00:00:00: Heute mit Ivo Makota.
00:00:01: Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst!
00:00:06: Ja das hören wir am Aschermittwoch die Gläubigen in der katholischen Kirche wenn sie sich an Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen lassen.
00:00:12: Jens Söndgen ist Chemiker und Philosoph und forscht seit Jahren über den Staub.
00:00:16: An der Uni Augsburg leitet er das Wissenschaftszentrum Umwelt.
00:00:20: Wir vom MKR wollten mal wissen warum ihn der Staub eigentlich so ansieht.
00:00:24: In Jens Söndgens Büro hängt eine große Tafel, Schwebestaub steht darauf und viele graue und schwarze Punkte etwas so groß wie ein zwei Euro Stück sind darauf zu sehen.
00:00:34: Sie geben überdimensioniert wieder was in der Luft so herumschwebt Unendlich viele und unterschiedliche Staubpartikel.
00:00:41: Dabei ist es gar nicht so einfach, Staub zu erklären!
00:00:44: Der Staub erschließt sicher nicht sofort.
00:00:46: man sieht hier eben nicht seine Herkunft an und man weiß auch nicht warum er immer wieder neu sich bildet.
00:00:51: also er hat sowas Rätselhaftes.
00:00:53: und jetzt als Arbeitsdefinition ist das eigentlich alles was so fein und leicht ist dass es mit einem Atemhauch aufgewirbelt werden kann und dann eine Weile in der Luft schwebt.
00:01:03: das könnte man sagen.
00:01:04: Und diese winzigen Schwebeteilchen sind gesellig.
00:01:07: Sie schließen sich zusammen, nehmen auch gerne Fasern mit auf.
00:01:11: Dann entstehen die berühmten Wollmäuse und Staubflocken unter dem Bett oder in den Zimmerecken Und jeden Tag wird gegen sie gekämpft Oder besser gesaugt und geputzt.
00:01:20: Wir würden ja jetzt sagen, die Staubfreie Welt wäre eigentlich die bessere Welt.
00:01:24: Da müsste niemand mehr putzen.
00:01:26: Dann könnte man einen ganzen Gerätepark im Grunde verschrotten und abschaffen der jetzt noch uns hilft sozusagen dem Kleinkrieg gegen den Staub irgendwie zu bestehen was aber auch aussichtslos ist.
00:01:37: Und wir würden denken wenn jetzt gar kein Staub wär das wär perfekt.
00:01:41: Aber als Chemiker und Umweltforscher weiß ich entzündken, dass das völlig verkehrt ist.
00:01:45: In der Atmosphäre werfen Staubpartikel schädliche Strahlen zurück und sorgen dafür, dass Wasser nicht als Flut vom Himmelfeld, denn es sind winzige Staubkörnchen durch die Regentropfen entstehen.
00:01:56: Ohne sie gebe es keinen fruchbaren Erdboden – und Pflanzen vermehren sich dadurch, daß der Wind- und Insekten Polenstaub herumtragen!
00:02:03: Also der Staub hat in der Natur absolut seine Funktion.
00:02:07: Eine staubfreie Natur wäre eine, die völlig anders funktionieren würde als wir sie kennen und wo sozusagen die Staubübertragung gefährdet ist wie manche Orts wo es keine Insekten mehr gibt oder keine Honigbienen mehr gibt.
00:02:20: da hat man ein riesen Problem weil die Anderen ausfallen
00:02:23: Und nicht allein die Natur, sondern auch die Kultur braucht Staub.
00:02:26: Zumindest wenn sie schriftlich weitergegeben wird.
00:02:29: Wenn man an die Schrift denkt funktioniert ja nur mit Staub ursprünglich also so als Pigment der irgendwo drauf gemacht wird und dann da auch bleibt was ja nur der Staub tot was ja kein Ding machen würde.
00:02:41: Merke, Tinte ist nichts weiter als in Flüssigkeit gelöster Staub der auf dem Papier trocknet und kleben bleibt.
00:02:48: So ähnlich funktioniert es auch wenn Katholiken sich am Aschermittwoch ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen lassen nur dass es nicht so lange Haften bleibt.
00:02:56: Jeden Zönken ist evangelisch In seiner Kirche gibt es keine Aschenkreuze.
00:03:00: dennoch kann er diesen Brauch viel abgewinnen
00:03:02: Wenn jetzt etwas zu Asche wird.
00:03:04: das ist ja gerade dieser Prozess da so eine komplexe Struktur zu Staub geworden ist.
00:03:09: Und diese Asche an sich ranzulassen und damit auch diesen Prozess sich in Erinnerung zu rufen.
00:03:17: Das finde ich ist schon ein ganz starkes Symbol, was ja im Übrigen nicht aufs Christentum beschränkt
00:03:22: ist.".
00:03:23: Staub-und Asche beschäftigen Jens Söntgen gleichermaßen als Chemiker und Philosophen.
00:03:27: In seinem Büro steht auch ein Mikroskop unter dem er oft vergrößerte Staubpartikel betrachtet.
00:03:32: Dann sind sie nicht mehr einfach schwarze Pünktchen, sondern sie zeigen regelmäßige Formen die sogar schön sind.
00:03:39: Und dann kommt der Wissenschaftler regelmäßig ins
00:03:41: Kröbeln.".
00:03:51: eigentlich nur eine Zustandsveränderung.
00:03:53: Es bleibt jedenfalls Staub übrig, es bleibt ja nicht nichts übrig.
00:03:56: Was aus ihm wieder werden kann?
00:03:58: Ja neues Leben, Leben ist auf Schaub angewiesen aber das bleibt unklar zu welchen Verwandlungen er noch fähig ist.
00:04:05: Aber auch wer keine religiösen oder philosophischen Spekulationen an den Staub hängen will.
00:04:09: lernen lässt sich von ihm auf alle Fälle.
00:04:12: jetzt Sönken merkt das immer wenn er selbst staub ist.
00:04:15: man macht die Fenster zu und macht die Türen zu und denkt so Staub du bleibst draußen.
00:04:20: Er findet seinen Weg mit der Zeit, nicht sofort und ohne Gewalt.
00:04:24: Also das heißt auf eine ganz sanfte Weise rutscht er Staub durch.
00:04:30: also das finde ich schon etwas ungeheuer.
00:04:33: bemerkenswert ist diese große Geduld des Staubs.
00:04:36: Staub ist also nicht nur lästig sondern hat auch Tugenden die sich Menschen von ihm abschauen können aus Augsburg alles Biel für das MKR.
00:04:45: Jens
00:04:45: Söndgen hat übrigens auch ein Buch zum Thema veröffentlicht, es trägt den simplen Titel Staub!
00:04:51: Alles überfasst nichts.
00:04:53: Flott und witzig geschrieben und natürlich jederzeit bei uns in der Buchhandlung Michael's Bund und natürlich auf michelsbund.de online zu bestellen.
00:05:04: Sie hören das MKR, das Kirchenradio am Aschermittwoch zum Start in die Fastenzeit.
00:05:09: Schön dass sie auch heute wieder mit dabei sind!
00:05:11: Die Fasten-Zeit ist für so manche eine Herausforderung denn auf Dinge oder sonst Alltägliches zu verzichten?
00:05:17: Das ist nicht immer leicht.
00:05:18: Wer ein bisschen Unterstützung braucht, ist mit der neuesten Ausgabe unseres Inhaltenmagazins bestens beraten Denn auch hier gibt es jede Menge Geist und Seele.
00:05:27: Was diese Woche alles drin steckt, das weiß wie immer mein Kollege und stellvertretender Chefredakteur unseres Inehalten-Magazins Florian Erdl.
00:05:35: Florians Servus!
00:05:35: Grüß dich Ivo!
00:05:36: Florian faszin gut überstanden oder nachwiegend?
00:05:39: Ich meine du bist ja jetzt nicht so der große Faschingsfan aber...
00:05:41: Nein alles gut überstanden werde heute Abend auch wieder brav zum Gottesdienst gehen mir das Aschekreuz auflegen lassen und mit meiner eigenen Vergänglichkeit wie jedes Jahr bewusst werden.
00:05:52: Sehr schön wunderbar Florian, ich habe gesehen in der neuesten Ausgabe des Inhaltenmagazins gibt es unter anderem einen interessanten Beitrag.
00:05:59: Eben passend zur Fastenzeit über Schulen in Österreich die in den nächsten vierzig Tagen einiges vorhaben?
00:06:07: Ja das tut sich tatsächlich in unserem Nachbarland erstaunlich.
00:06:11: Alle weiterführende Schulen können nämlich jetzt für einundzwanzig Tage an einem landesweiten Handy-Experiment mitmachen.
00:06:20: Das heißt tausende Kinder und Jugendliche verzichten dort freiwillig gemeinsam für drei Wochen auf ihr Smartphone.
00:06:28: Uns hat der Smartphone-Elternratgeber, Schreiber Daniel Wolfer Bestseller Autor, hat uns dazu einen Kommentar geschrieben und erklärt uns das da auch ein bisschen.
00:06:37: Und es ist ganz erstaunlich was aus einer kleinen Bewegung sozusagen geworden ist.
00:06:43: Es fing wirklich an einem einzelnen Gymnasium durch ein Lehrer angeregt die Angelegenheit an mit neunundsechzig seiner Schülerinnen und Schüler.
00:06:52: Ein Kamerateam des ORFs hatte diesen Erstversuch begleitet und das hat wirklich sehr hohe Wogen geschlagen.
00:06:58: Man glaubt es nicht, in den ersten Tagen kam es nämlich tatsächlich bei den je wugendlichen zu sowas wie Entzugserscheinungen.
00:07:05: tatsächlich?
00:07:06: Ja,
00:07:06: glaube ich gern!
00:07:07: Und letztendlich aber nach diesen drei Wochen haben dann etliche, tatsächlich gesagt natürlich nicht alle, aber etliche dass diese Zeit für sie eine gute Erfahrung war und dass so etwas ja auch für ihr Leben vielleicht auch eine neue Qualität geschaffen hat oder auch eine Neubedeutung in Hinsicht auf die Nutzung des Smartphones.
00:07:29: Absolut!
00:07:30: Das ist sehr schön.
00:07:31: Ich finde die Idee auch sehr gut, jetzt muss ich mich noch mal korrigieren.
00:07:34: Ich habe ja vorher gerade gesagt, vierzig Tage, das machen wir drei Wochen nicht, nicht die ganze Fastenzeit.
00:07:38: Nicht die ganze, ich glaube es wäre zu
00:07:39: ... Ich wär zu heftig für viele!
00:07:41: Wie
00:07:42: wär's denn bei dir?
00:07:43: Ich fass mir gar nicht selbst an den Nase.
00:07:46: Man macht ja Figgles als Redakteur mit seinem Mobile-Telefon.
00:07:49: Es ist ja wurscht ob man guckt wie es Wetter ist was neu auf der Welt passiert ist und was es Neues gibt... Also das ist schon echt ein harter Turbo.
00:07:55: Heutzutage denke ich mir manchmal wenn das ausfallen würde Wo kommen wir denn da hin?
00:07:59: Wo kommen denn die meisten Leute dahin, die es gar nicht gewohnt sind mal so ein Bock aus in der Hand zu haben oder mal irgendwo was nachzulesen wenn's nicht auf dem Handy oder im Internet ist.
00:08:08: Ganz richtig also ganz alltägliche Verrichtung.
00:08:10: ich glaube viele täten nicht einmal mehr den Weg zur Arbeit.
00:08:13: So Navi-mäßig ist das ein bisschen schwierig.
00:08:15: ja okay aber Ich verstehe, was du meinst.
00:08:17: Ich finde es eine sehr gute Idee.
00:08:19: Ich habe das auch selbst versucht vor zwei drei Jahren und ich muss sagen... ...ich musste nach zwei Tagen abbrechen weil ich geb's ja hoffentlich zu,... ...weil ich einfach damit arbeite.
00:08:26: also ist für mich kein Fasten-Ding aber.... Ja!
00:08:29: Sehr schön!
00:08:30: Sehr schöner Beitrag.
00:08:31: Aber das ist jetzt noch nicht alles.
00:08:32: wir fasten ab der neuen Ausgabe auch mit dem heiligen Franz von Assisi.
00:08:36: Ja da gehts richtig ab.
00:08:39: Der hatte keine Indie damals noch.
00:08:41: Genau, der konnte darauf nicht verzichten, er hat einen anderen guten Draht zum Heiligen Geist und Herrgott gehabt.
00:08:47: Nein also wir haben heuer natürlich ein Franziskusjahr das wird sich mittlerweile rumgesprochen haben, hundertster Todestag des Heiligen Franziskos.
00:08:54: jetzt im Frühjahr wird in Assisi auch erstmals für einen Monats Religion von ihm ausgestellt.
00:09:00: es ist ein Errandsturm von Pilgern nach Assisi in dieser Zeit zu erwarten.
00:09:05: Ja, aber was hat das mit dem Fasten und dem Heiligen Franziskus auf sich?
00:09:08: Er hat tatsächlich sehr streng gefasst.
00:09:11: Nämlich er hat fünfmal im Jahr vierzig Tage gefasst!
00:09:16: Das ist natürlich eine harte Angelegenheit.
00:09:19: Aber er hatte es auch am Lebensende dann mal später zugestanden, dass er zu seinem Bruder Esel wir seinen Leib genannt hat nicht immer sehr pfleglich war.
00:09:32: Die heilige Klager übrigens ja in seine große Anhängerin Die hat das noch härter betrieben.
00:09:38: Vielleicht auch entwinkt, dass Frauen in dir hin sich und Männer vielleicht die Nase voraus haben?
00:09:43: Meistens!
00:09:43: Auch
00:09:44: wenn man es sich gern zugibt.
00:09:47: Und zwar Franzis kann erklären uns jedenfalls was er mit dieser besonders harten Bußpraxis auf sich hatte.
00:09:52: Der Franziskos jedenfalls hat es nicht um irgendwie Eindruck zu schinden gemacht.
00:09:58: Es gibt auch schöne Geschichtenlegenden Wenn seine Brüder, die ja mitfasten sollten
00:10:05: mitgesogen
00:10:06: haben.
00:10:06: Wenn sie nicht so hart waren, dann war er wirklich sehr, sehr mitfühlen auch und hat dann.
00:10:10: es gab Geschichte wo ein Buddha sagt, er stirbt jetzt vor Hunger in der Nacht und das geht nicht mehr und sowas.
00:10:14: Dann hatte er tatsächlich sofort den Tisch decken lassen oder was?
00:10:17: Und hat die Charaktenvorräte hervorenlassen damit ihr nicht blamiert ist sozusagen dass alle in Gemeinschaft an etwas zu sich genommen haben.
00:10:24: also solche Geschichten gibt's schon.
00:10:25: aber zu sich persönlich um ja hat er halt versucht durch sein Fasten, jetzt sage ich mal etwas theologisch ein Hören dazu werden.
00:10:33: Ein Auf-Gott-Hören da?
00:10:35: Da gibt es sicherlich verschiedene Krankgehensweise und der hat in dem gesehen und letztendlich glaube bei ihm hat's ja auch ganz gut geklappt.
00:10:41: Absolut!
00:10:43: Zum Start in die Fastenzeit.
00:10:44: Definitiv bester Lesestoff!
00:10:45: In der neuen Ausgabe unseres innehalten Magazins, wie immer in vielen Kirchen hier bei uns im Erzbistum jeder Zeit nach Hause geliefert und selbstverständlich digital mit der innehalten App.
00:10:55: Egal auf welchem Weg wir wünschen eine entspannte Zeit und einen guten Start in Die Fasten-Zeit.
00:10:59: Vielen Dank dass du da warst lieber Flo.
00:11:01: Danke Ivo
00:11:09: Neues aus unseren bayerischen Bistümmern heute das Bistumpassau.
00:11:23: Mutig sein So lautet das Motto der diesjährigen Klimafasten-Aktion im Bistum Passau.
00:11:29: Von Aschermittwoch bis Ostersonntag wird dazu eingeladen, sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu engagieren.
00:11:35: Das Bistuum Passau beteiligt sich an der Aktion auch heuer wieder unter anderem mit der Stabsstelle Umwelt dem Diözisanraten und dem KDFB-Diözisanverband.
00:11:45: Von ihnen hat Stefanie Hintermeier mehr zur Aktion.
00:11:54: So ein Zitat von Adolf Kolping, das Inspiration war für die Klimafasten-Aktionen.
00:12:04: Jede einzelnen Bistum Passau ist eingeladen in der Fastenzeit ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen.
00:12:10: Denn Klimaschutz geht uns alle an, betont Dr.
00:12:14: Melanie Hackenford von der Stabsstelle Umwelt und Gemeinwohlökonomie.
00:12:18: In der Fastenzeit ein Zeichen für Klimaschutz zu setzen ist eine Chance, weil
00:12:24: sich
00:12:24: für mich insbesondere in der Klimakrise ein gesamtgesellschaftliches Symptom zeigt.
00:12:32: Wenn wir nämlich auf die planetaren Grenzen schauen und das wir schon von neun, sieben Überschritten haben dann ist es insbesondere in einer Fasten Zeit die Möglichkeit sich auch mit seinen eigenen Grenzen auseinanderzusetzen
00:12:47: und zu schauen,
00:12:49: wo bleibe ich denn in meiner Grenze?
00:12:52: Wo achte ich meine Grenzen und wo gehe ich manchmal
00:12:54: drüber?"
00:12:55: Grenzenachten – und Gottes Schöpfung bewahren.
00:12:58: Dafür setzt sich auch der Diözisanrat seit vielen Jahren ein.
00:13:03: Erklärt Diözasanrats-Geschäftsführer Thomas Huber.
00:13:06: Wenn ich jetzt insbesondere auf das letzte Jahr zurückblicke, auf diese zehn Jahre der Enzykricalarathossee ... haben wir ja auch zusammen mit unseren kirchlichen Verbänden, zusammen mit Stellen des bischöflichen Ordinariats.
00:13:19: Auch über die Veranstaltung des Festwelts der Schöpfung ein sichtbares Zeichen hier im Passau gesetzt und haben auch als Diocesanrat im Oktober eigens eine Vollversammlung dem ganzen Thema noch gebitmet.
00:13:33: Wir bleiben an der Timstellung dran und werden diese immer wieder hochhalten als Zeichen das es wichtig ist für uns in der Kirche vom Passau.
00:13:43: Seit Jahrzehnten engagiert sich der Deal zu Sahne Frauenbund besonders für Klimaschutz mit einem Umweltmanagementsystem.
00:13:51: So KDFB-Geschäftsführerin Katrin Blechinger
00:13:55: Den grünen Gockel, wir überprüfen regelmäßig unsere Verbräuche.
00:14:01: wo können wir noch mehr tun um nachhaltig
00:14:06: zu sein?
00:14:07: Das
00:14:07: ist das eine und da sind wir als Verband der Einzige
00:14:10: Verband in der Diözese PASSA, die
00:14:13: dieses Umweltmanagement ein kirchliches Umweltmanagement
00:14:16: eingeführt haben.
00:14:17: Neben Ökologie und Schöpfungspiritualität gehört die soziale Dimension zwingend zum Klimaschutz – bekräftig Takenfort.
00:14:25: Die Gemeinwohlökonomie spielt für mich im Bereich Klima- und Umweltschutz eine total wichtige Rolle, weil
00:14:32: sie im letzten
00:14:33: Jahr für mich eine richtige Richtschnur geworden ist.
00:14:36: Richtschnitt nicht nur um ökologisch nachhaltig zu handeln sondern auch sozial gerecht zu handelen.
00:14:43: Weitere Informationen zur klimafassten Aktion gibt's auf bistumpassau.de.
00:14:55: Für Benediktiner Mönche und Nonnen ist Lesen keine Freizeitbeschäftigung.
00:14:59: Für sie gehört es zum Job, nein eigentlich genauer zum klösterlichen Lebensstil!
00:15:04: Für die Fastenzeit schreibt die Benediktine Regel sogar vor dass jeder ein komplettes Buch lesen soll.
00:15:10: darauf achtete abt oder die Äbtisinn.
00:15:12: Wir haben deshalb mal das Kloster Scheftlern besucht und nach den Lesegewohnheiten in der Fasten Zeit aber auch darüber hinaus gefragt.
00:15:19: Abt Petrus Höhensteiger hält die Benedichtsregel in der Hand und schlägt das Kapitel forty-eight auf.
00:15:25: Dort ist das Lesepensum in der Fastenzeit festgelegt, das umzusetzen war zunächst gar nicht so einfach.
00:15:31: In der Ursprungszeit waren nicht alle lesefähig, alle Mönche.
00:15:35: dennoch hat es sehr, sehr bald eine große Rolle gespielt.
00:15:39: Dass man sich natürlich – weil das Wort Gott ist in einem Buch sozusagen vorliegt -, dass man sich damit auseinandersetzt und es steht ja bei Benedict auch drin, ein Buch der Bibel soll jeder kriegen?
00:15:50: Also das war so der Anfang des Ganzen!
00:15:53: Dieses Buch sollte er wirklich komplett lesen, zum Beispiel eines der vier Evangelien.
00:15:58: Damit war auch eine Alphabetisierungskampagne in den Klöstern verbunden und ohne Lesekultur kann sich ab Petrus seinen Orden bis heute überhaupt nicht
00:16:06: vorstellen.".
00:16:07: Das hat sich seit einigen Jahrzehnten wieder ins Bewusstsein gebrannt dass die Regel der Benediktiner oder das Leben nicht mit Ora et Labora zusammengefasst werden kann sondern mit Ora labora et lege
00:16:20: Also bete und arbeite und lese.
00:16:23: Die Benediktiner-Regel sieht nämlich ausdrücklich vor, dass sich jeder Mönch auch außerhalb der Fastenzeit über ein Buch beugt.
00:16:30: Es gibt ja nicht nur die Lektüre in der Fastentzeit sondern eigentlich die Lesung auch jeden Tag Und das wurde schon überwacht.
00:16:38: Da sollte es Mönche geben,
00:16:39: die rumgehen
00:16:40: und schauen ob da wirklich lesen und nicht dass sich jemand was Ferne sei heißt er Dass sich jemand draußen rumtreibt oder sich irgendwie anderweitig zerstreut.
00:16:49: In den Tagen von Aschermittwoch bis Ostern soll das Lesen noch bewusster geschehen und eben ein komplettes Buch durchgegangen werden.
00:16:56: Schon lange lassen viele App dazu, dass es auch ein nicht biblisches Buch sein darf – wenn es nicht gerade Krimis oder Comics
00:17:02: sind.".
00:17:03: Also das würde ich in keiner Weise verbieten, würde ich aber jetzt nicht speziell zur Fastenlegthüre empfehlen!
00:17:08: Abt Petrus übt bei der Lektüre in seinem Kloster grundsätzlich keinen Zwang aus, braucht er auch nicht weil alle von sich auslesen.
00:17:16: Zu Beginn der Fastenzeit weiß da aber immer darauf hin wie wichtig eine konsequente Lektür in diesen Wochen ist.
00:17:22: Ich würde jetzt als ab zum Beispiel niemals kontrollieren ließ dir jetzt ein Buch oder
00:17:27: nicht
00:17:27: sondern ich.
00:17:28: in meiner Fastenansprache spreche ich immer diese Empfehlung aus Und ich halte es auch
00:17:33: wirklich für geistlich
00:17:34: fruchtbar.
00:17:34: Also, ich versuche das schon mich selbst für mich dran zu halten und ich such mir was raus und dieses Buch wirklich ganz zu
00:17:41: lesen.".
00:17:41: Dafür sieht die Benedichtsregel festgelegte Zeiten vor.
00:17:45: Partner Gabriel Vogelsangin ließ sie zur Vorleiter der als Priester große Pfarrverbände – da hatte er es oft schmerzlich vermisst, dass er in seinem Tagesablauf gar keinen Platz für die Lektüre hatte.
00:17:56: Seit seinem Eintritt bei den Schäftlerner Benediktinen ist das anders!
00:17:59: obwohl er auch hier jede Menge Verwaltungsaufgaben und sonstige Arbeit zu erledigen hat.
00:18:04: Und stell fest, dass eigentlich das ganze Drumherum recht gut darauf abgestimmt ist diese Freiräume zu schaffen.
00:18:14: Für mich selber schaut es dann so aus ich bin ja kein besonders guter Frühmensch deswegen brauche ich erstmal eine kräftige Ladung Kaffee und nach dem Frühstück und dem Zähneputzen setze.
00:18:28: Für seine tägliche Lektüre hat sich Peter Gabriel einen genauen Plan zurechtgelegt.
00:18:33: Am Morgen ließ er einen Abschnitt aus dem neuen Testament und am Abend noch einen aus dem alten Testament.
00:18:38: Die
00:18:39: Lesung selber dauert, sagen wir mal, eine Viertelstunde.
00:18:43: Und dann nehme ich mir nochmal so eine Viertelstundeszwanzig Minuten Zeit einfach zu meditieren über das Gelesene und über das was halt so aufsteigt – ich sage es jetzt mal so!
00:18:53: Dazu macht Pater Gabriel Atemübungen, damit das Gelesen nicht nur im Kopf bleibt sondern den ganzen Körper durchdringt.
00:19:00: In der Fastenzeit ließ er zusätzlich jeden Tag einige Seiten aus dem spirituellen Bestseller Geduld mit Gott von Thomas Schallig.
00:19:07: Der Abt hat ihm das Buch empfohlen.
00:19:09: in der Fastenseit übt er sich darin besonders bewusst und gründlich zu lesen Und auch dazu hatte der Ordensgründer schon vor ein-tausend fünfhundert Jahren einen Tipp.
00:19:20: Benedikt empfiehlt die Ruminazio, also das Wiederkeuen und hat sich das von den Rindviechern abgeschaut, die auf der Weide stehen.
00:19:29: Wir würden heute vielleicht sagen nimm ein Wort aus der heiligen Schrift wie einen Kau-Gummi und kauhe den ganzen Tag drauf
00:19:36: herum.".
00:19:37: Denn dadurch wird das Gelesene gut verdaut und wirkt nachhaltig!
00:19:41: Ausklust des Schäftlern alles Bier für das MKR.
00:19:47: Seit Mittwoch läuft die Fastenzeit und so mancher oder so manche, ja jetzt mit Feuereifer ihre Fastenvorsätze um.
00:19:54: Manchmal funktioniert das gerade mal ein paar Tage manchmal eine Woche oder auch länger nicht immer leicht.
00:20:00: ich weiß wir haben deshalb mal mit Engelbert Dierenberger gesprochen und nach ein paar Tipps für eine erfolgreiche Fasten Zeit gefragt.
00:20:07: er ist nicht nur erfahrener Seelsorger nein er ist auch ausgebildeter Coach und Supervisor und der sagt weniger isst mehr.
00:20:15: Erst um einen lade ich ein möglichst wenig Fastenvorsätze zu machen, sondern möglichst ein zwei.
00:20:21: Aber dann so konkret dass man sie auch wirklich realisieren kann das eine gewisse Chance besteht, dass man sich umsetzt.
00:20:28: und zum anderen sollte man sich weniger die Frage stellen was lasse ich weg als eher Was kriege ich denn dann?
00:20:34: Konkretes Beispiel Sie nehmen sich den Fasten-Vorsatz.
00:20:37: Ich höre jetzt mit dem Rauchen auf.
00:20:39: Das kann man sich vornehmen aber zunächst einmal kann man es sich schwer vorstellen.
00:20:44: Okay, ich rauche nicht mehr.
00:20:47: Vorstellen lässt sich dagegen was dann Positives da ist, dass ich zum Beispiel am Morgen mal auf die Terrasse trete durchatme ohne einen Husten-Anfall zu kriegen.
00:20:57: Sich
00:20:57: auf das positive konzentrieren und nicht auf das weglassen.
00:21:00: ein gutes Beispiel ist auch der Verzicht auf das Handy einem der größten Zeit- und Pauselfresser überhaupt.
00:21:06: Wer sich weniger mit Instagram und grob beschäftigt, hat mehr Zeit mal in sich reinzuschauen", sagt der Pfarrer.
00:21:29: Was wird, was geht, was ist.
00:21:31: Solche kurzen Phasen in denen man ihn wieder schaut, was um einen rum passiert oder über sich selbst nachdenkt sind ein
00:21:36: guter
00:21:36: Einstieg in die Fastenzeit als Zeitraum,
00:21:39: in dem ich mir mein
00:21:39: Leben anschaue und mancher kommt dann dazu auch mal über seinen Glauben nachzudenken.
00:21:44: Der Gottesdienstbesuch am Fastensonntag ist Dürnberger dazu wenig.
00:21:48: Es braucht schon Beziehungspflege Und es geht halt wie in jeder Beziehung glaube ich dadurch dass man miteinander Zeit verbringt.
00:21:57: Und so ist auch die Beziehung zu Gott eine lebendige, wenn wir Zeit schenken für diese Beziehungen.
00:22:03: aber die spirituellen Wege zu diesem Leben in der Gegenwart Gottes, die werden so vielfältig sein wie es Menschen gibt.
00:22:11: das beginnt von der einfachen Stille kann übers Herzensgebet gehen, kann über die liturgischen Angebote der Kirche sein.
00:22:20: Und so weiter!
00:22:21: Hilfreich ist diese Beschäftigung mit Glaube und Spiritualität allemal.
00:22:24: Sie hilft das Leben wieder in die Hand zu nehmen und aus der Fastenzeit mit neuen Zielen in die Osterzeit zu starten.
00:22:30: Willi Witte für das MKR – Das Kirchenradio.
00:22:36: Schon vier Jahre müssen Menschen aus der Ukraine wegen Krieg fliehen.
00:22:40: Am vierundzwanzigsten Februar ist trauriger Jahrestag.
00:22:44: Trost finden viele, die ihre Heimat verlassen mussten.
00:22:46: Zum Beispiel in der ukrainischen Gemeinde in München.
00:22:49: Fahra Witović kümmert sich dort um eine große Gemeinde.
00:22:52: sein Wunsch zum Jahrestag?
00:22:54: Gerecht
00:22:54: in Frieden
00:22:55: wird das wahrscheinlich nicht geben.
00:22:57: aber wir hoffen, dass in diesem Jahr diese Kriegsförderung von den Friedensverhandlungen auch vor allem Streitungen und dass die Ukrainer endlich nach vier Jahren des
00:23:06: Krieges
00:23:07: ihr Leben in Friedem gestalten können und ihr Land weiter abbauen können.
00:23:11: Und nicht nur in München ist der unterwegsen Held Gottesdienste.
00:23:14: Es gibt eine Sonntagsschule für Kinder, Angebote für jedes Alter an vielen Orten!
00:23:19: Und wir fahren bis nach Traunstein und versuchen auf unsere Seelsäugel, zum Beispiel in
00:23:26: gar nicht Spattengirken
00:23:27: vorzusetzen.
00:23:28: Wir versuchen vieles aber die Menschen kommen
00:23:31: immer dahin
00:23:32: wo es die Räumlichkeiten gibt und wo sie die Möglichkeit haben sich zumindest das Mal für einen Tee oder für einen Kaffee zusammen zu setzen
00:23:39: und sich
00:23:40: unterhalten.
00:23:41: Nachdem das Gemeindezentrum in München aus allen Nähten platzt wünscht sich Paravitovic für im Jahr ist mehr Platz für seine Gemeinde und dass bald wieder Frieden in seiner Heimat ist.
00:23:59: Gleichzeitig fühlt sich ein Großteil der Bevölkerung unmächtig gegenüber dieser wachsenden Gefahr für die Demokratie, denn miteinander reden funktioniert nicht wenn einer ständig lügt den anderen niederbrüllt oder beschimpft oder ihm gar Gewalt androht!
00:24:14: All das hören wir immer wieder in den News.
00:24:16: Was also tun gegen diese Hilflussigkeit und die Angst, die sich bei vielen ausbreitet?
00:24:22: Im Dachauer Forum gab es letzten Herbst einen Kurs, in dem Demokratie-Botschafterinnen und Botschafter ausgebildet worden sind!
00:24:28: Die Weltsituation, das Handeln von Trump und Putin aber auch die anstehenden Kommunalwahlen haben Anne-Rose Stangenmaier Geschäftsführerin des Dachauer Forums nachdenklich gemacht.
00:24:39: Also ich finde die Weltsituation ist so schwierig geworden mit Ukrainekrieg, mit Trump, mit Klimawandel und den demokratischen Parteien.
00:24:48: kommen immer stärker unter Druck.
00:24:50: Ich sag's wie es ist, wir sind in großer Sorge, wie die AfD hier immer mehr an Akzeptanz in der Bevölkerung
00:24:57: erreicht.".
00:24:58: Sie wollte etwas tun gegen die Gefährdung der Demokratie und hat sich einen Qualifizierungskurs ausgedacht, der mit dem Zertifikat Demokratiebotschafter abschließt.
00:25:08: Und hatten vorsichtig erwartet, naja vielleicht zehn Leute, die kommen wollen?
00:25:14: Und das waren über vierzig... Anmeldungen, wir hatten eine Wartelistie.
00:25:18: Wir waren überwältigt von dem Interesse.
00:25:20: An acht Abenden diskutierten die teilnehmenden Grundsatzfragen wie hat unsere Demokratie noch Zukunft oder sind Menschenrechte heute noch universell einforderbar?
00:25:31: Der ehemalige Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler hat den Kurs mitkonzipiert und wollte erstmal das Basiswissen stärken.
00:25:42: Erfahrung, dass es Orte gibt.
00:25:44: Die haben zum Beispiel nur zehn Prozent AfD Anteil und andere Orte die haben dreißig fünfunddreißig Prozent.
00:25:50: Soziologisch sind sie völlig gleich.
00:25:51: Das heißt der Lerneffekt war für uns da gibt's jeweils Meinungsmacher, Stimmungsmache pro Demokratie gegen Demokratie Und wir müssen unsere Seite stärken und Leute ausbilden auch vor Ort im Wirtshaus in der Familie Im Verein Rede und Antwort stehen zu können.
00:26:09: Aber nur wer eine gute Basis hat, kann auch Antworten geben.
00:26:13: Beispielsweise auf die Behauptung, Demokratie sei doch bloß etwas der Weststaaten und man könne das doch nicht auf andere Staaten in Asien oder Afrika übertragen weil deren Geschichte so anders verlaufen sei dass ihnen demokratisches Denken fremd sei.
00:26:28: Norbert Göttler sagt dazu Das
00:26:29: halte ich natürlich schon für rassistisch.
00:26:31: Eine Form von Demokratie wird es immer geben können.
00:26:35: Die Form von Demokratie kann ganz unterschiedlich sein, das haben wir ja hier in Deutschland auch erlebt.
00:26:39: Direkte indirekte Demokratie
00:26:41: usw.,
00:26:42: aber eine Form von Menschenrechtlich mitbestimmen will eine Bevölkerungsschicht überall!
00:26:48: Das ist meine tiefe
00:26:48: Überzeugung.".
00:26:49: In dem Block, in dem darüber diskutiert wurde ob Menschenrechte noch universell einforderbar seien, referierte Göttler einer weit verbreitete Meinung unter despotischen Staatsführern – die sagen nämlich Menschenrechte seien auf christlichen Boden gewachsen, also in Westeuropa und deshalb sei man daran nicht gebunden.
00:27:08: Auch da würde ich sagen das würde ich nicht mittragen.
00:27:11: Das ist immer die Argumentation der Mächtigen.
00:27:13: Fragen Sie jemanden, der im Folterkeller sitzt oder im Gefängnis wird andere Meinungen haben.
00:27:18: In einem weiteren Modul ging es um Strategien in schwierigen Kommunikationssituationen.
00:27:23: Die Referentin hat betont dass Schweigen Zustimmung bedeutet.
00:27:27: doch wie man Haltung zeigt Das sei von der Situation abhängig, erinnert sich Anna-Rose Stangelmeier.
00:27:32: Der Rahmen muss irgendwie klar sein.
00:27:35: ob man nur mit einer kurzen auch körperbetonten Geste sagt da bin ich anderer Meinung und steige aber nicht tiefer in das Gespräch ein oder ich habe eine Situation wo ich mich auch auf den Gespräch Einlassen kann.
00:27:48: Da empfiehlt sie natürlich zu hören mal hören Wo sind die Hintergründe?
00:27:52: Und festklopfen auf des konkrete.
00:27:55: Der Kurs richtete sich ausdrücklich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, so zum Beispiel auch an Referentinnen und Referenten die Gruppenführungen durch die KZ-Gedenkstätte anbieten.
00:28:06: Aber auch Engagierte aus Demokratiebündnissen haben teilgenommen – und waren von dem Konzept erst das Basiswissen dann praktische Tipps
00:28:14: überzeugt.".
00:28:15: Wir haben schon zurückgespiegelt bekommen dass die Leute sagen ich habe jetzt mehr Klarheit im Kopf Ich habe mehr Hintergrundwissen, fühle mich gestärkt.
00:28:24: Fühl mich
00:28:24: ermutigt.".
00:28:25: Dabei ist völlig klar, dass man nach dem Besuch des Kurses nicht alle Rechtsextremen umstimmen kann – mein Göttler!
00:28:32: Aber….
00:28:32: «Gibt auch meines Erachtens zwei Teile.
00:28:35: Die einen die sich ideologisch komplett festgelegt haben teilweise Funktionäre von Parteien sind und so mit denen ist glaube ich ein irgendwie gearteter Dialog nicht mehr möglich.
00:28:45: Es gibt aber auch einen zweiten Teil, ich möchte sagen eine Grauzone von Menschen die unsicher sind, die unzufrieden sind mit ganz vielen und in einer ersten Reaktion dann populistische Parteien wählen.
00:28:56: diese Szene das muss unsere Szene sein auf die wir einwirken wollen und auch Persönlich ins Gespräch kommen wollen weil sie sind meines Erachtens noch gesprächsfähig.
00:29:06: Dreiunddreißig Demokratie-Botschafterinnen und Botschafter konnten im Dezember ihr Zertifikat entgegennehmen.
00:29:13: Ein weiterer Kurs ist geplant, nach Ostern geht's los!
00:29:16: Anmelden kann man sich schon jetzt auf der Homepage des Dachauer Forums.
00:29:20: Brigitte Strauß für MKR das Kirchenradio.
00:29:29: Er überall in Bayern schnief und hoffte das im Moment, und das bedeutet auch viele die normalerweise zum Blutspenden gehen können und dürfen das gerade nicht.
00:29:47: Aber ohne Blut geht es dem Klinikalltag nicht.
00:29:49: So Dr.
00:29:50: Nikolas Rank.
00:29:51: er ist Chefarzt für Intensivmedizin am Klinikum dritter Orden hier bei uns in München.
00:29:55: Ja wir hätten massive Probleme bei der Versorgung von entsprechenden Notfällen Die Blutprodukte brauchen Und auch großen speziellen Operationen.
00:30:08: In vielen Fällen sind da Transfusionen notwendig, ohne das könnten die nicht
00:30:14: arbeiten.".
00:30:15: Und dabei überlegen Nikolas Rang und seine Kollegen sehr genau wer braucht Spenderblut und wo geht es ohne?
00:30:22: Wir gehen da extrem sorgsam damit um aus zwei Gründen.
00:30:26: Das eine ist Geht Um Spenden Da hat sich jemand bereit gefunden sein Blut zu spenden.
00:30:33: Damit muss man Verantwortlich umgehen, das ist eine.
00:30:36: Und zum anderen muss ich sagen es gibt auch Nebenwirkungen für den Patienten wenn man ihn transportiert.
00:30:44: Das ist der zweite Grund weshalb man sehr sehr sorgfältig damit umgeht.
00:30:49: Spenden kann wer volljährig ist und mindestens fünfzig Kilogramm wiegt.
00:30:54: Sorgen sind unbegründet sagt er intensiv.
00:30:56: Mediziner
00:30:57: die meisten können Blutspenden und vielleicht muss man das auch dazu sagen.
00:31:03: Das Blutspenden an sich hat kein irgendein geartetes Risiko per See, wenn man sie in der Art durchführt wie wir es hier in Deutschland im Bayern durchführen.
00:31:14: Rund zweitausend fünfhundert Blutsspenden braucht allein das Klinikum Dritter Orden pro Jahr.
00:31:20: Bayernweit sind es sogar täglich bis zu zwei tausend und für jede davon sind Mediziner und auch Empfänger dankbar Weil
00:31:27: jede Spende ist im Endeffekt ein freiwilliges Geschenk desjenigen ohne Gegenleistung.
00:31:34: Und damit ist es Ausdruck der christlichen nächsten
00:31:37: Liebe.".
00:31:38: Noch lässt sich Blut nicht künstlich ersetzen und gebraucht wird das nicht nur bei Unfällen, sondern zum Beispiel auch in der Krebstherapie – also wichtig dass es jetzt in der Erkältungszeit weiter Spender gibt!