00:00:00: Heute mit Ivo Makota.
00:00:01: Am kommenden Wochenende ist wieder Palm-Sondag, dann schimmert es überall in den Kirchen flauschig silbern denn traditionell werden Palmkätzchenzweige in den Gottesdienst mitgenommen und dort auch gesegnet.
00:00:14: Dabei schadet dieser Brauch vor allem dem Bienen.
00:00:16: Denn Weidensweige bieten den Bienen nach einem langen Winter wichtige Nahrung, so Pfarrer Florian Schomers aus Trostberg.
00:00:24: Er ist seit zwanzig Jahren Imker und hat auch eine Alternative zu den selbst geschnittenen Palmkätzchenzweigen.
00:00:30: Im Geschäft kaufen wir in den Gärten rein würde man auch ein bisschen den Blumenhandel unterstützen.
00:00:35: und ich glaube dass es da tatsächlich Plantagen gibt weil die sind so schön und so ebenmäßig wachsen und gebunden die dann auch rechtzeitig ernten und das Kühl stellen, dass die Palmkatzel wirklich, wenn wir es so gewöhnt sind als Palmkatzel dann auch auf den Markt kommen.
00:00:50: Schmücken mit bunten Bändern kann man sie vor dem Gottesdienst ja dann selbst!
00:00:53: Zur Segnung gebracht werden die Palmbuschen in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem.
00:00:58: Ja der Hintergrund ist in der Liturgie im Evangelium wo heißt die Leute rissen Palmzweige von den Bäumen.
00:01:05: Das gehörte zum Kommensritual des neuen Königs Und hier wird deutlich Christus ist sozusagen der König.
00:01:12: und in Anlehnung an diese Geschichte nehmen halt wir auch so was bei uns früh blüht und wächst.
00:01:18: Wer die Palmzweige in der freien Natur schützen will, einen eigenen Garten hat – auch für den hat der Seesorger und Imker aus Leidenschaft eine Tippparade!
00:01:26: Man kann sich nämlich relativ leicht so ein Daumen dicken Ast abschneiden gerade von der Saalweide Und dann irgendwo mal im Garten hineinstecken, dann wächst der wieder und wird selber wieder eine Weide.
00:01:37: Also man hat dann sozusagen nachhaltig gepflanzt.
00:01:40: Ich denke das sollte man beachten.
00:01:42: Im übrigen finden die drei Bienenvölker Die Pfarrer schon was hält auch hier in der Trostberger Innenstadt immer genügend Nahrung.
00:01:48: Ja ich habe hier die Bienen auf dem sehr praktischen Flachdach des Fahrzentrums Trostberg Weil sie hier keine Störungen erleben.
00:01:57: die Bienen Das ist ganz wichtig vor allem im Winter Mai, wenn dann die Kastanienblühen am Stadtplatz brauchen und die Bienen vom Dach aus nur grad aus umiflären.
00:02:08: Und kommen dann voll beladen mit wenig Energieaufwand wieder sozusagen in den Bienestock zurück.
00:02:14: Das ist da ein sehr günstiger Platz!
00:02:16: Denn anders als vermutet gibt es in den Städten mit ihren Blumenkästen, Parks- und Friedhöfen oft mehr Blühpflanzen also auf dem Land wo oft auf großen Flächen Getreide oder Mais angebaut wird.
00:02:26: Wer aber für den Palmsondtag ganz sicher gehen will, die gelben Zweige der Fasizie nehmen den Bienen keine Nahrung weg.
00:02:33: Je nachdem wann die Blühen – also das wäre jetzt genau die Zeit heuer geht es sich aus mit dem Palmsonntag und den Fasizzien – die kann man unbedenklich nehmen.
00:02:40: Die Fasize ist tatsächlich für die Biene uninteressant weil ganz wenig Poln und fast kein Nekt auch.
00:02:46: Es sind schöne Blüher, aber für die Bienen eigentlich uninteressante.
00:02:50: Wer also am Palmsontag aus dem Gottesdienst etwas Geweites mit nach Hause nehmen will, auch die goldgelben Fosizienzweige sind eine gute Alternative.
00:02:58: Willi Witte für das MKR – Das Kirchenradio!
00:03:04: An diesem Sonntag feiern wir Palmsonntag.
00:03:07: Genau eine Woche vor Ostern werden da in den Kirchen kleine Palmbuschen gesegnet, die oft hübsch gebunden und verzieht sind.
00:03:16: Vor allem Kinder haben dabei im Basteln jede Menge Spaß.
00:03:20: Bunte Bänder aus Kreppapier, viele Scheren für kleine Hände und zusammengebundene Palmkätzchenzweige.
00:03:27: Alles liegt bereit im Kindergarten Herz Jesu in München-Neuhausen!
00:03:31: Die Kinder legen sofort begeistert los.
00:03:34: Schneide ein gelbes Band durch dann knote ich es an den Palmenkätzchern raus.
00:03:39: Ich mache Bund, jede Farbe kommt da dran auf die Palmenkästchen.
00:03:44: Ich schneide die Bänder ab, damit sie lang genug sind und nicht zu lang.
00:03:50: Ich mag rosa Bänder dran.
00:03:52: Voll rosa ist meine Lieblingsfarbe.
00:03:55: Tokise Lila habe ich schon herangemacht.
00:03:58: Es gefällt mir gut wie das ausschaut!
00:04:00: Ich mache schon eine lange Bänderpalte, damit ich flatter mich damit winken kann.
00:04:05: Die nehmen wir dann mit in den Kirchen... ...und dann segnet der Faradi Und danach zaubern die Palmzweige schon ein bisschen Frühling ins Zuhause.
00:04:14: Woran wir uns am Palmsontag erinnern, das wissen die Kleinen auch schon ganz gut!
00:04:18: Der Jesus ist mit einem Esel durch die Stadt geritten und dann haben die Menschen mit den Palm-Wählen ihn zugewunken weil sie sich so gefreut haben und auf dem Boden gelegt haben wie einen Teppich und ihm gerufen... Die Geschichte von Jesu Einzug nach Jerusalem wird den Kindern möglichst anschaulich vermittelt, erklärt Erzieherin Regina Weiß.
00:04:45: Wir haben ein Bilderbuch und dann schauen wir das mit den Kindern an und sie erzählen was sie sehen.
00:04:52: Und wir spielen das auch mit den Kindern die Rollenspiele damit Sie merken wie es sich dabei fühlt und also das Verarbeiten.
00:05:00: Auch was nach dem Palmsontag passiert.
00:05:02: Jesus wird von seinem Freund verraten.
00:05:06: kein leichter Stoff, aber für die Kinderzelt das am Ende alles gut wird.
00:05:11: Bei den Kindern ist der Tod nicht das Ende sondern es ist für sie die Geschichte von Jesus und das Ende wird gut.
00:05:19: Und der Oster-Sondag da ist für die kinder so dass sie sagen ja es ist alles fröhlich und gut ausgegangen und deswegen kommt auch der Oesterhase zu ihnen und versteckt den Esther.
00:05:29: Einen kleinen Vorgeschmack auf das bunte Osternest gibt's schon am Palmsontag, wenn die Kinder fröhlich mit ihren farbenfrohen Palmzweigen winken.
00:05:37: Lydia Jäger für das MKR – Das Kirchenradio Eine gute Woche.
00:05:44: noch ist es hin bis zum Ostersonntag!
00:05:47: Am Wochenende feiert die Kirche aber erst mal den Palmsonntag.
00:05:51: Was der mit Ostern zu tun hat und warum im Namen Palmen vorkommen?
00:05:54: Jetzt in unserer Hubrik Stichwortkirche Heute der Palmsontag, erklärt von Willi Witte.
00:06:06: Der Palmsondag ist der sechste Fastensondag genau eine Woche vor Ostern.
00:06:10: mit ihm beginnt die Karwoche.
00:06:12: weil sich der Palm Sonntag nach Ostern und Ostern nach dem Vollmond richtet ist der früheste Termin für den Palmsonntag der fünftzehnte März das späteste der achtzente April.
00:06:21: schon die Evangelisten haben berichtet dass die Menschen beim Einzug Jesu in Jerusalem ihr mit Palmzweigen zugejubelt haben Denn schon im Altertum haben diese Zweige als Sinnbild des Lebens in Israel auch ein Symbol für die Unabhängigkeit und den Siegreichen König gegolten.
00:06:37: Den Namen trägt dieser Sonntag, weil schon der Überlieferung nach in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte Christen in Jerusalem bei Prozessionen Palmen-Zweigen in den Händen gehalten haben.
00:06:46: Weil es bei uns keine Palmen gibt binden die gläubigen Palmkätzchen zu buschen hier in Südbayern oft mit Vosizien oder Buxbaum kombiniert und mit bunten Stoffbändern geschmückt.
00:06:56: In manchen Gegenden kommen auch Wacholder, Stechpalme oder Zeder in den Buschen.
00:07:00: Die Palmzeige werden in der Kirche gesegnet – diesen braucht gerade schon in vorkristlicher Zeit!
00:07:05: Die geweihten Zweige sollten das Haus vor Blitz und Feuer schützen Sie sind aber auf den Feldern vergraben worden um den Boden fruchtbar zu machen.
00:07:13: Und auch heute noch werden die Palmbuschen in vielen Familien hinter das Kreuz gesteckt um das Haus und seine Bewohner zu schützen.
00:07:25: Im Gottesdienst des Palmsontags wird die Passion vorgetragen, wenn in den aufeinander folgenden Jahren immer abwechselnd aus dem Matthäus, dem Markus oder dem Lukas Evangelium.
00:07:34: An der Stelle, die vom Tod Jesu berichtet, knien die Gottesdiensteilnehmer nieder.
00:07:39: In den letzten Jahren werden immer häufiger Esel bei der Palmprozession mitgeführt entweder als Holz mit einer Christusfigur oder ein lebendiger Ezel, der die Prozession anführt.
00:07:49: Stichwort Kirche im Münchner Kirchenradio von A wie Ambo bis Z wie Ziborium.
00:08:03: Ja, wer dieser Tage mal ein bisschen runterschalten und was für Geist und Seele tun möchte, dem empfehlen wir unser Inhaltenmagazin.
00:08:10: Dass auch in dieser Woche wieder bestimmt voll ist mit guten Geschichten und Beiträgen diesmal pünktlich zum bevorstehenden Palm-Sondag.
00:08:17: die Osterausgabe unseres Inhaltenmagazins!
00:08:20: Was da alles drin steckt... Und mehr weiß mein Kollege Joachim Burkhardt vom Innerhalten-Magazin Joachims Servus.
00:08:27: Hallo, ich weiß wirklich alles.
00:08:29: Gleich mal vorweg!
00:08:30: Du sprichst in der neuen Innenhaltenausgabe mit deinem Mann über ökosoziale Marktwirtschaft.
00:08:35: also warum Ökologie und Soziales zusammenpassen?
00:08:38: Ja es ist ein schwieriger Begriff, der technisch klingt aber was dahinter steckt das haben wir auch versucht abzubilden.
00:08:45: da sieht man in unserem Heft nämlich eine wunderschöne Blumenwiese Und das ist auch der Grund, warum wir es genau jetzt zum Beginn des Frühlings bringen dieses Thema.
00:08:56: Es geht um die Frage kann man eigentlich Wirtschaftengeld verdienen gleichzeitig das soziale Beachten und obendrein auch noch umweltfreundlich sein?
00:09:06: Ja das macht die ökosoziale Marktwirtschaft und ich habe hier mit einem Experten gesprochen und mir erklären lassen warum ausgerechnet Österreich ein Vorreiter ist.
00:09:17: Und warum ist Österreich Hellvorreiter?
00:09:18: Ja, gute Frage.
00:09:19: Anscheinend haben die es schon verstanden dass man das alles miteinander kombinieren kann.
00:09:24: wir bringen dann auch mehrere konkrete Beispiele.
00:09:28: Ein Beispiel wäre der öffentliche Nahverkehr in Wien.
00:09:31: Der ist viel billiger als in München, gleichzeitig sind aber die Parkplätze viel teurer.
00:09:36: das ganze hat den Effekt dass sich auch ärmere Menschen Die Fahrt mit der Tram leisten können und dass fast niemand mehr mit dem Auto in die Innenstadt fährt.
00:09:45: also ein Win-win Modell für alle sozusagen.
00:09:49: anderes Beispiel wäre die Gastronomie ja mit guten Lebensmitteln, ausregionale Erzeugungen vielleicht sogar biologische Qualität und ja wie das alles funktioniert und zusammenhängt.
00:10:01: Und was man auch als Gartenbesitzer zum Beispiel jetzt zum Frühlingsbeginn machen kann um selbst ein bisschen mitzuhelfen Das erklärt Professor Hass Brunner in dem Interview dass ich mit ihm geführt habe.
00:10:14: Du hast gerade die Gastro erwähnt, wo wir beim Thema sind.
00:10:17: Es wird in dieser Ausgabe auch noch mal ziemlich lecker!
00:10:19: Oh ja oh ja also ... Die Fastenzeit steuert ihrem Höhepunkt entgegen und wir haben das Osterfest schon vor Augen.
00:10:27: Da darf dann wieder richtig geschlemmt werden.
00:10:29: Und wer noch kein Menü fest geplant hat Wer noch auf der Suche ist nach einer Inspiration für diesen Tag Dem empfehle ich einen Blick in unser Magazin.
00:10:40: Wir haben nämlich zwei Rezepte Eines aus der Küche, der Benediktiner-Abteil Plankstetten und eines aus dem Restaurant Franziskus neben der Walfahrtskirche Maria Hilf in Freistaat.
00:10:53: In der Oberpfalz!
00:10:54: Und von den jeweiligen Küchenchefs haben wir uns hier ein richtig schönes Ostermenü zum Nachkochen empfehlen lassen.
00:11:03: Einmal Lamm, einmal Cybling.
00:11:06: Klingt sehr lecker und wenn ich jetzt darüber nachdenke an sämtliche Klosterküchen die ich schon mal besucht habe es war immer ein Fest und das ganze nach zu kochen noch viel besser.
00:11:15: Das von mir gibt es also in der aktuellen Ausgabe unseres innehalten Magazins, in der Osterausgabe wie immer an- und in vielen Kirchen im Erzbistum bequem als Abo in ihrem Briefkasten und natürlich mit der innehalten App auf welchem Weg auch immer.
00:11:27: wir wünschen eine entspannte Zeit beim Lesen und Entdecken!
00:11:33: Weltweit stürmt Ryan Gosling als der Astronaut gerade die Kinocharts.
00:11:38: Unterstützt von der deutschen Starshow-Spielerin Sandra Hüller muss er darin die Welt retten, da eine mysteriöse Kraft der Sonne die Energie raubt.
00:11:48: Was die Bestsellerverfilmung so erfolgreich macht?
00:11:50: Das weiß mein Kollege Klaus Schlauck in unserem MKR Film-Tipp.
00:11:54: Bitte schön!
00:11:57: Wer bin ich und was mache ich hier?
00:11:59: Diese Frage stellt sich der Astronaut zu Beginn des gleichnamigen Films als er weit entfernt von der Erde an Bord eines Raumschiffs aus dem künstlichen Koma erwacht.
00:12:11: Nach und nach kehrt seine Erinnerung zurück, er heißt Rylan Grace und ist Biologe-und Mittelschullehrer.
00:12:18: Ihm wird klar dass er eine entscheidende Rolle in einem Wettlauf gegen die Zeit spielt.
00:12:23: Eine rätselhafte Substanz bedroht die Sonne und der Erde droht somit ein Kältekollaps.
00:12:30: In einem fremden Sonnensystem soll der Astronaut im Auftrag aller Weltregierungen, der mysteriösen Substanz nachspüren und den drohenden Weltuntergang abwenden.
00:12:40: Bald stellt Grace fest, dass er nicht allein in dem fremde Sonnensystem ist – eine Alien-Raumschrift taucht auf mit einem außerirdischen Anbord, die eine Mischung aus Stein und Spinne ist … und dessen Heimatplanet genauso bedroht ist wie die Erde!
00:12:57: Nach einer vorsichtigen Annäherung freunden sich Mensch und Alien an.
00:13:01: Und versuchen gemeinsam, die Katastrophe zu verhindern.
00:13:05: Die Sonne stirbt!
00:13:08: Sie sind der einzige Wissenschaftler, der wissen könnte, woran es liegt?
00:13:12: Ich bin einfacher Lehrer in der Grover Cleveland-Schule.
00:13:15: Sie sind Doktor der Molekularbiologie.
00:13:17: Ich möchte, dass sie uns begleiten.
00:13:19: Das ist das Projekt Hail Mary.
00:13:21: Die Sohne ist nicht der einzige Stern, der stirbt.
00:13:23: Jeder Stern wurde von seinem Nachbarn infiziert außer einem.
00:13:26: Warum?
00:13:27: Wissen wir nicht?
00:13:29: Deswegen haben wir ein Schiff gebaut, um hinzufliegen und es rauszufinden.
00:13:32: Das ist elf Komma neun Lichtjahre entfernt!
00:13:34: Die Astronauten sterben immer... ...das ist wohl was man eine geringe Erfolgsaufsicht nennt.
00:13:40: Hey Merlich, Himmelfahrtskommando, wer meldet sich freiwillig für so
00:13:42: etwas?!
00:13:44: Der Astronaut isst ein unterhaltsamer Science-Fiction Film der zwar auch spannend und tumorvoll ist aber vor allem die berührende Freundschaft zwischen dem Wissenschaftler und dem Alien in den Mittelpunkt stellt Auch wenn diese an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu pathetisch inszeniert wird.
00:14:01: Neben Ryan Gosling als Astronaut überzeugt Sandra Hüller als Leiterin der Rettungsmission, deren Verlauf der Film in effektiven Rückblenden erzählt.
00:14:11: Insgesamt ist der Astronaut Blockpasta-Kino mit Anspruch und wissenschaftlichem Hintergrund.
00:14:17: Wer da noch tiefer einsteigen will, sollte sich unbedingt auch in die fantastische Romanvorlage von Andy Weir einlesen.
00:14:26: Klaus Schlauch für das MKR, Das Kirchenradio.
00:14:33: Drebberischen Alpen?
00:14:34: Ja, das sind glasklare Bergseen, droßende Wasserfälle, wilde Flüsse!
00:14:39: Eine Landschaft die viele Menschen einfach ein Leben lang nicht mehr loslässt.
00:14:42: und genau davon erzählt der bekannte Alpinist und Fotograf Bernd Ritschel im neuen Unschlagbar-Podcast.
00:14:49: Er nimmt uns mit an besondere Orte in den Bergen und spricht auch über seine ganz persönliche Geschichte mit den Alpen.
00:14:55: Schon als Junge Bursche ging es los.
00:14:57: Die Eltern eines guten Freundes haben mich mit ins Öztal genommen, jedes Jahr im September Ende der Sommerferien.
00:15:03: Und wir sind gemeinsam wandern gegangen, irgendwann mit drei Zehn kam ein erster richtiger Berg und drei Tausend dazu in den Öztaler Alpen die Wildspitze... ...und dann sind wir relativ spontan in einen Alpenverein eingetreten.
00:15:13: Dort durch die Jugend, die Jungmenschaft gegangen und es hat sich dann rasant entwickelt und ich spürte relativ bald das ist mein
00:15:20: Leben.".
00:15:20: Und dieses Leben hat Bernd Ritzschel dann tatsächlich in die Berge geführt!
00:15:25: als Bergsteiger, Reisender und später auch als Fotograf.
00:15:30: Aus den ersten Expeditionen wurden große Touren rund um die Welt.
00:15:35: Am stärksten zieht es ihn aber bis heute dorthin zurück wo alles angefangen hat in die Alpen.
00:15:43: Im Podcast erzählt er warum ihm ausgerechnet das Thema Wasser dort so packt Denn Wasser ist in den Bergen viel mehr als nur schöne Kulisse.
00:15:54: Es ging los über die Alpengletscher.
00:15:56: Ein für mich ganz wichtiges Thema, weil ich immer der Hochdurchgänger war oder Eiskletterer, also Eiswände-Coloire.
00:16:02: das war damals unser Leben auch in Großenbergen.
00:16:05: und dann fällt einem zwangsläufig als Bergsteiger auf Holla.
00:16:09: Die Einstiege liegen immer weiter oben, die Gletscher schmelzen immer weiter ab.
00:16:13: Es verändert sich alles in den Alpen.
00:16:15: Da kommen riesen Herausforderungen auf uns zu.
00:16:18: es lag einfach auf der Hand dass das ansteht.
00:16:21: Genau diese Mischung macht den Podcast spannend.
00:16:24: Da ist auf der einen Seite die große Schönheit der Alpen, dieses Staunen über Sehen, Bäche und Wasserfälle – und auf der anderen Seite die Frage wie sich dieser Naturraum gerade verändert?
00:16:38: Bernd Ritzschel schafft es dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger zu reden sondern mit Begeisterung, Erfahrung und einem sehr genauen Blick!
00:16:48: Er macht klar Wer die Berge liebt, schaut automatisch auch anders auf das Wasser.
00:16:55: Wenn wir Dinge lieben wie die Gumpel den sauberen Bergbach aus dem man trinken kann wenn wir den Weichensee schätzen einfach als Trinkwasserreservoir dann werden wir darauf aufpassen und diese Botschaft kann ich auch vermitteln über einen Hommage an die Schönheit des Wassers.
00:17:13: Trotz aller Probleme!
00:17:14: Die Alpen werden die Menschen auch weiterhin begeistern Da ist sich Bernd Ritschel sicher.
00:17:20: Ganz besonders jetzt, wenn nach einem langen Winter wieder die ersten Bergtouren möglich sind!
00:17:26: Paul Hasel für das MKR – Das Kirchenradio In Sankt Ursula, dem Schwabinger Dom in München gibt es gerade ein richtig schönes Projekt.
00:17:54: Alleine der Name lässt gleich an den Märchendenken die schlafende Königin!
00:17:59: So heißt das und wir wollten vom Kirchenmusiker dort von Martin Schwing-Sandl wissen wer ist denn diese schlafender Königinn?
00:18:05: Wir haben eine Steinmeierorgel mit sechzig Register also ein großes Instrument Und diese Orgel ist seit ... nicht mehr spielbar, weil es nicht gewartet und nicht gepflegt wurde.
00:18:17: Wir haben unten eine neue Orgel eingebaut bekommen und nur noch diese gespielt wurden.
00:18:23: Jetzt sammeln wir schon seit ... für die Renovierung und Wiedererweckung der Steinmeier-Orgel auf der Orgelinpodel.
00:18:31: Die Pfarrei will aber nicht nur die Steinmeyerorgel wieder zum Leben erwecken sondern plant noch was Größeres!
00:18:39: klingt ganz schön spannend!
00:18:41: Also mit der heutigen Technik ist es möglich, dass man über ein Datencomputer die Orgelanlagen verbindet.
00:18:47: Es gibt ja den Zentralspieltisch im Kirchenraum, der fahrbar ist – also zu Konzerten kann er auch in die Mitte in eine Kirche gestellt werden, das alle Zuhörer, den Spieler sehen und von diesem Spieltisch kommen beide Orgelspielen.
00:19:01: Wie soll denn das Ganze finanziert werden?
00:19:03: Da können Spender, Spenderinnen Pfeifen übernehmen.
00:19:06: Partnerschaften für Pfeife mit Spenden Kleinepfeifen.
00:19:08: Für Kinder gibt es ab dreißig Euro.
00:19:10: Mit Kinderpartnerschaftsurkunden geht dann bis zu einer Fünfzig Euro und der wirklich viel spenden möchte kann auch ein Register übernehmen.
00:19:17: die Leute haben Interesse an unserem Projekt und identisieren sich auf das Instrument Audio.
00:19:22: Im Juli zwölftausendsechsundzwanzig startet der Umbau in St.
00:19:25: Ursula.
00:19:26: fertig sein soll das ganze dann im Herbst zweitausendzehnundzwanzig.
00:19:30: Mit welchen Gefühlen starten Sie ins Projekt Schlafender Königin?
00:19:33: Also ich freue mich für die vielen Möglichkeiten, die ich dann habe mit dieser neuen Audio.
00:19:38: Ich kann von überall im Raum musizieren – das kann ich jetzt nicht!
00:19:40: Jetzt bin ich an die vordere Audio gebunden und darauf freue mich wirklich.
00:19:44: Es wird für alle Chorgruppen auch wirklich Bereicherung sein, für die Leute der Bereicherung zu sein... Es ist viel Arbeit, aber es macht Spaß.
00:19:52: Und es macht auch Spaß, dass die Leute sich beteiligen.
00:19:54: Mehr Infos zur schlafenden Königin aus Sankt Ursula am Kaiserplatz gibt's auf der Homepage des Fahrverbandes Alkschwabing.
00:20:01: Hier gibts alles zu Spendenaktion und dem geplanten Umbau.
00:20:08: Vergangenen Montag wurden die neuen Kirchenaustrittszahlen veröffentlicht.
00:20:12: für Pfarrer Schießler wieder mal ein bitterer Moment.
00:20:15: Was ihr jetzt so diesen Zahlen sagt und vor allem was jetzt passieren muss hören sie in den neuesten Folge von Schießlers Woche.
00:20:24: Hier spricht der Tag!
00:20:25: Klar, Thema der Woche können nur die wieder riesigen Kirchen-Ausdritzzahlen sein.
00:20:35: Noch gefährlicher als den nackten Zahlen und Tatsachen aber ist doch das Gewohnheitsgefühl.
00:20:43: Es wird schon zur Normalität dass da mal jedes Jahr eine halbe Million Menschen noch immer in einer halben Millionen jährlichere Kirchmitgliedschaft ablegen als ein Drittel von München jedes Jahr still und leise ohne sich zu verabschieden.
00:21:01: Wir freuen uns schon gar darüber, wenn mal etwas weniger austreten oder die Zahlen gar nur stagnieren.
00:21:08: Abwärtstrend gestoppt heißt es dann schon freudestrahlend!
00:21:13: Und was kommt danach?
00:21:15: Ja in der Not ist man schon mit wenigem zufrieden.
00:21:18: Dabei sind diese realen Zahlen so überwältigend und müssen uns eigentlich nur noch erschrecken machen.
00:21:25: Das sind also Hunderttausende, die mit ihrem offiziellen Austritt erklären dass es für sie Kirche als solches einfach nicht mehr braucht.
00:21:37: Die Gründe hierfür können nur gemutmast werden das ihr keiner abfrägt.
00:21:42: Kirche kostet Geld, Kirche hat ihre Bedeutung jetzt für der Raunsgemeinschaft und ethische Einrichtungen verspielt, verloren.
00:21:51: Missbrauchskandal ist der Hauptaustrittsgrund für den meisten geworden.
00:21:55: Früher war es nur die Kirchensteuer.
00:21:58: Wie kann ich solch einem Verein, den noch angehören?
00:22:01: Hört man dann viele Leute reden!
00:22:04: Das nehme ich gerne auch mal so an.
00:22:06: Nur denke ich das gerne auch wieder weiter.
00:22:09: Hinein gekommen in diese Kirche sind diese hunderttausenden wie jeder von uns weil andere darum gebeten haben, Eltern, Partnern.
00:22:20: Es war sozusagen deren Erstlingsgeschenk an uns dass wir mit dieser Glaubensgemeinschaft eine lebenslange Begleitung bekommen in der wir immer sowohl aufgehoben und integriert sind aber auch eine Aufgabe für unser Leben bekommen.
00:22:37: dem wie jede Gemeinschaft sind wir auch füreinander verpflichtet.
00:22:41: Gerade wenn ich erlebe, dass der Missbrauch stattfindet, unrecht geschieht, Reformen behindert werden, Engagements falsch gesetzt werden, Überflüssiges diskutiert und gleichzeitig Wichtiges unterlassen wird.
00:22:55: Gerade dann braucht es doch meinen Protest, meinen Aufschrei, meinen Auftreten, meinen Hinweis auf Verbesserung nicht meinen Rückzug um einen
00:23:05: Austritt.".
00:23:06: Ich werde nichts ändern, wenn ich jetzt gehe, sagte mir ein sehr bekannter Publizist zu diesem Thema.
00:23:12: Ich muss bleiben und werde alles tun was in meiner Macht steht um die Dinge doch noch zu
00:23:18: verändern.".
00:23:19: Kirche heißt übersetzt Eglisier herausgerufen sein.
00:23:24: Es gibt keine Verpflichtung zu ihr dazu zu gehören.
00:23:28: Niemand von uns behauptet das.
00:23:31: Es ist ein Privileg, dass uns das zuteil wird und für das wir ebenso verantwortlich sind wie die, die uns da hineingebracht haben.
00:23:39: Jetzt liegt es an uns diese Kirche so zu formen und zu gestalten, dass man sie in unserem Leben auch spüren kann erleben kann, dass darin ein Stück Heimat gefunden werden kann.
00:23:51: Mit immer weniger Leuten, jedoch wird uns das immer schwerer fallen.
00:23:54: Nicht nur finanziell natürlich!
00:23:56: Die kirchliche Einrichtungen von den Kitas bis zu den Pflegeheimen wollen irgendwie unterhalten und betrieben werden.
00:24:03: Die Kirche ist eine der größten Arbeitgeber in unserem Land.
00:24:06: Kirchensteuer ist keine Spende.
00:24:07: Sie ist eine Verwaltungsabgabe die die Arbeiterkirche erst allein möglich macht unsere Gebäude erhält und unsere Gehälter bezahlt damit wir rund um die Uhr für die Menschen da sein können.
00:24:20: Aber ich bin nicht wegen dieser Leistungen da in der Kirche, die übrigens alle offen stehen und die mit meinem Beitrag ermöglichen.
00:24:29: Ich bin ja der Kirchen weil sie eben kein Konstrukt oder Ergebnis einer Schreibtischplanung ist.
00:24:36: weil der Einer einmal begonnen hat, Menschen um sich zu sammeln und sich dann auf dem Weg gemacht hat.
00:24:43: Mensch mit der Nähe Gottes in Berührung zu bringen.
00:24:46: dieser Mensch Jesus von Azzareth erkannte das Wort Kirche gar nicht aber er hat genau das gemacht was Kirche bis heute sein will.
00:24:55: mich fasziniert diese Vorstellung.
00:24:56: jedes Mal bevor Jesus von azzareth zu den Menschen spricht und unter ihnen das Reich Gottes sichtbar werden lässt sammelt er zuerst die um sich mit denen er diese Zeit verbringen möchte.
00:25:09: Er holt sie nicht aus den reinen begeisterten Fans einer Zuhörer oder Anhänger, sondern er holt sich direkt von der Straße weg aus ihrem Leben heraus.
00:25:19: Er begeistert sie und nimmt sie mit – Gott zwingt nicht!
00:25:23: Er begeist dazu stets über die Tür zu meinem
00:25:26: Fahrbüro.".
00:25:27: Genauso muss Kirche sein.
00:25:28: Nicht vorschreiben, nicht urteilen, nicht gängigen, nicht einzwingen sondern in die Freiheit führen begleiten beraten unterstützen und mithelfen beim Leben.
00:25:38: Wirdn wir da mal ein anderes Tempo hinlegen wenn es darum geht endlich notwendige Reformen umzusetzen unkomplizierter zu werden in formalen und bürokratischen Angelegenheiten und direkt und unmittelbarer im Umgang mit dem Menschen dann würden wir Ihnen sicherlich so einige Gründe aus der Hand nehmen, dass man aus der Kirche austreten muss.
00:26:00: Wenn mir Menschen ihren Kirchenastritt erklären und dabei intensiv betone, dass das ja nichts mit ihrem Glauben bzw.
00:26:07: ihr möglichen Unglauben zu tun hat, würde ich das auch nie anzweifeln!
00:26:12: Das Menschenglauben ist kaum messbar.
00:26:14: darüber zur Urteil noch unmöglicher.
00:26:17: Niemals würde ich mehr in solches Urteil erlauben – und auch meine Kirche tut es
00:26:20: nicht.".
00:26:21: Aber dass jeder eine feste Heimat braucht und die Kirche, die ich schenken kann und will ist unbestreibbar.
00:26:28: Wir sollten im Ausverkauf dieser Wahrheit nicht einfach stumm-und wehrlos zusehen oder so wie man es schon zu meiner Jugendzeit einmal gesagt hat naja der letzte machts Lichter außen nimmt die Kasse mit.
00:26:39: Nein!
00:26:40: Ich möchte das.
00:26:41: diese Schiffkirche weiterfährt durch die Stürme dieser Zeit und ich möchte damit auf der Reling stehen.
00:26:47: Ich wünsche uns eine gute Woche vor allem meine Kirche Euer Pfarrer Schießler.
00:26:53: Das war eine neue Folge Schießlerswoche von und mit Pfarrerin Maria Schießlar, eine Produktion des katholischen Medienhauses Sankt Michaelsbund und des MKR.
00:27:09: Der Frühling kommt mit kleinen Schritten.
00:27:11: so langsam wird's pöa-pö etwas wärmer die Nächte sind aber trotzdem noch zappfig kalt.
00:27:16: für Menschen die keine Wohnung haben und die Nacht im Freien verbringen müssen bedeutet das erst mal weiter frieren.
00:27:22: Die Gefahr dabei?
00:27:23: Zehen können erfrieren und Feuchte und Kälte sorgen dafür, dass Wunden nicht richtig heilen.
00:27:28: Deshalb ist in der kalten Jahreszeit der Andrang in der Wundambulanz der Obnachlosenhilfe St.
00:27:32: Bonifatz hier bei uns in der Münchner Max-Vorstadt besonders groß!
00:27:36: Ein Akronberger versorgt Deutschland seit vielen Jahren die Wundpatienten und sagt es sind oft die kleinen Wunden, die gefährlich werden.
00:27:43: Wir haben immer wieder Schnittwunden an den Händen vom Flaschen sammeln wo sie dann in die Glascherben quasi reinfassen Und da haben wir also ganz böse Infektionen, weil die dann halt auch nicht gleich kommen.
00:27:56: Es ist dann auch viel der Alkoholschuld, wo sie den Schmerzen dann benebeln und weg täuschen.
00:28:04: Erst wenn so eine dicke fette Eiterblase hier ist, sehen Sie es für notwendig, dass sie doch mal zu uns
00:28:10: kommen.".
00:28:11: Anja Grunberger war fast vierzehn Jahre lang Intensivkranken-Schwester – bevor sie nach St.
00:28:17: Bonifats in die Wundambulanz gewechselt.
00:28:21: Ekel vor offenen Verletzungen habe sie deshalb keinen, sagt sie.
00:28:26: Geduldig kümmert sie sich um ihre Patienten wie zum Beispiel den siebenunddreißigjährigen Andreas der im Rollstuhl sitzt.
00:28:34: Sein linkes Bein ist amputiert und muss behandelt werden.
00:28:39: Er hat normaler Prothesenversorgung aber da geht er im Moment nicht rein in die Prothese weil das immer wieder entzündet ist Und es war noch viel weiter offen und jetzt eigentlich zu.
00:28:50: Also muss man noch ein bisschen pflegen.
00:28:52: Und hier hatte er auch einen Dekubitus, also eine wundgelegene Stelle vom Rollstuhl und das schaut aber alles schon perfekt aus.
00:28:59: Es dauert nicht mehr lange bis ganz zu
00:29:01: ist.".
00:29:02: Die offene Wunde an Andreas Gesäß ist ein Dauerbrenner – Hier ist die Gefahr am größten dass sie sich wieder verschlimmert wenn Andreas nicht selbst vorsorgt.
00:29:13: Wir geben den Patienten derzeit sogar Material mit, dass sie sich am Wochenende selbst versorgen können.
00:29:19: Wir müssen ihnen aufklären, dass er nicht nur sitzt im Rollstuhl sondern auch bewegt und die Wunde ein Stück weit zugehen kann.
00:29:28: Andreas ist froh, dass es die Bundambulanz Sankt Bonifatz gibt.
00:29:33: Er ist nicht zum ersten Mal zur Behandlung bei Anja Kronberger.
00:29:36: Ich kenne das sind Geschichten, die können schon mal bis zum halben Jahr dauern Ist mir nichts
00:29:42: Ungekanntes.".
00:29:43: Patienten wie Andrea sind einfach zu händeln, erklärt Kronberger.
00:29:48: Er ist krankenversichert und es gibt keine Sprachbarrieren.
00:29:52: Viele Menschen mit offenen Wunden kommen aus Osteuropa – da braucht es dann einen Übersetzer oder man verständigt sich mit Händen und Füßen.
00:30:01: Aber auch das schreckt Anja Kronberger nicht ab!
00:30:05: Sie isst offen für alle die ihre Hilfe brauchen….
00:30:08: Es kommt unglaublich viel zurück von die Leute, also sie sind dankbar.
00:30:13: Sie sind auch hier bei uns in der Praxis überhaupt nicht übergriffig.
00:30:16: Klar gibt es einmal Ausnahmen aber die gibt's überall.
00:30:20: Das ist so eine sinnstiftende Arbeit.
00:30:23: Man kann das nicht vergleichen wie im Krankenhaus.
00:30:25: Es ist ganz was anderes.
00:30:26: Im Krankenhaus ist die Dankbarkeit gar nicht da sondern das ist ja Selbstverständlichkeit.
00:30:32: Also, wir sind doch ganz was anderes.
00:30:34: Wir sind jetzt Wundambulanz oder Ortspraxis und wir sind so ein Punifatz.
00:30:38: Paul Hasel für das MKR – Das Kirchenradio.
00:30:46: Beim Wort Bench-Dekrete zucken wohl die meisten mit den Schultern.
00:30:50: Der Begriff ist nicht besonders bekannt.
00:30:52: Für etwa drei Millionen Menschen war er aber viel mehr als ein Wort sondern ein traumatischer Lebenseinschnitt.
00:30:58: Die Benensteckräte besiegelten im März, die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei.
00:31:05: Ottfried Pustejowski hat sie am eigenen Leiber fahren.
00:31:08: Heute lebt er Historiker in Warkirchen und arbeitet unermüdlich an der Versöhnung zwischen den beiden Völkern.
00:31:19: Die Mutter allein erziehen, weil der Vater ihre drei Kinder gefallen war.
00:31:27: Als Deutsche mussten sie ihre Heimat im Osten der damaligen Czechoslovakie verlassen.
00:31:31: Mit Dutzenden anderen damals sogenannten Flüchtlingen trafen sie in Tegernse ein und waren die Letzten, die einen Quartier zugewiesen bekamen.
00:31:39: Ein Fenster hatte eine zerbrochene Scheibe unter uns ein Keller, in dem auch die Fenster nicht drinnen waren Keinerlei Heizmöglichkeit, kein Ofen keine Heizung und nichts.
00:31:56: Und selbst dieses eine Zimmer erhielten sie nur weil die Polizei ihre Unterbringung bei den Hausbesitzern erzwang.
00:32:03: Darin verbrachte die Familie einen der kältesten Winter des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:32:07: Immerhin bekam sie noch einen Ofen zugewiesen.
00:32:10: Der zwölfjährige Ottfried hatte aber nicht nur am klirrenden Frost und zu wenig Essen zu leiden.
00:32:15: Ich habe in den ersten zehn Jahren mein Trauma verarbeiten müssen.
00:32:21: Angst, Furcht ... Jedes Wort Czechisch eine Belastung mit Verfolgungsvorstellungen bis in die
00:32:30: Träume.".
00:32:31: Nachdem die Nationalsozialisten in seiner Heimatstadt Ostrau die Macht verloren hatten rechten sich viele Tschechen an den Deutschen für die ihnen zugefügten Grausamkeiten.
00:32:39: Als Prostijowski auf der Straße spielte fragte ihn ein Mann nach seiner Nationalität.
00:32:44: Brav sagte der Bub die Wahrheit.
00:32:46: Da schlug ihn der Mann windelweich und sperrte ihn stundenlang in einen lichtlosen Keller.
00:32:51: Zudem kam es in Ostra zu willkürlichen Abtransporten, auch Ottfriede und seine Schwester wurden zum Bahnhof befohlen – ein tschechischer Bauer versteckte sie aber!
00:33:00: Er, der Bauer sagte ich hasse die Deutschen, aber dein Großvater hat uns durch einen Kredit dazu verholfen dass wir den Hof kaufen konnten.
00:33:12: Deswegen nehme ich dich auf Und sein Halbbruder nahm eine Schwester auf.
00:33:45: dennoch kann er aus heutiger Sicht sogar den Grund für die gnadenlosen Bennestekrite nachvollziehen.
00:33:51: Aus der damaligen Situation muss ich Ja sagen und zwar nämlich, nachdem wie das dritte Reich nämlich die Czechoslovakie ab dreiunddreißig behandelt hat wurde ein praktisch einen Hasspotenzial aufgebaut.
00:34:08: Darum wollte die Regierung alle deutschen Ansprüche auf tschechoslowakische Staatsgebiet ein für allemal erledigen.
00:34:15: Der damalige Staatspräsident Edward Benner strengte auf eine komplette Vertreibung der Deutschen, nach ihm sind die berüchtigten Dekrete benannt.
00:34:22: Ottfried Pustijowski und seine Familie haben sie zu Heimatlosen gemacht Weil sie in Tegernsee Anschluss an die Pfarrei fanden, waren sie dort jedoch schnell integriert.
00:34:31: Ottfried wurde Oberministerin, studierte Geschichte und Theologie – und weil er als Kind perfekt tschechisch gelernt hatte, kam später noch die Slavistik hinzu.
00:34:39: Hass gegen die Tschechen hat er trotz seiner traumatischen Erlebnisse nie empfunden.
00:34:44: In Deutschland hat auch nie zu keinem einzigen Zeitpunkt meine Mutter Nur ein einziges Wort eines Hasses wirklich angeführt.
00:34:54: Und ich, das sozusagen mit aufgenommen habe als Teil des
00:35:00: Lebens.".
00:35:00: Schließlich war Pustijowski immer klar, welche Verbrechen die Nationalsozialisten aus Deutschland über das Nachbarland und ganz Europa gebracht hatten.
00:35:08: Die Viehwagons, die ihn nach Bayern brachten, waren zuvor für die Transporte ins KZ Auschwitz im Einsatz.
00:35:14: Über die deutsch-tschechische Geschichte hat Pustijowsky jahrzehntelang in beiden Ländern ausführlich geforscht.
00:35:20: Als Historiker zählt er zu den besten Experten auf diesem Gebiet und ist einer der letzten Zeitzeugen der Vertreibung, darüber spricht er auch an Universitäten im Prag oder seiner Geburtsstadt Ostrau – und im vergangenen Herbst hat ihn das tschechliche Fernsehen gebeten mit einem Kamerateam seine früheren Lebensstationen zu besuchen.
00:35:38: Im November fand ich überall nicht nur positive, sondern völlig aufgeschlossene, jüngere und mittlere Generationen.
00:35:49: Nuller Santémence gegen Deutsche.
00:35:51: im Gegenteil mit größtem Respekt wurde alles aufgenommen.
00:35:55: Und das muss ich sagen darüber freue ich mich jeden Tag
00:35:58: verneumt.".
00:35:59: Denn der zwei- neunzigjährige Ottfried Bustioffs gezeigt dass Hass zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen Überwunden werden kann, wenn gegenseitiges Zuhören und Erzählen die Herzen öffnet.
00:36:10: Und Mitgefühl für den jeweils anderen entsteht.
00:36:13: Alois Bial für das MKR – Das Kern Radio.
00:36:19: Nächste Woche ist ja schon K-Woche!
00:36:21: D.h.,
00:36:21: auch die Osterferien stehen vor der Tür.
00:36:23: Wegfahren muss nicht unbedingt sein, man kann sich z.B.
00:36:26: auch ins schöne Italien hineinlesen.
00:36:29: In unserem Romantip geht es nämlich heute nach Mailand... ...und wer noch etwas Schönes fürs Osterfest sucht Der kann beim Kinderbuchtipp fündig werden.
00:36:36: Jetzt für Sie die MKR-Buchtipps!
00:36:47: Im Mittelpunkt stehen zwei Kinder, die in den Sechzigerjahren einer Villa aufwachsen.
00:36:52: Piero, Sohn eine reichen Unternehmerfamilie und Valeria – Tochter einer Angestellten.
00:36:58: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft werden sie enge Freunde und bleiben durch ein altes Familiengeheimnis miteinander verbunden.
00:37:06: Sie erleben die Jahre des Aufbruchs und des Wandels in Italien zwischen Deutsche Vita- und kultureller Revolutionen.
00:37:12: Doch als Piero die Firma seines Vaters übernehmen muss und Valeria sich in einen jungen Arbeiter verliebt, geraten ihre Lebenswege auseinander.
00:37:21: Ein gefühlvoller und vielschichtiger Roman von Freundschaft, Liebe, Verlust und den großen Gegensätzen im Leben.
00:37:29: Willary Wolter von Daniel Speck kostet ... Das Kinderbuch!
00:37:38: Geschichten von der Achinoa, von Jonah im Bauch des Wahls oder von Jesus – der einen gelähmten Halt.
00:37:44: Faszinieren Kinder von klein auf und wecken ihre Neugier!
00:37:47: Natürlich dürfen sie auch in dieser Kinderbibel nicht fehlen.
00:37:50: Sie versammelt die wichtigsten Figuren aus dem alten und neuen Testament, und erzählt ihre Geschichten in einfacher lebendiger Sprache.
00:37:58: Neben den bekannten Erzählungen geht es aber besonders um starke Frauen wie die Königin Esther, die mutige Anführerin Deborah oder Maria Magdalena.
00:38:07: Begleitet wird das Ganze von modernen humorvollen Illustrationen ideal zum Vorlesen und Selbstlesen für Kinder ab etwa sechs Jahren – vielleicht ja auch was fürs Osternest?
00:38:17: Deine bunte Kinderbibel von Alf Jettel-Valgamo kostet knapp zweiundzwanzig Euro.
00:38:22: Das Sachbuch!
00:38:24: Ildikov von Kürti, alt genug Die Erfolgsautorin und Journalistin schreibt in ihrem neuen Buch offen und persönlich über das Älterwerden.
00:38:32: Sie erzählt von ihren Erfahrungen in der Lebensmitte Von Zweifeln, Ängsten, Abschieden aber auch von neuer Freiheit und Selbstvertrauen.
00:38:40: Dabei wird klar älter werden kann ziemlich befreiend sein weil man sich selbst besser kennt und nicht mehr allen Erwartungen entsprechen muss.
00:38:48: In vielen kleinen Episoden blickt sie auf ihr Leben, ihre Familie und prägende Erlebnisse zurück.
00:38:54: Das Buch verbindet ernste Gedanken mit Humor und macht Mut das eigene Leben so anzunehmen wie es ist für ein selbstbestimmteres und oft auch entspannteres Leben.
00:39:04: Alt genug von Ildiko von Kürti kostet knapp ... Alle Buchempfehlungen finden Sie im Michaelsbund-Onlineshop und in der Buchanlung Michaelsbund.
00:39:21: Ja, nur noch knapp eineinhalb Wochen ist die Fastenzeit endlich geschafft!
00:39:25: Er sagt ja schade doch habe ich dieses Jahr gar nichts gemacht.
00:39:28: dem sage ich dafür ist es nie zu spät.
00:39:30: Es muss ja nicht Schokolade oder Handysign das man weglässt.
00:39:34: Kreativ sein ist erlaubt.
00:39:35: Auch Pfarrer Ulrich Kampe aus Oberschleißheim ist dieses Jahr mit seinem Fastenvorsatz neue Wege gegangen.
00:39:40: Die Straße kann ein emotionales Pflaster sein.
00:39:43: Pfarrer sind dann nicht ausgenommen, deswegen sagt auch Ulrich Kamppe aus Oberschleißheim – das kenne ich!
00:39:50: Vor allem dann wenn man eh schon knapp bei der Zeit ist und dann hat man noch so manche Schnarchnasen vor sich fahren wo man sich fragt oh her was willst du mir damit sagen?
00:40:00: Und mit Wutausbrüchen isst sie ja es.
00:40:02: so eine Sache da kann man alles um sich herum vergessen auch dass noch jemand im Auto sitzt.
00:40:08: Und dann habe ich da Worte gesagt, dann war mir bewusst geworden.
00:40:11: Oh!
00:40:11: Ich hab ja Mitfahrende.
00:40:13: Das geht so nicht?
00:40:14: Ich muss was
00:40:14: tun.".
00:40:15: Und deswegen heißt der Fastenvorsatz für ihn Fluchenfasten beim Autofahren.
00:40:20: Damit er auch immer dran denkt liegt ein großer Zettel im Auto auf dem steht Segnen Nicht Vergessen Denn sechs Wochen Fastenzeit gibt's natürlich Ausrutscher.
00:40:31: Im Augenblick wo ich das tue kriegt derjenige einfach Maria geschenkt.
00:40:34: Es heißt ja mit Gott für uns Maria und deswegen bitte für ihn dann trete ich für ihn in besonderer Weise ein.
00:40:40: Negatives, in etwas Positives umkehren ist ja auch der Sinn der Fastenzeit!
00:40:45: Genau und damit auch meine eigene Stimmung das Innere nochmal ganz anders wahrzunehmen und vielleicht doch entspannter unterwegs sein zu können.
00:40:53: Und für diese Gelassenheit motiviert sich Pfarrer Ulrich Kampel egal wie oft er Fastenvorsatz auch daneben geht jeden Tag wieder neu.
00:41:01: Eine kleine Hilfe vom Johannis im
00:41:03: XXIII.,
00:41:04: der einen besonderen Dekalog geschrieben hat und der heißt nur für heute will ich Und wenn man das sich jeden Tag neu sagt, nur für heute will ich heißt es.
00:41:11: Man kann jeden Tag neustarten und schon verändert man mit der Zeit sein Umfeld sich mit dem wie man unterwegs ist.
00:41:21: Es geht mit großen Schritten in Richtung Ostern.
00:41:23: Ja und das bedeutet auch im Vatikan laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
00:41:28: Was da alles die kommenden Tage so los ist und wie das erste Osterfest von Papst Leo dem vierzehnten aussieht Darüber spreche ich jetzt mit unserer MKR-Korrespondentin Severina Bartoneczek direkt in Rom.
00:41:41: Servus, Severina!
00:41:42: Hallo aus Roma!
00:41:44: Wie dürfen wir uns das in diesem Jahr vorstellen?
00:41:48: Ostan in Rom ist natürlich was ganz Besonderes.
00:41:51: Das größte Fest der Christenheit an der Weltkirchenzentrale zu feiern, ist wirklich etwas Besondereres und das wissen sehr viele Menschen.
00:41:59: darum ist die Stadt immer ganz besonders voll und man kann sie auch wirklich ganz wundervoll genießen denn neben den Festtagen die natürlich gefeiert werden im Petersdom auf dem Petersplatz Er blüht auch Rom in dieser Zeit.
00:42:14: Also, wir sind mitten im Frühling und jeder Gang durch die Stadt ist bunt und riecht gut und es ist ganz wundervoll!
00:42:22: Ich hab's ja vorher schon gesagt Es is Papst Leos erstes Ostern.
00:42:26: Was bedeutet das denn?
00:42:27: Also Leos erstes Ostern als Papst kann man so ein bisschen als Back to the Roots bezeichnen, also zurück zu den Ursprüngen.
00:42:36: In den letzten Jahren war die Osterzeit ja immer besonders davon geprägt ob Papst Franziskus gesundheitsbedingt überhaupt an den Termin teilnehmen kann.
00:42:44: Das ist in diesem Jahr natürlich anders.
00:42:46: Also Papst Leo wird allen Feierlichkeiten selbst vorstehen von Paim Sonntag über die Weihung der Heiligen Öle Die Fußwaschung, von der wir alle noch nicht wissen an wem er sie vornimmt, klar ist.
00:42:58: Er fährt nicht raus in ein Gefängnis oder eine Geflüchtlingsunterkunft sondern er wird das in der Lateranbasilika machen seiner Bischofsbasiliker und dann schauen wir mal was er dafür Zeichen setzen wird.
00:43:11: Und dann geht es ja Karfreitag auf den Höhepunkt zu in Sachen Osterfeierlichkeiten.
00:43:15: Dann haben wir natürlich diesen stimmungsvollen Kreuzweg am Kolosseum.
00:43:19: Da wird Leo auch dabei sein genauso wie bei der Osternacht die jetzt wieder ihrem liturgischen Namen ein bisschen näher kommt.
00:43:26: Sie findet wieder um neun Uhr statt.
00:43:28: In den letzten Jahren fand die Messe immer um neundzehn und neunzehnt nur dreißig statt, also da geht es ein bisschen zurück und dann folgt natürlich am Sonntag die Ostermesse auf dem Petersplatz und dies wirklich immer was ganz Besonderes.
00:43:40: Ja und dann gibt's auch schon wieder den Segen Urbi et Orbi!
00:43:43: Den spricht der Papst übrigens schon zum dritten Mal eigentlich ja nur an Ostern und Weihnachten aber direkt nach seiner Ernennung eben auch und deshalb dürfte er, wie würde ich mal behaupten zumindest, da schon so ein bisschen Routine haben.