00:00:01: Heute mit Ivo Makota.
00:00:03: Ja, die erste normale Arbeitswoche in diesem Jahr, ganz ohne Feiertag.
00:00:07: Und für viele gibt's da nicht mal abends zur Entspannung ein Feierabendbier, denn wir haben Dry January.
00:00:13: Also trockenen Januar.
00:00:15: Da verzichtet man bewusst einen Monat lang auf Alkohol.
00:00:18: Zumindest machen das viele.
00:00:19: Und das macht auch Sinn, so Elke Schurmann Suchtherapeutin bei der Caritas München.
00:00:23: Aus suchtherapeutischer Sicht ist jeder Verzicht gut.
00:00:27: Und das kann auch ein temporärer Verzicht sein.
00:00:29: Ich glaube, entscheidend ist aber ein bewussterer Umgang mit Alkohol.
00:00:33: Und das bedeutet, sich einfach klar zu machen, dass man diese Substanz wirklich in Maßen zu sich nehmen sollte.
00:00:39: Und es ist ein Gift für den Körper, ein Zählgift.
00:00:41: Und das muss man sich einfach bewusst sein.
00:00:43: Denn
00:00:43: auch schon kleinste Mengen sind schlecht für den Körper.
00:00:46: Trotzdem trinkt fast jeder Deutsche im Schnitt zehn bis elf Liter reinen Alkohol im Jahr.
00:00:52: Für viele gehört ja zur abendlichen Entspannung oder beim Feiern einfach dazu.
00:00:56: Man fühlt sich gelockert, gelöst, weil aufgrund des Alkohols verstärkt Dopamin ausgeschüttet wird im Körper und das gibt einem so das Gefühl von Wohlfühlen, Entspannung, Leichtigkeit.
00:01:09: Mit der Konsummenge kippt allerdings dieser Effekt und kann dann letztendlich auch zur Enthemmung, Aggression, aber auch depressiven Befinden führen.
00:01:20: Wichtig, nicht jeder, der Alkohol trinkt, hat ein Alkoholproblem.
00:01:23: Ob eine Abhängigkeit vorliegt, stellt immer ein Arzt fest.
00:01:27: Aber ist das der Fall, sollten sich Betroffene keinesfalls schämen?
00:01:31: Elke Schurmann betont?
00:01:32: dass man sich bewusst machen sollte, dass es sich eben nicht um eine charakterliche Schwäche handelt, sondern um eine Problematik, die auf verschiedenen Ebenen spielt und die auch in ihrer extremen Form dann als Krankheit zu werden ist.
00:01:48: Und man da ein Recht hat, sich Hilfe zu holen, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, und es auch genügend Hilfsmöglichkeiten gibt, eben auch von Seiten der Karitas.
00:01:56: Ja, und ganz allgemein red die Expertin jeden, der regelmäßig Alkohol trinkt.
00:02:00: Einfach mal das eigene Trinkverhalten unter die Lupe nehmen und sich bewusst machen.
00:02:04: Warum und in welchen Situationen trink ich und wie geht's mir eigentlich ohne Alkohol?
00:02:09: Aktionen wie der Dry January sind dafür eine sehr gute Möglichkeit.
00:02:16: Singen.
00:02:17: Ja, das gehört zum Gottesdienst natürlich dazu.
00:02:20: Zu Gruppenstunden bei der Jugend, zu Exerzitien und und und.
00:02:24: Der Dominikaner-Pater Robert Mehlhardt hat eine Online-Videoree gestartet, so unter dem Namen Let's Sing With The Pope.
00:02:30: Also singen mit dem Papst.
00:02:32: Und drauf gekommen ist Pater Robert so.
00:02:35: Es war eigentlich ein sehr schönes Erlebnis und eine glummelne Überraschung als der frisch gewählte Papst, Leo XIV, auf die Lodger Draht, also auf dem Balkon von Petersplatz.
00:02:49: Und dann hat der heilige Vater begonnen zu singen.
00:02:54: Regina Ciolli, weil es war Osternzeit.
00:02:57: Und alle waren ganz begeistert und hätten gemixt singen.
00:03:00: Und die paar wenigen, die halt in einer Zöli kannten, die haben ordentlich mitgeschmettert.
00:03:06: Und der Rest, wir hätten das auch gerne gewollt.
00:03:09: Den kann geholfen werden, sagte sich Pater Robert und dachte sich ein Online-Tutorial aus.
00:03:15: Musik ist quasi das tägliche Boot des Parters.
00:03:17: Er ist Direktor des päpstlichen Instituts für Kirchenmusik.
00:03:20: Das Tutorial schickt er erfreunden und stellt es dann ins Netz.
00:03:24: Also wir haben wirklich ... unglaublich gute Rückmeldungen da kriegt.
00:03:29: Und dann habe ich mir gedacht, okay, das machen wir.
00:03:30: Sie macht das einfach weiter.
00:03:32: Immer wenn er was singt, macht so ein Tutorial dazu.
00:03:35: Und das ist wirklich wie Papst-Karaoke.
00:03:38: Also erst singt man heute Milch und ich erkläre so ein bisschen das und singt vor und dann könntest du die Leute nachsingen.
00:03:45: Und am Schluss singt man es dann wirklich mit dem Papst.
00:03:50: Auf YouTube sind die gut zehn Videos inzwischen ebenfalls erfolgreich und das hört sich dann so an.
00:04:24: Vom Einzug bis zum Entlass stellt Pater Robert lateinische Messgesänge ins Netz.
00:04:29: Im Letzten ging es zum Beispiel um das Glaubensbekenntnis, das Credo.
00:04:32: Der Erfolg dieses Tutorials lässt sich leicht erklären, sagt Pater Robert.
00:04:50: Dabei ist die Produktion der Videos wenig aufwendig.
00:04:53: Ein Student, der die Kamera bedient, einer, der die Texte hält und Patte Robert selbst.
00:04:57: Ein Ende ist dabei nicht in Sicht, sagt der Ordensmann und Kirchenmusiker.
00:05:22: Wie zündend die Idee von Pater Robert war, zeigen die Kommentare im Netz.
00:05:27: Sogar im Schulunterricht haben die Tutorials inzwischen ihren Platz.
00:05:30: Willi Witte für das MKR.
00:05:35: Die Weihnachtszeit geht zu Ende.
00:05:37: Der Weihnachtsbaum ist entsorgt und die Wohnzimmerkrippen mit dem Christkind wandern auch wieder in ihre Kartons.
00:05:43: Auch in Siegstorff im Chiemgau packt Rosibauer jetzt über dreihundert Darstellungen des Jesuskindes vorsichtig ein, denn das Christkindlmuseum muss schließen, weil die Gemeinde das Gebäude abreißt.
00:05:54: Die vielen, meist historischen Christkindl suchen also eine neue Heimat.
00:05:59: Meine Kinder praktisch hergeben es müssen.
00:06:02: ist für mich ein furchtbarer Zustand.
00:06:05: Auf der anderen Seite bin ich dreieitachtig.
00:06:08: Ich kann nicht ewig leben, die nächsten paar Jahre suche ich einfach einen guten Platz, wo diese Jesuskind Tradition weitergeführt wird.
00:06:18: Als Leihgabe sollen die zum Teil sehr wertvollen Stücke, Jesuskind, Darstellungen und Krippen an eine Gemeinde oder Institution übergeben werden, sagt Museumsleiterin Rosi Bauer.
00:06:29: Achtzig Quadratmeter Platz bräuchte sie mindestens, um die Exponate vernünftig ausstellen zu können.
00:06:34: Denn ihr Herzenswunsch ist es, dass die Sammlung ganzjährig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
00:06:39: Und noch eine Bedingung hat sie.
00:06:40: Jeder möchte ein paar Stück.
00:06:42: Ich habe fünfzehn Jahre gesammelt und es ist mein Lebenswerk und das muss beieinander bleiben.
00:06:49: Vor allem diese Wahlfahrten, die Abbildungen von den Christkindl-Wahlfahrten, das muss man insgesamt anschauen können, damit das Gedächtnis dafür auch bewahrt bleibt.
00:07:00: Denn früher stand oder lag in vielen Kirchen das ganze Jahr eine Christus-Kind-Figur, zu der die Menschen pilgerten, wie zum berühmten Augustiner Kindl in der Münchner Bürgersaal-Kirche.
00:07:09: Eine fast identische Replik liegt bei Rosibauer in der Vitrine.
00:07:13: Das
00:07:13: Köpfel ist aus Wachs und hat Gloss an und ist mit einem wunderschönen Gloster arbeiten verziert.
00:07:21: und der Rumpf ist praktisch gewickelt und zwar ist es eingefatscht.
00:07:26: Das kommt von italienischen Faskeau und Horst Wickeln.
00:07:30: Und drüber ist natürlich eine besondere Fagemacht geworden, mit Klosterarbeiten verziert oder einfach nur mit Spitzen und Boarden, je nachdem.
00:07:40: Aber Maikindl ist heute ganz besonders schön.
00:07:43: Hinter Glas stehen die kleinen und großen, prächtig brokart und seidengekleideten Figuren aus fünf europäischen Ländern.
00:07:50: Seit fünfzig Jahren sammelt Rosie Bauer neben Krippen die Jesuskindlein.
00:07:54: Eigentlich
00:07:54: nur weil ich die alten Techniken lernen wollte.
00:07:57: Mit die Klosterarbeiten perfektioniert in Drahtgold und Silvertraut arbeiten, dann habe ich natürliche Satzteile gebracht.
00:08:05: Ich habe das Wachskissen und Formenbau gelernt.
00:08:09: Ich habe alles gelernt, was in dem Beereich dazu kommt, das Wissen über all die Stoffe, all die Materialien überhaupt.
00:08:16: Das Sammel liegt ihrer Familie im Blut, sagt Rosi Bauer.
00:08:19: Umso schwerer ist es für sie, die Christkindl herzugeben.
00:08:22: Angebote kommen schon verschiedene, aus Altöttingen oder dem österreichischen Filzmoos.
00:08:27: Rosi Bauer schaut sich das genau an, denn eines muss passen.
00:08:30: Ich habe sogar Empfehlungen gehabt aus Slowenien.
00:08:34: Die waren da, die hätten alles mitgenommen.
00:08:37: Da hätte es einen Superplatz, aber ich konnte doch meine Kinder, die mir ans Herz gewachsen sind, nicht einfach ganz hergeben.
00:08:45: Ich muss auch noch anschauen können, die nächsten Jahre.
00:08:48: Ein, zwei lagern die Christkindl in Kisten bei ihr zu Hause.
00:08:51: Aber Rosi Bauer hofft auf einen guten Ausstellungsplatz, an dem sich jeden Tag Besucher über die Christkindl freuen.
00:08:57: Willi Witte für das MKR.
00:09:02: Sie hören das MKR am thirzehnten Januar.
00:09:05: Ja, schon fast wieder Mitte Januar.
00:09:07: Das heißt, viele machen sich schon sicherlich die ersten Pläne für im Jahr.
00:09:13: Ein Urlaub vielleicht oder vielleicht sogar ein neues Ehrenamt.
00:09:16: Da gibt's nämlich auch was in der Kirche.
00:09:18: Was, das weiß mein Kollege Willi Witte.
00:09:20: Servus lieber Willi.
00:09:21: Hallo Ivo.
00:09:22: Willi,
00:09:22: wie schaut's aus?
00:09:23: Ja,
00:09:23: in diesem Jahr, nämlich am ersten März, da werden in Bayern die neuen Fahrgemeinderäte gewählt.
00:09:28: Die Anmelde frisst, für die Kandidaten war ja am vergangenen Sonntag.
00:09:32: Und diese Fahrgemeinderäte, die unterstützen den Fahrer, die planen Feste, die können auch ihre Ideen einbringen, wie Kirche aussehen sollen.
00:09:38: Wählen können übrigens alle Katholiken ab vierzehn Jahre.
00:09:41: So jung schon, okay.
00:09:43: Die Leute, die quasi die Firmung erfahren haben, die die Firmung bekommen haben, sind der vollwertige Gemeindemittlider und deswegen können die schon ab vierzehn auch bei der Fahrgemeinderatswahl mitmachen.
00:09:52: Und je nach Fahreike, das eben online oder per Brieffall.
00:09:55: Okay, aber in Bayern gibt's ja mindestens noch ein weiteres kirchliches Highlight.
00:09:59: Absolut,
00:10:00: denn im Mai ist Katholikentag in Würzburg und da wird schon ewig am Programm gefallt.
00:10:04: Es werden Promis erwartet und bis zu dreißigtausend Besuchern, also eine Riesen-Glaubens-Party.
00:10:10: Und wenn es nach den Eichstädtern geht, dann gibt es auch noch ein zweites Highlight.
00:10:14: Und zwar einen neuen Bischof, die sind ja im Augenblick vakant.
00:10:17: Das heißt, da sitzt niemand auf dem Bischofsstuhl.
00:10:19: Eichstädte ist nämlich eben gerade ohne Bischof und vielleicht könnt sie sich da schon rund um Ostern.
00:10:23: Das ist ein sehr beliebter Termin für Bischofswahlen oder Bischofsbestellungen, Installationen oder auch später im Jahr, was dann ändern.
00:10:30: Na, da sind wir mal gespannt.
00:10:31: Wenn es dann so weit ist, erfahren Sie das natürlich auch direkt hier bei uns im MKR.
00:10:35: Dir Willi, vielen Dank für die Infos.
00:10:37: Ja, gerne.
00:10:41: Mit sechsundsechzig Jahren ist noch lange nicht Schluss.
00:10:45: Ja, so heißt es in einem Schlager von Udo Jürgens.
00:10:47: Und tatsächlich ist da was dran.
00:10:50: Denn die Zahl der Senioren, die sich ehrenamtlich engagieren, ist in den letzten Jahren gestiegen.
00:10:55: Viele ältere Menschen fühlen sich einfach noch fit und wollen mit ihrer Zeit etwas Sinnvolles anfangen.
00:11:00: Auch Claudia Kandler hat nach dem frühen Tod ihres Mannes bei den Maltesern den Sprung ins Ehrenamt gewagt.
00:11:07: Mittlerweile ist die Münchnerin achtzig Jahre alt und immer noch bei den Maltesern aktiv.
00:11:12: Ich weiß mir erstens einmal sehr, sehr viel Freude macht und ich in dem Sinn ganz alleine lebe und ich brauche eine Aufgabe.
00:11:19: und noch schöner ist, ich werde gebraucht.
00:11:22: Claudia Kandler steckt voller Energie.
00:11:25: Jeden Montag wartet
00:11:26: sie am Empfang im Münchner Klinikum Großhadern auf Patienten,
00:11:30: um sie zur Untersuchung zu begleiten.
00:11:33: Die Patienten sind sehr dankbar.
00:11:37: Es tut ihnen auch manchmal gut, wenn sie Angst haben, wenn sie Sorgen haben.
00:11:42: Und sie können mir das von dem Anfangsweg bis zum Ende alles erzählen.
00:11:48: Es ist auch wichtig, dass man denen auch zuhört, gerade wenn sie sehr, sehr schwer krank sind und jetzt müssen steht die Operation an.
00:11:55: Dann sind sie außer Rand und Band und oft haben diese Leute aber auch niemanden zu Hause, dem sie das alles erzählen können.
00:12:02: Ich finde, das ist auch wichtig.
00:12:04: Neben dem Malteser-Patienten-Begleitdienst
00:12:06: engagiert sich Claudia Kantler hin und wieder auch beim Malteser-Projekt Alpenleben Menschen.
00:12:12: Das bietet Wanderungen im Alpenraum für Geflüchtete und Menschen mit Behinderung an.
00:12:17: Und auch Wenglau, der Kandler mit ihren Achtzig Jahren,
00:12:20: nicht mehr die schnellste beim Bergwandern
00:12:22: ist.
00:12:23: Dass sie zusammen sein mit Menschen aus anderen Kulturkreisen,
00:12:26: hat es der Turbegleiterin
00:12:28: angetan.
00:12:29: Diese verschiedenen Kulturen, die vielen Nationalitäten, die sich manchmal auch bekriegen.
00:12:35: Und da ist aber kein Krieg da, sondern da ist wirklich Friede.
00:12:40: Ich habe mal erzählt, wir waren, glaube ich, acht Nationen.
00:12:43: Und da geht es auch miteinander.
00:12:44: Und freundlich und höflich und herzlich.
00:12:47: Das ist das, was mir eigentlich sehr viel Freude macht.
00:12:49: Und damit noch nicht genug.
00:12:51: Wenn Not
00:12:52: am Mann ist, lässt sich Claudia
00:12:53: Kantler auch gerne für den Malteserkulturbegleitdienst anheuern und geht mit anderen Senioren
00:12:59: ins Museum
00:13:00: oder Theater.
00:13:01: Für die Seniorin ist so etwas das beste Rezept gegen Einsamkeit.
00:13:06: Es wäre auch für Eltern gut manchmal, wenn sie rauskommen würden und wenn sie eine Aufgabe hätten.
00:13:13: Man kann nicht nur zu Hause sitzen und sagen, ich bin alleine.
00:13:17: Du wirst gebraucht.
00:13:18: Und das ist doch das Schöne.
00:13:20: Im Februar wird Claudia Kantler Einundachtzig.
00:13:23: Wenn sie aufhören, denkt sie trotzdem nicht.
00:13:26: Ich mach so lange, dass ich gesundheitlich machen kann.
00:13:29: Genau so muss ich sagen.
00:13:30: Paul
00:13:30: Hasel für das MKR.
00:13:33: Die ganze Geschichte von Claudia Kantler gibt's heute Abend hier bei uns im MKR ab neunzehn Uhr in den Maltesermomenten mit meinem Kollegen Paul Hasel.
00:13:41: Die Sendung gibt's natürlich auch auf innehalten.de und überall, wo's Podcasts gibt.
00:13:50: Egal ob Rom, Lurt oder irgendwo im Senegal.
00:13:53: Mit dem Bayerischen Pilgerbüro bekommen sie nicht nur eine grandiose erfüllende Pilgereise, nein, mit dem Bayerischen Pilgerbüro wird ihre Reise zum Erlebnis.
00:14:02: Damit sie in diesem Jahr planen können, veranstaltet das Bayerische Pilgerbüro diesen Samstag, also den siebzehnten Januar, einen Infotag in St.
00:14:10: Bonifat hier bei uns in der Münster Innenstadt.
00:14:13: Was da alles so los sein wird, was sie alles sehen bzw.
00:14:16: erleben können, das weiß Frau Dr.
00:14:18: Ermgard Jehle, die Geschäftsführerin des Bayerischen Bilderbüros.
00:14:22: Also das Programm, wir wollen unseren Katalog vorstellen, wir haben viele, viele neue Reisen, wir wollen Einführungen geben, wir wollen ihnen zeigen, was sind die Besonderheiten unserer Reisen.
00:14:32: Wir stellen Ihnen Reiseleiter vor.
00:14:34: Wir werden im Vier auch anbieten, verschiedene Speisen von den Landfrauen.
00:14:39: Wir werden Infostände haben.
00:14:41: Es geht einfach darum, miteinander zusammen zu sein, eine gute Zeit zu haben und in einem Abschlussgottesdienst sollen wir das dann auch alles noch zusammenfassen.
00:14:49: Also quasi ein großes ... überregionales Pfaufest.
00:14:53: Also diesen Samstag unbedingt ab dreizehn Uhr im Kloster Bonifatz in der Karlstraße, hier bei uns in der Münster City vorbeischauen und sich inspirieren lassen beim Infotag des Bayerischen Pilgerbüros.
00:15:09: Obwohl am Wochenende die Sonne nur ab und zu rauskommen soll, für einen kurzen Spaziergang reicht es doch allemal, wenn man sich mit Mütze und Handschuhen ausrüstet.
00:15:17: Ja und wer noch auf der Suche nach interessanten Veranstaltungen ist, mein Kollege Willi Witte hat sich mal ein bisschen schlau gemacht.
00:15:24: und so einige Veranstaltungstipps für sie herausgesucht.
00:15:32: Einem schönen Start in den Sonntag verspricht die Martinee im Fahnsaal von St.
00:15:36: Stefan.
00:15:37: Da treffen dann bei Klassik meets Jazz zwei Welten aufeinander und harmonieren extrem gut.
00:15:42: Martin Keller spielt am Klavier, Werke von Beethoven, John Coltrane, Duke Ellington und anderen.
00:15:48: Der Pianist ist Mitglied verschiedener Orchester und Bands und den Pianisten Klub München.
00:15:52: Klassik meets Jazz beginnt am Sonntag um elf vor fünfundvierzig im Fahrsal von St.
00:15:56: Stefan in Sändlingen.
00:15:57: Der Eintritt ist frei, Spenden sind hochwillkommen.
00:16:01: Am Samstag veranstaltet das Bayerische Pilger Büro im Kloster St.
00:16:04: Bonifahrt seinen jährlichen Infotag.
00:16:06: Neben der Vorstellung des neuen Prospekts ist viel Programm geboten.
00:16:10: Unter anderem können Sie sich beispielsweise über die aktuellen Trends bei den Pilgereisen informieren und das als erste Hand.
00:16:16: Dr.
00:16:16: Irmgardiele, Geschäftsleiterin des Bayerischen Pilgebürgers.
00:16:19: Also wir haben Spezialisten dabei, die in die einzelnen Länder einführen, die auch diese Länder teilweise als Reiseleiter begleiten.
00:16:27: Wir haben ja an die zweihundert Reiseleitern und ein guter Teil davon wird kommen und diese Reiseleiter werden auch nachmittags da sein und für Begegnungen, für Fragen, für Informationen zur Verfügung stehen.
00:16:38: Am Nachmittag gibt es dann leckere Spezialitäten von den Tulser Landfrauen und sie können sogar eine Pilgereise gewinnen.
00:16:44: Der Infotag endet mit einer mit dem ehemaligen Bamberger Bischof Schick.
00:16:49: In der Pinakothek der Moderne werden Kinder am Wochenende kreativ.
00:16:53: Thema des Kinderworkshops ist diesmal das Thema Museum.
00:16:56: Wie entsteht ein Museum?
00:16:57: Wer plant die Ausstellungen?
00:16:59: Wie kommt die Kunst ins Museum?
00:17:01: Dabei lernen die Kinder die Architektur der Pinakothek der Moderne kennen und bauen ihr eigenes Museumsmodell.
00:17:07: Währenddessen können die Eltern das Museum besuchen.
00:17:10: Der Kinderworkshop ist für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren.
00:17:13: Los geht's am Sonntag um drei Uhr.
00:17:15: Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche frei.
00:17:17: Ich wünsche Ihnen und euch ein schönes Wochenende.
00:17:41: Warum sich die Pfarrgemeinde vor kurz dreihundertfünfzig Jahren für so einen ja auffälligen Kirchenbau entschieden hat?
00:17:47: Darüber gibt es bis heute nur Mutmaßungen, erzählt Fahrer Thomas Schlichting.
00:17:51: Eigentlich, wenn man da in der Kuppel drinsteht, schaut es ein bisschen aus wie ein Mini-Petersdom.
00:17:57: Jetzt Westerndorf ist eben ganz klassisch ein griechisches Kreuz und dann bietet sich natürlich als Umrahmung, als Umfassung ein Rundbau an, der wiederum dann gekrönt wurde von dieser außerordentlichen Kuppel.
00:18:11: Fest steht, diese grunderes Form des griechischen Kreuzes mit vier gleich langen Seiten war im Barock genauso modern wie die perfekte geometrische Form des Kreises.
00:18:21: Damit passt auch das Patronat der Kirche zusammen, Heiligkreuz.
00:18:25: Aber warum hat man mit Johannes dem Träufer einen zweiten Patron gewählt?
00:18:28: weil offensichtlich auch die Sommersonnwände in der Geschichte der Kirche schon immer auch eine wichtige Rolle gespielt hat.
00:18:36: Das setzt sich im Brauchtum bis jetzt fort.
00:18:39: Also das Johannesfeuer ist dort sehr groß, wird dort von vielen Leuten gefeiert auf einer Wiesn der Nehmen, wo der Bauer hat.
00:18:46: Und das ist, denke ich, auch ein Zeugnis dafür, dass natürlich auch der Johannes der Teufer eine sehr große Rolle jetzt spielt, deshalb dieses Doppelpatruzinium.
00:18:56: Von der Autobahn nach Salzburg aus ist die Kirche gut zu sehen.
00:18:59: Aber Rätsel Nummer drei, warum steht St.
00:19:01: Johann Baptist und Heilig Kreuz in einer Senke, wo doch viele Pfarrkirchen auf einen Hügel gebaut sind?
00:19:06: Klöster kennen wir ja vielfach.
00:19:08: Ob das jetzt Baumburg ist, ob das also jetzt seit Andex ist, es sind immer Berglagen bevorzugt und da ist gerade umkehrt.
00:19:16: Ob es ursprünglich da auch
00:19:17: schon irgendwas
00:19:18: gab, eventuell in vorkristlicher Zeit auch schon irgendwelche Heiligtümer gab, das weiß man nicht.
00:19:25: und es ist natürlich auch schwierig, das genau herauszufinden, weil da müsste man ja unter der Kirche graben und das ist etwas kompliziert, natürlich nachvollziehbarerweise.
00:19:34: Warum man die Kirche im Rosenheimer Stadtteil Westerndorf nicht oben auf den Hügel gebaut hat, wo das alte Pfarrhaus steht, wird man vielleicht nie herausfinden.
00:19:42: Möglicherweise war der Boden für die Landwirtschaft in der Senke weniger brauchbar, meint der ehemalige Kirchenpfleger Franz Unterliner.
00:19:49: Er hat die Renervierungsarbeiten koordiniert.
00:19:51: Die waren nicht einfach vor allem die Sanierung der mächtigen Zwiebelkuppel.
00:19:54: Die hat
00:19:55: eine Schieferschindelung und man braucht Fachleute, die eigentlich diesen noch wirklich
00:20:00: richtig
00:20:00: handwerklich machen können.
00:20:02: Und da war ich im Firma von Thüringen da.
00:20:05: Die haben da die Ausbesserungsarbeiten gemacht.
00:20:08: Die Instanzsetzung
00:20:09: ist
00:20:09: da sehr aufwendig.
00:20:10: Denn an die Schindeln kommt man nur von außen ran und da braucht es ein aufwendiges Gerüst.
00:20:15: Die Risse im Mauerwerk sind verpresst und mit einem Ringanker und mächtigen Stahlseilen werden jetzt die Kirchenmauern unterstützt, die das Gewicht der Zwiebelgruppe tragen.
00:20:24: Mit massiven Balken haben Zimmerer den fünfstöckigen Dachstuhl ausgebessert.
00:20:28: Franz Unterliner selbst Schreiner hat Hochachtung vor den Holzarbeiten von damals, vor dreihundertfünfzig Jahren.
00:20:34: Die Verbindungen
00:20:35: müssen ja vom
00:20:36: Boden her unten gemacht werden,
00:20:37: wir können
00:20:37: da oben nicht.
00:20:38: Und als Handwerker habe ich da Respekt, was damals zu dieser Zeit baubar ist.
00:20:43: Es muss ja
00:20:44: dann alles
00:20:45: passen um und dann ist es schon ein Meisterwerk, was da gleich getan ist für die Leute damals.
00:20:50: Frisch
00:20:50: renoviert ist die reizvolle Kirche jetzt wieder der ganze Stolz der Westerndorfer.
00:20:54: Und mancher Tourist, der sie auf der Autobahn von Weitem sieht, will sich auch in Zukunft fragen, was es mit diesem imposanten Kirchenbau auf sich hat.
00:21:01: Willi Witte für das MKR.
00:21:06: Sie hören das MKR, das Kirchenradio für das Erzbistum München und Freising.
00:21:10: Schön, dass Sie auch heute wieder mit dabei sind.
00:21:13: Ja, ab sofort gibt's hier bei uns im MKR eine Neuigkeit, die Sie bestimmt schon seit vielen Jahren ganz alltäglich nutzen und mit der Sie uns in Zukunft auch ganz einfach erreichen können.
00:21:24: Was ist damit auf sich hat?
00:21:25: Das weiß meine Kollegin Lydia Jäger.
00:21:27: Lydia Servus, erzähl doch mal bitte.
00:21:29: Hallo Ivo, grüß dich.
00:21:30: Du hast ja schon gesagt, viele von uns nutzen diesen Dienst schon seit langer Zeit.
00:21:34: Und jetzt kann man auch das MKR, das Kirchenradio, immer von Montag bis Freitag per WhatsApp erreichen.
00:21:42: Also kann man uns jetzt ab sofort eine Text- oder und Sprachnachricht hinterlassen?
00:21:46: Ganz genau, so wie man das eben auch mit Freunden oder der Familie macht.
00:21:50: Okay, und warum das Ganze?
00:21:52: Naja, einerseits nutzt es ja fast jeder von uns heutzutage und wer bisher das MKR erreichen wollte, hatte eben nur die Möglichkeit, eine E-Mail zu schreiben oder uns auf den Anruf beantwortet zu sprechen.
00:22:03: Und jetzt kann man uns eben ganz einfach eine Nachricht schreiben oder eine Sprachnachricht schicken, egal von woher.
00:22:09: Vielleicht haben Sie ja in Ihrer Pfarrei etwas, worüber wir berichten sollten oder Sie haben eine wichtige Info für uns oder Sie wollen zu irgendeinem Thema was los werden, worüber wir berichtet haben.
00:22:19: Wir sind ja auch viel im Erzbistum unterwegs und man kommt aber halt auch nicht immer alles mit.
00:22:24: Und das ist natürlich super, wenn man uns per WhatsApp mitteilt, was denn bei Ihnen in Ihrer Pfrei so los ist.
00:22:30: Das ist super.
00:22:30: Unter welcher Nummer kann man das denn tun?
00:22:32: Die Nummer, die ist wirklich super einfach.
00:22:34: Die kennen viele vielleicht auch schon von unserem Anruf Beantworter.
00:22:37: Nämlich die zero acht neun, zwei drei, zwei zwei, vier mal die fünf.
00:22:42: Ich frag's nochmal kurz.
00:22:43: Ja.
00:22:43: Null
00:22:43: acht neun, zwei drei, zwei zwei, fünf fünf, fünf
00:22:47: fünf.
00:22:47: Das bedeutet, ich kann da nicht nur eine Sprache oder Textnachricht hinschicken, sondern auch noch direkt anrufen.
00:22:52: Ja genau, das kannst du, aber es bleibt eben beim Anruf beantwortet.
00:22:55: Es geht schneller eben dann mit einer WhatsApp.
00:22:58: Auf alle Fälle, da hast du recht.
00:22:59: Also ab sofort ist das MKR, das Kirchenradio auch per WhatsApp erreichbar.
00:23:04: Wenn Sie uns schreiben oder eine Sprachnachricht schicken wollen, dann speichern Sie sich doch schon mal die Nullacht neun, zwei drei, zwei zwei und vier mal die fünf.
00:23:11: Noch mal Nullacht neun, zwei drei, zwei zwei und vier mal die fünf.
00:23:15: Probieren Sie es aus und schreiben Sie oder schicken Sie uns gerne Sprachnachricht.
00:23:18: Wir freuen uns auch über Ihren Groß.
00:23:23: Was koche ich heute zum Abendessen?
00:23:26: Was machen wir eigentlich am Wochenende?
00:23:28: Ruf ich heute meine beste Freundin an oder mache ich das eher morgen?
00:23:32: Tja, so ganz einfache Dinge entscheiden wir jeden Tag.
00:23:36: Für Menschen, die im Gefängnis sitzen, ist das jedoch nicht selbstverständlich.
00:23:40: Die meisten von uns kennen Gefängnisse nur aus Filmen.
00:23:43: Doch eine Vorstellung davon, wie das Leben dort wirklich ist, haben wahrscheinlich die Wenigsten.
00:23:48: Emily Tromberg ist Soziologin und arbeitet in der Zentralverwaltung des katholischen Männerfürsorgevereins.
00:23:54: Zuvor hat sie die Münchner Zentralstelle für straffälligen Hilfe geleitet.
00:23:58: Sie macht darauf aufmerksam, Eine Menschen, die Freiheit zu nehmen, bedeutet nicht nur, dass er eingesperrt ist, sondern alle Lebensbereiche werden fremdbestimmt.
00:24:07: Wie er sich kleidet, wie er auch seinen Tag gestaltet, welche Beziehungen er aufrechterhält, seine Familienbeziehungen.
00:24:13: Alle Kontakte zur Außenwelt werden kontrolliert.
00:24:15: Auch so ganz persönliche Sachen wie, wann möchte ich mich jeden Tag duschen?
00:24:19: Das ist in der Jagdvorher München zum Beispiel nicht möglich, sondern er wird einem vorgegeben, an welchem Tag, zu welcher Stunde das zu machen ist.
00:24:25: Der Alltag in Haft ist durchgetaktet.
00:24:28: Für Individualität ist dort kein Platz.
00:24:30: Das wird schon allein durch die Kleidung sichtbar, die jeder Inhaftierte trägt.
00:24:35: Man kann sein Ehring behalten, aber alle anderen persönlichen Gegenstände, die einen auch ausmachen als Person.
00:24:41: Das alles muss man abgeben.
00:24:42: Man wird zu einer Nummer.
00:24:44: Man wird identifiziert über eine Buchnummer.
00:24:46: Natürlich gibt es Gründe, warum Menschen ins Gefängnis kommen.
00:24:49: Die Insassen haben Straftaten begangen.
00:24:52: Diese will auch Diakon Oskar Ehe halt nicht relativieren.
00:24:55: Doch der Leiter der Gefängnisseelsorge im Erzbistum München und Freising sagt, ihm ist wichtig, den Menschen hinter der Tat zu sehen.
00:25:03: An einem Ort, der für die meisten Insassen ein Tiefpunkt im Leben bedeutet, bietet Seelsorge einen geschützten Raum.
00:25:10: Alles, was ich hier offenbare, was ich hier vielleicht auch einfach nur hinlegen möchte, einfach auch mal aussprechen möchte, was ich unter den Mitgefangenen mich nicht traue oder vielleicht auch gar nicht
00:25:19: möchte, weil es
00:25:21: auch Konsequenzen haben könnte.
00:25:23: Da bietet Zielzorge den vertrauensvollen Rahmen, einfach auch Dinge geschützt darlegen zu können, besprechen zu können und vielleicht auch hier und da an Rat zu bekommen.
00:25:33: Denn vor allem persönliche Kontakte, Menschen, denen man vertrauen kann, sind im Gefängnis selten.
00:25:39: Ziel der Gefängnisselsorge ist es nicht zu bekehren.
00:25:42: Aber die Suche nach Antworten auf viele Lebensfragen bringen doch den einen oder anderen näher zu Gott.
00:25:48: Wir erleben das immer wieder, dass irgendwann in der Betreuung über die Zeit von Gefangenen, die immer wieder zum Gespräch kommen, das Thema Gott irgendwann auftaucht.
00:25:58: Und gerade auch in der Jugendhaft und auch in der wachsenden Haft gibt es immer wieder auch so Highlights im Sinne von Glauben, dass es dann auch Taufen oder Ähnliches gibt oder dass jemand sagt, nein, das möchte ich nach der Entlassung auch, dass das eine Rolle spielt in
00:26:12: meinem Leben.
00:26:13: Und damit trägt die Gefängnisseelsorge dazu bei, dass Menschen im Gefängnis auch wieder Hoffnung finden.
00:26:19: Lydia Jäger für das MKR.
00:26:22: Wer mehr über das Leben im Gefängnis und die Seelsorge dort erfahren möchte, in der aktuellen Folge von Total Sozial geben Emily Trombik und Diakon Oskar Ehrhalt Einblicke in die Welt hinter Gittern und wir schauen natürlich auch, wie das Leben nach der Entlassung gelingen kann und was wir alle dazu beitragen können.
00:26:39: Mehr dazu heute Abend, gleich nach dem Gottesdienst, wie immer um kurz nach sieben, jederzeit auf www.innehalten.de und überall, wo es Podcasts gibt.