mich sehr gefreut.
00:37:27: Ich habe mich eher gefühlt, weil wir sind mehrere.
00:37:30: Ich darf da quasi miet.
00:37:32: Das ist eine einmalige Chance.
00:37:33: Es wäre es nicht nunmehr erleben, dass noch Berlin darf.
00:37:36: zum Bundeskanzler.
00:37:37: Man lernt Neilight-Kinder und natürlich auch das mal heute.
00:37:41: Dann die Chance hat den Kanzler an.
00:37:43: Die Hand zum Schütteln ist einfach wirklich ehrig.
00:37:45: Ich glaube, wir schauen uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten vom Berliner.
00:37:49: Ich war noch nicht in Berlin.
00:37:50: Deswegen wird auch gleich zweimal übernachtet und der Besuch im Kanzleramt für die Sternsinger so richtig zelebriert.
00:37:56: Die Unterstützung für die Sternsinger aus ihrer Pfarrei ist super, sagt Ulrich Dressel, der für die Ministranten zuständig ist.
00:38:03: Um finanzielle Punkte brauchten wir uns keine Sorgen machen.
00:38:06: Wurde alles sofort freigegeben.
00:38:09: Auch die Unterstützung im Dorf.
00:38:11: Es wurden neue Gewänder für die Heiligen Drei Könige angeschafft.
00:38:15: Es wurden Sternen gebaut und die gesamte Dorfgemeinschaft steht hinter dieser Aktion.
00:38:20: Heute wird noch mal alles geprobt, schauen, dass alles gepackt ist, aber Luisa ist zuversichtlich.
00:38:40: Dieses Jahr bringen also die Sternsinger aus Großhöhenrhein den Segen aus unserem Erzpistum nach Berlin.
00:38:46: Wer nächstes Jahr dabei sein will, die Bewerbung startet immer schon im Herbst.
00:38:50: Maria Erdl fürs MKR.