00:00:01: Heute mit Katharina Sichler.
00:00:03: Deutschland rüstet auf!
00:00:05: Das Bild von einer veralteten Bundeswehr ist schon lange nicht mehr aktuell, das sagt auch Brigade-General Thomas Hamburg – er ist Leiter des Landeskommandos Bayern.
00:00:15: Das ist die oberste Behörde der Bundeswehr im Freistaat.
00:00:19: Verändern sagt er muss sich aber auch die Gesellschaft und dabei können Kirche und Glaube helfen.
00:00:25: Wir haben ihn in der Kaserne besucht.
00:00:28: Seit den Neunzigern hat es in Europa kein Krieg mehr gegeben, bis zum Angriff Russlands auf die Ukraine-Zweißen-Zweiundzwanzig.
00:00:36: Für viele Deutsche ist die angespannte Weltlage eine ganz neue Situation.
00:00:41: Um widerstandsfähig zu sein müssen wir auch auf gesellschaftlicher Ebene stärker werden – das findet Brigadegeneral Thomas Hambach und laut ihm müssen wir alle eins lernen!
00:00:52: Das ist eben auch darum, sich um den Nachbarn zu kümmern.
00:00:54: Dass es darum geht, sich für die Demokratie einzusetzen – für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Freiheit in der wir leben, die kein Zuschauersport
00:01:03: ist.
00:01:04: Sich gemeinsam für die Demokraten einsetzen?
00:01:06: Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten!
00:01:09: Ob in der Nachbarschaft im Sportverein oder eben in der Kirche.
00:01:13: Hamburg hofft, dass sich wieder mehr Menschen engagieren.
00:01:17: Außerdem
00:01:18: sind die Kirchen ja genau Die Institutionen, die genau das in ihrem Programm drin haben.
00:01:24: Die sich um den Zusammenhalt kümmern und sich um das Engagement einzelner für die Gesellschaft kümern.
00:01:29: Das ist ja auch Vorleben durch das Passier in die Gesellschaft
00:01:32: einbringen.".
00:01:33: Aber Kirche und Krieg?
00:01:36: Das Bild von einem Soldaten passt auf den ersten Blick nicht so wirklich mit dem christlichen Glauben zusammen.
00:01:42: Auf der einen Seite Gewalt, auf der anderen beim Herzlichkeit.
00:01:46: Hambach meint, dass schließt sich nicht aus!
00:01:56: In
00:02:10: schwierigen Lagen kann sich der Brigade-General an diesem Glauben orientieren.
00:02:14: Auch ganz praktisch!
00:02:16: Ich sehe ihn als Hilfestellung und dann kann ich in mich gehen und sagen, wenn ich so eine Lage habe werde ich dem jetzt gerecht.
00:02:22: Diesen
00:02:23: Problem oder diesen Menschen der vor mir sitzt ist das wirklich gerecht was ich mache?
00:02:27: wie würde ich denn gerne behandelt
00:02:28: werden?
00:02:28: Da kann einem der Glauben weiterhelfen.
00:02:30: es ist direkt anwendungsbezogen.
00:02:32: Brigade-General Hamburg macht deutlich wir werden nur zusammen widerstandsfähig gegen Krisen wie den Krieg.
00:02:40: Kirche und Glaube können da eine wichtige Rolle spielen.
00:02:43: Lilly Kricker fürs MKR Das Münchner Kirchenradio.
00:02:51: Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und seit der Eskalation im Nahen Osten ist auch die Bedrohungslage für Deutschland angestiegen, da sind sich Politiker, Militär- und Wissenschaftler weitgehend einig.
00:03:04: Nicht nur die Gesellschaft muss sich mit der wachsenden Bedrohnung auseinandersetzen – Auch die Seelsorge braucht Antworten um weiterhin für die Soldatinnen und Soldaten dar zu sein!
00:03:14: Das sagt auch der deutsche Militärbischof Franz Josef Oberbeck.
00:03:18: Das kann man erstens daran sehen, dass die Militäre Seelsorge zu reagieren hat auf den Versuch des Verteidigungsministers und anderen Verantwortlichen im Militären wesentlich mehr Rekruten und mehr junge Soldatinnen und Soldaten zu gewinnen für den Dienst als bisher.
00:03:36: Und zweitens, dass die Herausforderungen sich damit sowohl für uns in der Seelsorge ändern im Blick auf die mögliche Begleitung von Soldaten und Soldatinnen in anderen Kampf einsetzen.
00:03:45: Von denen bis heute Gott sei Dank noch nicht die Rede ist.
00:03:49: Und auf der anderen Seite natürlich auf die Reflektionen, auf die ethischen Fragen, die sich bei der Benutzung von vielen digitalen Systemen auch Kampfsystemen oder auch all den Perspektiven, die durch den Cyber War der Jahrtag für Tag jetzt schon ergeben.
00:04:06: Auch bisher waren deutsche Soldaten und Soldatinnen an Krisenherden eingesetzt, aber in wesentlich geringerem Umfang als das in Zukunft sein könnte.
00:04:14: Mehr Soldaten an mehr Kriegsschauplätzen bedeutet auch erhöhte Anforderungen an die Seelsorger.
00:04:19: Es gibt einen ganz einfachen Grundsatz wie die Militärsorge sind da wo die Soldaten sind.
00:04:23: Und das ist dann gleich in welchen Einsätzen sie sind.
00:04:27: Wenn Sie uns erbitzen und wenn sie darauf wertlegen, dass wir kommen sind.
00:04:30: Wir da!
00:04:31: Das ist Kirche und das ist Seelsorge und gleichzeitig eben auch Hilfe im ethischen Sinne der Reflektion auf die Einsätze, die dann zu tätigen
00:04:39: sind.".
00:04:39: Das heißt aber auch – wenn mehr Soldaten im Einsatz sind stehen nicht automatisch mehr Seelsorger zur Verfügung sowie Seelsorgern in den Fahrgemeinden vielen so auch im militärischen Bereich.
00:04:49: Dabei ist der Bedarf ungebrochen, sagt Militärbischof Oberbeck.
00:04:52: So gibt es eben Untersuchungen die bis dahin gehen zu sagen das neunzig Prozent aller Soldatinnen und Soldaten auf unterschiedlichsten Ebenen mit der Militäresorge eben evangelisch-katholisch oder jüdisch in Kontakt treten auch wenn nur ungefähr fünfzig Prozent einer deutschen Soldatin und Soldatten überhaupt eine Kirche angehören oder einige wenige eben in der jüdischen Glaubensrichtung.
00:05:20: Daneben gibt es auch etwa zwei bis drei tausend muslimische Soldatinnen und Soldaten, die die katholischen und evangelischen Seelsorger bewusst aufsuchen oder an muslimisch-geistliche außerhalb der Bundeswehr weitervermittelt werden.
00:05:31: Erst seit Anfang des Jahres wird ein Stamm von muslimischen Militärseelsorgern aufgebaut – im Übrigen habe die Seelsorge für alle in der Vergangenheit immer gut funktioniert", sagt er militärbischof
00:05:41: weil es um menschliche Fragen geht, die ja bekanntlich in allen Religionen die gleichen sind.
00:05:47: Wenn's um Not und Tod, wenn es um Leid- und Trauer geht, wenn das auch um ethische Fragen geht – von daher gesehen sind wir durch die jetzt langen Jahre in der Militärseesorge Kathurgische Militärdesorg gibt es genau in diesen Wochen, siebzig Jahre deutlich zeigen.
00:06:04: Aber die Evangelische ja auch und auch die junge jüdische Tudusgleichen.
00:06:08: wir sind den Soldaten danach wo Sie Ihre Lebensfragen haben
00:06:11: bzw.,
00:06:12: wo wir Ihnen beistehen und helfen können wie es sich in der Kirche gehört
00:06:16: Wenn aber im Kriegsfall alle Seelsorger militärische Einheiten begleiten, hat das auch einen Effekt für Kirche und Seelsorge im Hinterland.
00:06:23: Auf der anderen Seite wird es aber auch bedeuten sollten solche Kämpfe wirklich stattfinden, dass es eine andere Herausforderung geben wird für die Diözesen und für die anderen Form von Seelsorgern, die in diesem Sinne angesichts der Kämpfer dann dem Hinterland dafür sorgen müssen, begleitet die Totenbegraben und eben diese Sorge geleistet werden kann.
00:06:46: Etwa
00:06:46: zweihundert Seelsorger hat die Bundeswehr insgesamt für alle Religionen, deshalb brauchen an der Front wieder heim Militärseelsorge- und Seelsorgerinnen noch bessere Qualifizierungen und müssen noch stärker in militärische Strukturen eingebunden werden – wie die Wette für das MKR, das Kirchenradio!
00:07:06: Bei unserem Themen-Tag geht es heute darum, wie Deutschland mit den Kriegen in Europa umgeht.
00:07:11: Wir haben mit einem Militärseelsorger gesprochen der selbst bereits in Krisengebieten den Soldaten beigestanden hat.
00:07:18: Wolfgang Reichel arbeitet im Bistum Regensburg und war auf Auslandseinsätzen unter anderem in Jordanien.
00:07:25: Er sagt die Lage ist auch für Deutschland sehr viel bedrohlicher geworden – und genau deshalb muss sich die Militärelsorge erneuern!
00:07:34: Wir hatten das ja alles im Kalten Krieg gut vorbereitet, also für die Militärsilsorge Begleitzoldat plus entsprechendes Fahrzeug.
00:07:44: Aber in den neunziger Jahren ist all das plötzlich ich sage es mal geschrettet worden.
00:07:49: wir waren ja von Freunden umgeben und jetzt müssen wir uns auf die neue Situation anpassen und schauen, was fehlt uns noch?
00:07:58: Was müssen wir noch
00:07:59: nachsteuern?".
00:08:01: All das muss jetzt neu gedacht.
00:08:03: Muss geplant werden!
00:08:04: Wie kommuniziere ich?
00:08:06: mein Smartphone wird an der Front völlig untauglich sein ebenso mein Diensttelefon denn die gegnerische Funkaufklärung wird mich dadurch sofort orten können und entsprechende Maßnahmen gegen mich
00:08:18: einleiten.".
00:08:19: Die Militärseelsorger müssen sich darauf einstellen dass ihre Sicherheit bedroht ist, dass sie wochenlang an der front im dienst sind.
00:08:26: Vor ein paar Monaten haben sie sich mit ukrainischen Kollegen zum Erfahrungsaustausch getroffen.
00:08:31: Fahrer Reischel selbst hat seine ersten Front-Erfahrungen in Jordanien gesammelt, als der Zwölftargekrieg ausbrach.
00:08:36: Der Einsatz im Kriegsgebiet hat ihn geprägt.
00:08:39: Aus persönlicher Sicht hat sich bei mir geändert, dass ich eigentlich nichts mehr aufschiebe sondern das was ich mir vornehme und wenn es möglich ist versuche ich es zeitnah auch zu machen.
00:08:54: also ich sage nicht mehr wenn ich einmal Urlaub habe dann werde ich dieses Buch lesen sondern wenn es Zeit ist mache ich jetzt
00:09:03: Leben ihm hier und jetzt, um in den Bewusstsein für die Soldaten da sein zu müssen.
00:09:08: Fahrer Reischl hat im Feld einen Satz immer ein offenes Ohr für sie.
00:09:11: Was bei uns immer ist nach jedem Gottesdienst gibt es ein Kirchencafé.
00:09:15: also man geht nicht auseinander sondern man trifft sich noch zu einem Gespräch.
00:09:22: dann dürfen Sie als Militärseelsorg an allen Lagebesprechungen teilnehmen.
00:09:28: während des zwölf Tagekriegs gab es am Tag zwei bis drei Lagebesprechungen.
00:09:34: Und die Militärseersorger müssen sich dann umwesentlich mehr Soldaten kümmern.
00:09:38: Im ersten Quartal, im Jahr ist es in den Bundeswehr ein, als im gleichen Zeitraum im Jahr für die Beobachtung von mehr
00:09:48: Rekruten.
00:09:48: Was ich in letzter Zeit festgestellt habe, nachdem die Zahl der Rekruten sehr stark bei uns zugenommen hat ... Und die Rekrutengruppen, also dadurch größer werden, die wir bei unserem lebenskundlichen Unterricht haben, steigt plötzlich bei diesen jungen Leuten die Nachfrage nach Bibeln.
00:10:10: Also was wir vor einem Jahr hatten dass man sich zwar die eine oder andere Informationsschrift von uns mitgenommen hat aber die Nachfragen nach Bibel eher gegen null tentierte Steigt diese plötzlich?
00:10:26: Das Interesse am Glauben ist da, dass an der Institution Kirche weniger.
00:10:30: Er als Militärseelsorger wird aber eher als Teil der Bundeswehr denn als Teil einer Einrichtung Kirche gesehen.
00:10:36: Mit mehr Soldaten in den Streitkräften steigt aber nicht automatisch die Zahl der Seelsorgers.
00:10:40: In einem zukünftigen Kriegsfall werden Militärtseelsorger wahrscheinlich zur Gänze im Kriegsgebiet sein Und
00:10:45: auf die
00:10:47: Gemeinden zu Hause kommen jetzt völlig neue Aspekte zu, also das was wir normalerweise auch machen wenn ein Bundeswehrangehöriger stirbt.
00:10:59: Das überbringen von Todesnachrichten.
00:11:02: Das werden Aufgaben sein die auf die ich sage es mal zivile Gemeinde übergehen werden und vor allem müssen die Zivilgemeinden lernen mit der Bundeswehr zusammenzuarbeiten Also vor allem auch mit den Heimatschutzkräften.
00:11:23: Verwundete Soldaten der Bundeswehr und Kriegsgefangene, nur zweiter Themen die seelsorgerlich in den zivilen Fahreien hierzulande koordiniert und geplant werden müssen.
00:11:32: Und die Zeit drängt, sagt Fahrer Reichel.
00:11:34: Willi Witte für das MKR – Das Kirchenradium
00:11:40: Die Natur, die explodiert.
00:11:42: jetzt ja gerade wieder ist es Frühling Auch wenn das Wetter manchmal noch nicht so läuft, wie es sein soll.
00:11:48: Es ist doch nichts Schöner, wenn die Sonne draußen ist einfach rauszugehen und zu genießen!
00:11:55: Wer dann in Bayerns Wäldern unterwegs ist und ein bisschen die Augen offen hält, der sieht aber dem Wald – dem geht es gar nicht gut.
00:12:04: Deswegen wird jetzt umgebaut Wie?
00:12:07: Das hat sich Maria Artel im Kirchenwald bei Förster Thorsten Enla angeschaut.
00:12:12: Wir haben jetzt hier
00:12:14: im Altholz,
00:12:15: wo es noch sehr
00:12:16: schattig ist
00:12:17: ein Zaun gebaut und pflanzen
00:12:20: wir hier
00:12:21: kalabrische Weistanne im
00:12:23: Versuch
00:12:24: wie die mit unseren Gegebenheiten hier zurechtkommt.
00:12:28: Denn die letzten Jahrzehnte haben die Fichte, einen unserer Hauptbäume in den Wäldern sehr gestresst und so ist Thorsten Inle auf der Suche nach Ersatz.
00:12:36: Neben der kalabrischen Weistanne kommen zum Beispiel auch die Orient-Buche oder die Libanonzeda in unseren heimischen Wald ein wichtiges Kriterium dabei.
00:12:45: Man ist hier in Versuch
00:12:47: mit Baumarten aus
00:12:48: trockneren Regionen, die aber zugleich
00:12:51: auch eine Trockenresistenz und mit einem Spätfrost gut zurechtkommen.
00:12:57: Weil den werden wir zukünftig
00:12:59: auch immer wieder
00:12:59: haben.".
00:13:00: Hier steht nicht die Wirtschaftlichkeit sondern die Waldgesundheit im Vordergrund – ein Kirchenwald kann und sollte sich so etwas leisten, findet Thorsten Inle.
00:13:09: Wir haben als Kirche vielleicht auch eine gewisse Vorbildfunktion, federführend voranzugehen mit Baumarten zum Arbeiten die vielleicht zunächst
00:13:18: noch nicht so wirtschaftlich sind
00:13:20: aber die mittelfristig für den
00:13:23: Klimaumbau
00:13:24: sehr wichtig sein können.
00:13:26: Die regional die Fichte ersetzen können und die auch ökologisch hier wertvolle Dienste verrichten kann.
00:13:35: Die Setzlinge der kalabrischen Weißtahne sind zwar schon fünf Jahre alt, aber gerade mal fünf Zentimeter hoch.
00:13:42: Was zeigt den Wald so umzubauen, dass er mit weniger Wasser und mehr Hitze klarkommt?
00:13:47: Ist ein Projekt auf Jahrzehnte!
00:13:49: Dann wird sich zeigen ob die kalabrische Weißtahn in Bayern ein neues Zuhause gefunden hat.
00:13:54: Maria Erdl fürs MKR das Kirchenradio.
00:14:01: Der Osterurlaub ist seit dieser Woche vorbei und die meisten Schokohasen sind auch verputzt.
00:14:07: Aber heißt das auch, dass Ostern vorbei ist?
00:14:11: Wir haben nachgefragt bei Pfarrer Rainer Maria Schießler.
00:14:14: Ostern ist jetzt
00:14:15: angegangen
00:14:16: am Ostersonntag.
00:14:17: Es dauert fünfzig Tage.
00:14:19: Am vierzigsten Tag für ein begräßte
00:14:22: Himmelfarkt.
00:14:22: Das ist dann die Entsprechung zu
00:14:24: vierzig Tagen.
00:14:25: Fastenzeit und zehn Tage später fahren wir Pfingsten.
00:14:29: Und das
00:14:29: ist der fünftigste Ostertag!
00:14:32: Also, wir haben noch ganz lange die Chance, die Schokohasen zu essen und die Osterdeko darf auch noch eine Weile stehen bleiben – Gott sei Dank!
00:14:41: Aber können wir für uns eigentlich auch was mitnehmen?
00:14:44: Also auch über diese fünfzig Tage hinaus?
00:14:47: Ostern schafft Bewegung.
00:14:50: Ostern steht
00:14:51: alles auf
00:14:52: den Kopf.
00:14:53: Ostern schafft eine ganz neue Welt, warum bei der Tod nicht mehr das letzte Wort hat.
00:14:59: Wenn Ostern mehr ist es
00:15:01: nur
00:15:01: zuhören und verstehen sondern ein wirkliches
00:15:04: Begreifen.
00:15:05: wenn diese Botschaft vom
00:15:07: Hirn
00:15:07: ins Herz und damit in die Beine kommt Dann gerät die Welt in Bewegungen,
00:15:13: zwar im positiven Sinn.
00:15:14: Menschen
00:15:15: gehen aufeinander
00:15:16: zu und suchen füreinander das
00:15:18: Leben und bleiben nicht beim
00:15:20: Tod
00:15:20: stehen.".
00:15:21: Und diese Aufbruchstimmung – und diese Hoffnung können wir doch das ganze Jahr übergebrauchen!
00:15:26: Also feiern Sie die Osterzeit und nehmen dieses Gefühl dann weiterhin mit….
00:15:34: Schaut man in ein Klassenzimmer und zählt so durch, dann ist statistisch gesehen jedes sechste bis siebte Kind gefährdet von Armut.
00:15:43: Ganz konkret bedeutet das bei uns hier in Bayern nicht unbedingt Hunger aber Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus.
00:15:51: also keine eigenen Freizeitangebote weniger Ruhe zum Lernen und oft das Gefühl nicht dazu zu gehören.
00:15:59: Im Hasenberger gibt es für diese Kinder und Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes einen Lichtblick.
00:16:05: Die Betreuungseinrichtungen Lichtblick-Hasenbergl war auch für Aisha Akrin eine riesengroße Stütze.
00:16:11: Heute mit Mitte zwanzig arbeitet sie in der Finanzbranche, doch ihre Kindheit war geprägt von Sorgen und Einschränkungen.
00:16:18: Sehr bedrückend anstrengend.
00:16:21: man lernt als Kind
00:16:22: dass man
00:16:22: halt weniger hat und man lernte es schnell zu verhöhnen, zu verstecken.
00:16:27: Für einem selber weil man halt kein angreifbarer Fläche bieten möchte aber auch für die
00:16:31: Eltern weil man
00:16:32: nicht möchte dass die Eltern weniger gesehen werden oder verurteilt werden.
00:16:36: Hilfe fand Eischer Früh im Lichtblick Hasenbergl, eine Einrichtung der katholischen Jugendfürsorge.
00:16:42: Mit acht Jahren kam sie zum ersten Mal dorthin und besuchte dort nach der Schule den Hort.
00:16:46: Der Lichtberg Hasenberger hat mir sehr viel gegeben unter anderem einfach ne bunte Welt, ne andere Perspektive.
00:16:52: Hat für mich
00:16:52: Türen geöffnet,
00:16:53: Kontakte gegeben die ich halt eben so in dem Raum nicht hätte haben können aber auch an sich ein Raum um mich einfach frei zu entfeiten und vor allem da Fokus lag an mich das heißt schon wie es mir gut geht und was ich brauche...
00:17:05: gewachsen zu können,
00:17:06: um ein Potenzial einfach zu erkennen und darauf aufzubauen.
00:17:10: Eine ihrer wichtigsten Ansprechpartnerinnen war von Anfang an Sozialpädagogin Dörte Fries die pädagogische Leitung im Lichtblick Hasenbergl.
00:17:18: Sie betont, Armut darf Kinder nicht länger ausschließen und benachteiligen Dass ein
00:17:22: Leben in Armut
00:17:24: einfach
00:17:24: machbar wird Und das ist
00:17:26: tatsächlich die Belastungen soweit auszugleichen, dass die Kinder halt einfach ihre Chancen nutzen können.
00:17:32: Weil es sind einfach
00:17:33: wunderbare Menschen, es sind wunderbare Potenziale
00:17:36: und ich
00:17:37: wünsche für die Kinder Jugendlichen – ich
00:17:39: wünsch aber
00:17:39: vor allem für unsere Gesellschaft -, dass wir alle gemeinsam leben und dass sie ihre Chans nützen können!
00:17:45: Heute gibt Aisha ihr Wissen und ihre Erfahrungen als Mentorin oder bei Vorträgen und Workshops weiter.
00:17:52: Ihre wichtigste Botschaft an Kinder-und Jugendliche, die in ähnlichen Situationen aufwachsen ist ... An sich zu glauben!
00:17:58: zu erkennen, dass sie nicht Schulteren haben.
00:18:00: Dass sie Armut erleben und oftmals die Eltern
00:18:03: auch keine
00:18:03: andere Wahl haben und deren Bestes versuchen offen
00:18:06: darüber zu
00:18:07: sprechen sich nicht zu schämen Hilfe zu suchen.
00:18:10: Und man ist nicht dumm sondern einfach.
00:18:12: es ist wie es ist und man kann nur schauen das man
00:18:15: halt
00:18:15: eine andere Weltschaft.
00:18:16: und dabei hat Eischer der Lichtblick Hasenbergl geholfen denn er hat ihr den Weg in eine andere Welt geebnet.
00:18:23: Lydia Jäger für das MKR Das Kirchenradio.
00:18:27: Wer mehr über Eischer und den Lichtblick Hasenbergl erfahren möchte, einfach reinhören bei TotalSozial.
00:18:34: Sie finden die Sendung online auf innehalten.de und überall da wo es Podcast gibt!
00:18:51: In unserem MKR-Filmtipp blicken wir in dieser Woche auf den heimischen TV-Bildschirm.
00:18:57: Im Bayerischen Fernsehen läuft nämlich aktuell die zweite Staffel von Himmelhergotssakrament über einen unkonventionellen katholischen Priester!
00:19:06: Die Vorlage für diesen ist natürlich der Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler und um was es in der zweiten Staffel geht, das verrät jetzt mein Kollege und Filmexperte Klaus Schlauck.
00:19:20: TV-Fahrer Hans Reiser muss sich für eines entscheiden.
00:19:24: So fordert es nämlich sein Chef, der Kardinal.
00:19:27: Doch der Pfarrer will keine Wahl treffen und so kommt es in einer neuen Staffel von Himmelhergotssagrament wieder zu vielen Turbulenzen.
00:19:44: Aus den Finger von dieser Frau geht er zu deinem
00:19:46: Bristamt und zu dein einem Kohlschmerz-Gelübde zurück.
00:19:49: Ich habe meinen Kohl
00:19:50: schmerzgeliebt,
00:19:50: du nicht verletzt.
00:19:51: Du bist
00:19:51: ja auch ein Mensch nicht!
00:19:53: Ich erwarte einfach mehr von der Beziehung zur Mann... ...und das gibst du mir nicht.
00:19:58: Das akzeptiere ich aber lieben kann ich damit
00:20:00: nicht.
00:20:02: Die sechs neuen Episoden von Himmelhergott Sakrament sind aktuell als Doppelfolgen am Freitagabend im Bayerischen Fernsehen oder in der ARD Mediathek zu sehen.
00:20:13: Die erste Staffel der Reihe, deren Titel auf ein Buch des Münchner Pfarrers Rainer-Maria Schießler zurückgeht war vor drei Jahren ein Erfolg für Serien-Schöpfer Franz Xaver Bogner und erreichte teils über eine Million
00:20:27: Zuschauer.
00:20:28: Auch in einer neuen Staffel steht Pfarrer Reiser
00:20:31: gespielt
00:20:31: von Nockerberg-Prediger Stefan Zinner wieder vor vielen neuen Herausforderungen.
00:20:37: Neben seiner komplizierten Liebesbeziehung setzt er sich weiter unermüdlich für seine Gemeinde ein.
00:20:44: Er nimmt syrische Flüchtlinge in seiner Kirche auf, unterstützt die Schwester des Kardinals bei der Segnung mit ihrer Partnerin und muss sich selbst seine Vergangenheit stellen als er seinen Vater neu verheiraten soll.
00:20:58: Zudem übernimmt der Pfarrer eine Selbsthilfegruppe für Exkriminelle Gedreht wurde übrigens in den Münchner Kirchen St.
00:21:06: Margaret und St.
00:21:07: Corbinien, auch einen Cameo-Auftritt von Pfarrer Schießle gibt es natürlich wieder!
00:21:13: Er spielt diesmal den Chef vom Nordfliedhof.
00:21:17: Klaus Slaug für das MKR – Das Kirchenradio.
00:21:28: Neues aus unseren bayerischen Bistümmern heute?
00:21:32: Das Bistum Passau Die Altöttinger Kapuziner laden wieder zum Bruder Konrad fest ein.
00:21:48: Gefeiert wird der Heilige im Marine-Wahlfahrtsort am letzten Aprilwochenende.
00:21:53: Höhepunkt dabei ist die Orchestermesse am Sonntag, den sechsunzwanzigsten April!
00:21:58: Ehrengast und Prediger ist Erzbischof Franz Lackner aus Salzburg.
00:22:03: Bruder Marinos Patzinger, aus Altöttingen weiß mehr darüber – sagen Sie!
00:22:08: Es geht ja um Bruder Konrad.
00:22:10: der hat im neunzehnten Jahrhundert gelebt er wird aber trotzdem als ein moderner Heiliger bezeichnet.
00:22:16: was kann er uns denn heute sagen?
00:22:19: Ja ich nenne ihn auch einen modernen eine zeitgemäßen heiligen weil ich ihn bewundere dafür dass er einerseits so seine Aufgaben gut erfüllt hat, also er war einfach ein Mensch seiner Zeit zunächst fleißig geerdet.
00:22:33: Das ist nicht weit rumgekommen, nichts Sensationelles.
00:22:37: So gut wie keine Ablenkung dafür kann er jetzt nix.
00:22:41: aber er hat sich bewusst ausgerichtet auf ein religiöses Leben, auf ein Leben wo bedürftige Menschen wichtig waren.
00:22:48: Er war ein Christgeballtag, so hat das mal einem früherer Bischof gesagt.
00:22:53: dass bewundere ich und ich sehe ja wie wir Jetzt in unserer Zeit auch darum der Leiden, was alles möglich ist.
00:22:59: Was uns alles beschäftigt und bindet und stresst.
00:23:03: also so bei sich zu sein gesammelt zu sein sich klar zu entscheiden einen Weg zu gehen.
00:23:08: dafür steht Bruder Konrad
00:23:11: eine besondere Rolle.
00:23:12: die spielt ja im Zusammenhang mit Bruder Conrad die Relikchen-Verheerung.
00:23:16: es gibt da zum Beispiel auch Prozessionen.
00:23:19: das klingt jetzt für viele vielleicht eher seltsam aber worum geht es?
00:23:24: Ja wenn ich Gruppenführe von einem Kinder und zeige ihnen das Grab des Heiligen, dann sehen sie diese Figuren.
00:23:30: Und in dieser Figur gibt es eine Metallbox.
00:23:33: Das sind im Stoff gehüllt versiedelt die Gebeine des Heiligens separat das Haupt.
00:23:39: Das verstehen manche schon nicht.
00:23:40: Das Haupt ist der Kopf.
00:23:42: Der toten Kopf quasi aber mit Stoff vom Hüll schön verziert so wie das üblich war.
00:23:46: Ich erkläre das dann so wenn ich Fan bin von irgendjemandem Musikbranche oder Fußball ist.
00:23:52: Da möchte ich gerne von dem was haben, das erlebe ich heute auch.
00:23:56: die Leute wollen etwas was an diese Person diesen Ort erinnert.
00:24:02: natürlich können wir nicht kleine Reliquienknochenstücke her schenken aber wir pflegen diese Tradition bei der Prozession tragen das Haupt und wir segnen die Leute die da sind um mit Feiern mit Reliquie also diese Fingerrelique wo er den Außengranz trug.
00:24:19: Manche Ja finden das kuril, manche fühlen sich da sehr persönlich angesprochen einfach diesen Menschen der so in der Nähe Gottes ein geglücktes Leben gefördert.
00:24:29: fühlen sie sich nahe.
00:24:30: Das wollen wir ihnen
00:24:31: vermitteln.".
00:24:32: Ich habe eben schon gesagt Ehrengast und Prediger ist Erzbischof Franz Lackner aus Salzburg.
00:24:38: welchen Bezug hat er denn zum Heiligen?
00:24:40: Ehr nicht gesagt weiß ich das nicht genau!
00:24:42: Ich hab ihn eingeladen und freue mich dass er kommen wird weil Das ist quasi Nachbarschaft, geschichtlich verbindet.
00:24:49: Sandsburg mit Alt Oetting einiges und er isst eben Franziskana von Haus aus Und wir haben das Franziscus Jubiläum nicht.
00:24:57: denke Er kann mit so einem Bruder Konrad etwas anfangen.
00:25:01: Ich freu mich dass er kommt.
00:25:02: ich lass mich überraschen.
00:25:04: Ja, und dann gibt es ja auch noch eine schöne Tradition.
00:25:07: Das gesellige Zusammentreffen am Basilika-Vorplatz – auch mit Bruder Conrad Weckerl.
00:25:13: ist das eine Art symbolischer Verweis auf die Fortentätigkeit des heiligen Bruder Konrad?
00:25:25: generell für wichtig, dass Menschen nicht nur hierher kommen um einen schönen Gottesdienst zu konsumieren.
00:25:30: So Orchestermesse oder eine gute Predigt und dann sofort wieder gehen sondern das Menschen ins Gespräch kommen, dass man sich einfach so erlebt.
00:25:39: die Gespräche sind kontabunt und die Idee mit den Konradweckern liegt schon einige Zeit zurück.
00:25:44: ich war selber Bäcker und klar miteinander essen trinken das verbindet einfach auch.
00:25:49: das ist die schlechte Idee Gemeinschaft zu erfahren.
00:25:54: im Zeichen des achthundertsten Todestag von Franz von Assisi.
00:25:58: Wie passen denn die beiden zusammen?
00:26:01: Die passen gut zusammen, was manche nicht wissen.
00:26:05: Wir Kapuziner sind ein Franziskus-Ordnis, es gibt dreimännliche Zweige.
00:26:09: Braun in Franziskaner, die Konventual mit Sparz im Ordnungsgewand und wir Kapuzine haben den Franziskuss quasi als Krümder aus Impulsgeber.
00:26:18: Bruder Konrad, so wird in der Litanei auch formuliert ist ein treuer undesheiligen Franziskus.
00:26:24: Also ich entdecke da eine ganze Reihe von Haltungen die da ganz stimmig sind und auch vor das so bei diesem Fest so bisschen rüber zu
00:26:31: bringen.".
00:26:32: Danke Bruder Marinos!
00:26:34: Das waren Informationen rund um das Bruder-Konrad-Fest in Altötting.
00:26:38: Das findet am fünfundzwanzigsten und sechsundzwanziger April statt.
00:26:47: Servus an diesem Mittwoch, hier bei uns im MKR das Kirchenradium.
00:26:51: Wir blicken jetzt wieder in unser aktuelles Magazin innehalten und das machen wir gemeinsam mit meinem Kollegen Joachim Burkhardt.
00:26:58: Hallo Joachem!
00:27:00: Die Welt die scheint ja aus den Fugen zu geraten.
00:27:03: Kriege Krisen Unsicherheit vieles wirkt instabiler als noch vor wenigen Jahren.
00:27:09: Du hast mit einem Brigade-General gesprochen, Thomas Hamburg ist sein Name und zwar über die aktuelle Sicherheitslage.
00:27:17: Er ist Kommandeur des Landeskommandos Bayern!
00:27:20: Wie schätzt er denn die Lage ein?
00:27:23: Ja es war sehr spannend mal mit einem echten General über die Dinge zu sprechen, die wir tagtäglich in den Nachrichten hören.
00:27:32: Frank und Frey erzählt, dass er die Lage durchaus als ernst einschätzt.
00:27:37: Also insbesondere was Osteuropa und die russischen Aktivitäten anbelangt.
00:27:43: Und er wirbt sehr stark dafür, dass wir uns alle auf ein mögliches Krisenszenario vorbereiten.
00:27:50: Da gehört nicht nur die Bundeswehr dazu sondern da gehören auch die Privathaushalte dazu.
00:27:56: Was ist damit gemeint?
00:27:57: Wie kann ich mich darauf vorbereiten?
00:27:59: Naja, das beginnt erst mal damit, dass man sich gedanklich damit auseinandersetzt.
00:28:04: Dass das Leben nicht nur ein Schlaraffenland ist sondern auch tatsächlich ein ernster Fall eintreten könnte ja.
00:28:10: Das beginnt schonmal damit.
00:28:12: und dann gibt es natürlich auch konkrete Schritte die man tun kann indem man beispielsweise seinen eigenen Haushalt krisenfester macht oder indem man an einem erste Hilfekurs teilnimmt oder oder oder gibt's diverse Möglichkeiten?
00:28:27: Neben dem Interview ist ja auch bei euch die Geschichte von Ottfried Pusteyowski zu lesen.
00:28:34: Die ist geprägt, ja ... Von Fluchtangst und Verlust aber auch von Versöhnung!
00:28:40: Er musste mit zwölf Jahren seine Heimat verlassen.
00:28:43: Joachim erzählt doch mal, nimm uns mal mit in seine Geschichte?
00:28:47: Ja wir hören ja seit vielen Jahren immer wieder Flüchtlingsgeschichten, Migrationsgeschichten.
00:28:52: Und nun diese Geschichte von Mit zwölf Jahren hast du gesagt, dieser Mann ist heute über neunzig.
00:29:00: Er hat also eine Fluchtgeschichte zu erzählen die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg sich ereignet hat.
00:29:08: Er ist ein deutschstämmiger Junge gewesen der im heutigen Tschechien gewohnt hat.
00:29:16: er war Sudeten-Deutscher und er hat eben das erlebt ja dass er stigmatisiert wurde, dass er ausgegrenzt wurde.
00:29:24: Schließlich sogar vertrieben wurde mit seiner Familie und er ist in Bayern gelandet.
00:29:29: aber es ist nicht dabei geblieben das es eine Geschichte von Vertreibung und Hass ist sondern er hat sich dann Zeit seines Lebens für die Aufarbeitung und für die Versöhnung insbesondere auch zwischen Deutschen und Tschechen eingesetzt.
00:29:44: und das ist eine sehr spannende Geschichte die dieser Mann eben heute immer noch erzählen kann.
00:29:49: und er hat sie uns erzählt.
00:29:51: Und in beiden Texten, über die wir gerade gesprochen haben geht es auf unterschiedliche Art und Weise um Krieg und Frieden.
00:29:57: Und wie nah das vielleicht auch beieinander liegt?
00:30:00: Welche Brutschaft glaubst du nehmen wir denn daraus oder können wir daraus für unsere Gesellschaft heute mitnehmen?
00:30:07: Naja, es wird ja in letzter Zeit immer wieder gefragt, leben wir eigentlich noch im Frieden oder ist das schon Krieg?
00:30:15: Und Fachleute sagen uns, es ist nicht mehr ein eindeutiger Friede.
00:30:21: Aber es ist auch kein heißer Krieg und die aktuelle Situation zeigt uns genau wie auch damals nach dem Zweiten Weltkrieg Es gibt so etwas dazwischen.
00:30:33: Es gibt ein diffuses Leben zwischen Krieg- und Frieden.
00:30:39: Das hat glaube ich noch nicht jeder verstanden.
00:30:41: Und das ist eine Phase In der ganz wichtig ist, dass man sich positioniert und das man mithilft, dass die Entwicklung weitergeht in die richtige Richtung.
00:30:50: Dass es wieder mehr in Richtung Frieden geht und nicht vollends eskaliert – und das ist auch heute wieder der Fall!
00:30:58: Danke Joachim für den Einblick in die neue Ausgabe unseres Magazins innehalten.
00:31:03: Die beiden Geschichten und noch viele andere lesen Sie in der aktuellen Ausgab.
00:31:07: Sie bekommen sie in vielen Kirchen des Erzbistums München und Freising, können es sich ganz bequem im Abo nach Hause liefern lassen oder digital in unserem Michaels-Bund App lesen!
00:31:17: Wir wünschen viel Spaß dabei.
00:31:23: In den nächsten Tagen soll ja immer öfter die Sonne rauskommen, beste Voraussetzungen also fürs Radfahren wandern oder einfach nur in der Sonne sitzen.
00:31:33: Wer noch mehr Anregungen für das Wochenende braucht?
00:31:36: hier kommen die Veranstaltungstipps von meinem Kollegen Willi Witte.
00:31:46: Ein Leben mit Behinderung kann ein frohes Leben sein.
00:31:49: Das beweist eine Fotoausstellung, die bis Mitte Juni im Closter Benedict-Boyern zu sehen ist.
00:31:54: Zwanzig sensible schwarz-weiß Bilder zeigen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Downsyndrom in ihrem Alltag.
00:32:01: Aufgenommen hat sie die aus Kanada stammende Fotografin José Lamar.
00:32:05: Sie hat selbst einen Sohn mit Down-Syndrom.
00:32:07: Die Fotoausstellung will betroffenen Eltern und ihrem Umfeld versichern.
00:32:10: Das Leben mit Menschen, die das Down-Syndrom haben ist bereicherend und bereitet viel Freude!
00:32:15: Die Ausstellung kann bis Mitte Juni täglich von zehn bis achtzehn Uhr im ersten Schlag des Meierhofs in Kloster Benediktbäuern besichtigt werden – der Eintritt ist frei!
00:32:25: Der Sturz des Icarus, der Trojanische Krieg oder die Irrfahrten des Odysseus?
00:32:29: Um Geschichten aus dem alten Griechenland geht es am Samstag bei einem Kindertag der staatlichen Antikensammlungen an Münchner Königsplatz.
00:32:36: Mädchen und Buben ab fünf Jahren erfahren bei kurzen Führungen spannendes zu den griechischen Mythen.
00:32:42: Anschließend können sie ihr Wissen in einem Quiz unter Beweis stellen, bei dem es auch etwas zu gewinnen gibt.
00:32:47: An Kreativstationen entwerfen die kleinen Künstler Metallschmuck oder Farbewesen Und für eine Stärkung mit Getränken, Kuchen und Brezen ist gesorgt.
00:32:55: Der Kindertag der staatlichen Antikensammlungen findet am Samstag von zehn bis siebzehn Uhr statt.
00:33:00: Für Kinder ist er eintrittfrei Erwachsene zahlen einen Euro.
00:33:05: Blühende Osterglocken und Tulpen, es ist Frühling.
00:33:08: Hörbar wird das Jahreszeit am Sonntagabend auch drinnen – und zwar bei einem Konzert in der Kirche Sankt Stefan im München.
00:33:14: Sendling!
00:33:14: Veronica Ponser an der Hafe und Thomas Rothfuss an der Orgel spielen unter anderem den Frühling aus Vivaldi's vier-Jahreszeiten ein Hafenkonzert von Händel und Mozarts Miniaturen aus dem Londoner Notenbuch.
00:33:26: Aber auch alpenländische Volksmusik steht auf dem Programm.
00:33:29: Birgit Bernhard fängt die Frühlingsstimmung in ihren Texten ein Am Sonntag um achtzehn Uhr in St.
00:33:34: Stefan, in der Zillertalstraße.
00:33:36: Der Eintritt zum Frühlingskonzert ist frei!
00:33:38: Spenden sind sehr willkommen.
00:33:40: Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes entspanntes Wochenende.
00:33:50: Auch im digitalen Zeitalter haben sie noch einen einzigartigen Reiz Bilder Kinder- und Jugendbücher.
00:33:57: In Bologna sind Sie in dieser Woche ein ganz wichtiges Thema.
00:34:01: Nämlich auf der weltweit bedeutendsten Messe für Kinder und Jugend Bücher Auf dem Stand des Freistaats Bayern ist auch das katholische Medienhaus St.
00:34:11: Michaelsbund vertreten, denn es betreut zwischen Berchtesgaden und Bamberg über ein tausend öffentliche Bibliotheken – und dort sind besonders Bücher für junge Leser gefragt!
00:34:22: Ein Besuch auf der Messe in Bologna
00:34:25: Eintausendfünfhundert Aussteller haben sich auf den Weg zur internationalen Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna gemacht.
00:34:31: Und ebenso über zwanzigtausend Besucher unter ihnen Pädagogen, Autoren, Illustratoren, Literaturwissenschaftler – und Verlagsvertreter machen dort klar, welche Bedeutung der Kinder-und Jugendbuchmarkt nach wie vor hat!
00:34:43: Ich glaube, dass inzwischen alle verstanden haben das wenn wir nicht
00:34:46: gute Förderung fürs Kinder- und Jugendbuch
00:34:48: machen.
00:34:49: Dass wir dann auch gar keine Lese entwickeln, keine Leserinnen entwickeln für die Erwachsenenverlage.
00:34:54: also wenn wir einen guten
00:34:55: Job machen dann
00:34:56: begleiten wir
00:34:57: eben ganz viele Menschen auf dem Weg in die Buchkultur
00:35:00: und dann werden sie mit fünfzehn, sechzehnt, siebzehn eben auch LeserInnen für das
00:35:04: Erwachsendenprogramm.
00:35:05: Frank Kühne ist Programmleiter des Karlsen-Verlags.
00:35:08: Auch wirtschaftlich ist das Kinder- und Jugendbuch ein wichtiger und wachsender Faktor, lag der Anteil vor einigen Jahren noch bei neun Prozent – so liegt er zurzeit bei etwa achtzehn so Kühnen!
00:35:19: Und die Angst vor der digitalen Konkurrenz ist viel geringer geworden.
00:35:23: Dass wir eigentlich seit zwei drei vier Jahren schon sagen
00:35:25: können.
00:35:26: es ist
00:35:27: so schon entschieden dass das Papier
00:35:31: in der Medienkonkurrenz langfristig Bestand haben wird
00:35:34: und nicht aus konservativen Gründen, so nach dem Motto bleibt doch bei dem was früher war sondern weil es substanziell andere Qualitäten hat als der Bewegbildschirm.
00:35:45: Insbesondere Bilderbücher bieten die Möglichkeit sie mit der eigenen Fantasie weiter zu entwickeln.
00:35:50: natürlich wären auch digitale Bilder Bücher technisch leicht möglich aber schon Kleinkinder verbinden mit den Endgeräten das dort immer etwas zappeln oder sich bewegen muss.
00:35:59: Das gedruckte Buch bietet dagegen eine andere Tiefe, die auch die junge Leserschaft zu schätzen weiß.
00:36:05: Studien belegen das!
00:36:07: Also die Mehrheit der Kinder braucht das Buch, braucht die Schmöger-Situation, möchte sich zurückziehen auf sein Bett, auf die Couch und das Haptische des Buches, des Blätterns, des Anschauen der Illustrationen.
00:36:22: eben gerade dieses Langsamen – das ist einfach ein ganz anderer Erlebnischarakter der von Kindern immer noch sehr geschätzt wird.
00:36:31: Diesen besonderen Erlebnischarakter bedient auch Katharina Ebinger und entwickelt ihn ständig weiter, sie ist Programmleiterin beim Teenemann-Verlag.
00:36:38: Der bemüht sich wie viele andere Verlage Entwicklungen bei Leseanfängern nachzuspüren.
00:36:43: Eine davon ist Kinder den Leseeinstieg durch kurze konzentrierte Geschichten zu erleichtern Dadurch Erfolgserlebnisse zu vermitteln und Lust auch auf dicke Bücher zu machen.
00:36:52: Das Zuwissen ist für die Leselförderung, und damit auch für die Büchereien wichtig – die der Fachverband St.
00:36:57: Michaelsbund berät und begleitet.
00:37:00: Darum ist für Landesfachstellenleiterin Claudia Pecher die internationale Kinder- und Jugendbuchmesse ein Pflichttermin gerade wenn es um das Bilderbuch geht!
00:37:09: Unsere Bibliotheken sind vor allem im ländlichen Raum sprich in kleineren Gemeinden und wir arbeiten viel mit Kindergarten zusammen, die vor allem noch vor Ort sind bis hin zur Grundschule.
00:37:22: Das heißt also wenn man in einer kleinen Bibliothek gut sortiert sein möchte dann bedient man vor allem junge Familien-Kindergärten und Grundschulen und da ist das Bilderbuch natürlich spielt eine große
00:37:32: Rolle.".
00:37:33: Dabei sind Bilder und Kinderbücher nicht nur für die ersten Leserlebnisse und das erste Verständnis von Geschichten, von größter Bedeutung – sie sind auch emotional wichtig!
00:37:43: Ja, Bellewicher schaffen natürlich Nähe.
00:37:45: Durch das gemeinsame Betrachten geben die Möglichkeit auch so eine Quality-Time für Familien zu pflegen.
00:37:52: Früher hat man das ganz gerne vor dem Zubettgehen gemacht und ja es entschleunigt auch ein
00:37:58: Stück
00:37:58: weit um gibt Familienleben Ruhe Doch nicht allein, um auf dem aktuellsten Stand beim Kinder- und Jugendbuch zu bleiben ist der St.
00:38:05: Michaelsbund in Bologna vertreten.
00:38:07: Ebenso bietet das weltweit größte Treffen der Branche den Direktor Stefan S. viele Möglichkeiten neue Initiativen vorzustellen oder zu entwickeln.
00:38:16: Uns würden Kontakte fehlen.
00:38:17: unter Buchmesse würde das St.
00:38:19: Michaelsbund
00:38:20: fehlen weil wir eben auch ein
00:38:22: interessanter Netzwerkpartner sind mit
00:38:23: unseren
00:38:24: über einen tausend Mitgliedspüchereien die ungefähr die Hälfte ihres Medienbestandes Kinder- und
00:38:31: Jugendbücher haben.
00:38:32: So hat der St.
00:38:33: Michaels Bund im vergangenen Jahr seine Initiative Büchereien als Lernorte der Demokratie gestartet, die schon bei den kleinsten Besuchern ansetzt.
00:38:40: Daran haben sich auch Verlage Literatur- und Erziehungswissenschaftler beteiligt und etwa Lesungen von Autoren oder Büchertische unterstützt.
00:38:48: Viele Kontakte sind auf der Internationalen Kinder-und Jugendbuchmesse entstanden – aus Bologna.
00:38:53: alles Bier für das MKR Das Kerrenradio
00:39:00: Die Tischdeko passt nicht mehr so ganz zu den neuen Kissen oder das Geschirr soll auch raus, aber es ist irgendwie noch zu gut ums wegzuwerfen.
00:39:10: Kennen Sie das?
00:39:12: Dann am kommenden Wochenende ab damit zum Umsonsmarkt und Repair-Café in die Münchenabferei St.
00:39:18: Emmeram!
00:39:19: Ein herzliches Projekt vom Umweltbeauftragten der Pferei Stefan Giegelberger.
00:39:25: Das ist kurz gesagt ein Flohmarkt auf Spendenbasis.
00:39:28: Spende in zweiler Hinsicht, wir kriegen die Waren von den Leuten gespendet.
00:39:33: Die werden zu uns gebracht.
00:39:34: Die Leute, die dann anschließend was mitnehmen, geben einen kleinen Beitrag aus Spende an uns, den wir wieder für ökosoziale Zwecke
00:39:42: einsetzen.
00:39:43: Sachen abgeben geht am Sonntag von neunundreißig bis elf Uhr.
00:39:47: und mit dem Spendenerlös, da wurden schon Bäume gepflanzt oder Photovoltaikanlagen auf Krankenhäusern in der dritten Welt unterstützt.
00:39:56: Stefan Giegelberger findet es wichtig, dass eine Pfarrei sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzt – das steht ja nicht zuletzt auch in der Bibel!
00:40:04: Deswegen denke ich, es ist auch ein klassischer kirchlicher Auftrag.
00:40:08: Das ist der eine Aspekt aber
00:40:09: der zweite eben auch.
00:40:11: Ich denke wir wissen heute alle dass unser ökologische Fußabdruck zu groß ist.
00:40:15: Wir müssen
00:40:16: was tun
00:40:17: und wir brauchen
00:40:18: momentan
00:40:18: drei Erden.
00:40:19: wenn wir einfach so weiter leben wie wir momentan
00:40:22: leben
00:40:23: Und
00:40:23: wenn wir das nicht reduzieren sind die Ressourcen irgendwann aufgebraucht.
00:40:27: Also noch im Keller stöbern ob da was für den umsonstmarkt dabei ist Oder natürlich auch gern zum Stöbern vorbeikommen.
00:40:34: Sonntag ab elf Uhr dreizig in Sankt Emmeram, in München!